Saturday Night Fever

Saturday Night Fever

Trends und Tücken im Nachtleben - scharf beobachtet von DJ TapTap.

Dinge, die man nicht zu einem DJ sagen sollte

Nightlife-Blogger Ramon Joss alias DJ Ray Douglas über die Arbeit am Plattenteller und Dinge, mit denen man DJs so richtig nerven kann. Wer keinen Ärger im Club will, sollte seine fünf Tipps befolgen.
Saturday Night Fever Ramon Joss Arbeit am Plattenteller
© Getty Images

Die Arbeit an den Plattentellern kann ganz schön schwierig werden, wenn die Gäste alles besser wissen.

Wir Plattenleger sind Dienstleister. Das sei klar gesagt. Wir stehen im Dienste der Besucher einer Party. Absolut. Aber müssen wir uns deswegen jeden Mist von den anwesenden Quoten-Nervensägen anhören? Ich meine nein. Nun treibt sich ja nicht jedermann ständig in Clubs rum, und der eine oder andere ist sich seines Fehlverhaltens wohl gar nicht bewusst. Nachfolgend daher ein paar Inputs für Betroffene und Interessierte, anhand von selbst Erlebtem.

  1. Musikwünsche. Ein ewiges Thema, die sind so eine Sache. Grundsätzlich, meine ich, sollte man ein offenes Ohr haben. Aber, liebe Damen, wenn ich das ersehnte Lied nicht habe (ob das dann stimmt oder nicht sei dahingestellt), machts wenig Sinn, noch minutenlang darauf rumreiten zu wollen. Ich bin übrigens hier nicht chauvinistisch oder so - das kommt effektiv nur bei Ladys vor. Warum, wissen die Götter.
  2. Know your request. Zum Thema Musikwünsche. Leute, kein DJ wirds lustig finden, wenn ihr ihm ein Lied vorzusingen versucht. Wir sind am Arbeiten, konzentriert und so, don’t kill the vibe. Und macht Euch nicht lächerlich. A la: «Hast Du das von dieser Band Avicii?» Gehört vergangene Woche.
  3. Wir sind kein Fundbüro. Handy, Schatz oder Unschuld verloren? Tut uns von Herzen leid. Aber wir können nicht helfen. Gratistipp: immer zuerst auf der Toilette schauen. Bei allen drei Fällen.
  4. Kenne Grenzen. Wenn man im Vollsuff seinen Drink über das Mischpult giesst, hört der Spass auf. Und zwar für alle! Denn dann gibts wenig bis keinen Sound mehr im Club.
  5. Was wir nie, wirklich nie, hören wollen, sind Sprüche à la «Wenn Du jetzt Reggaeton spielen würdest, würden alle mega abgehen» oder «Spiel mal etwas, wozu man tanzen kann». Komme ich denn zu Euch in den Friseursalon und erzähle Euch, wie Ihr schnipseln sollt? Oder in die Autogarage, um Euch zu zeigen, wie Ihr eine Karre reparieren müsst? Eben.

Fühlt die Party, habt Spass und lasst Euch treiben. Ach ja, by the way: «Happy Birthday» hab ich auch nicht. Nie.