Sie kann's nicht mehr hören.

Denn auch berühmte Eltern gehen auf den Keks.

Bei DRS3 geben sich Stars die Klinke in die Hand.

Die Bildergalerie in den Gängen des Radiostudios zeugt von den unzähligen internationalen Stars, die schon vorbeischauten, um ihre Werke zu promoten.

Dass wir Mitarbeiter aus dem Häuschen sind, wenn wieder mal ein berühmter Musiker durch die Gänge stolziert, passiert also eher selten.

Gestern aber klebten 12 Nasen an der Fensterscheibe, als Coco Sumner das Gebäude verliess.

 

Man hatte gehört sie sei "anders" - das ist bei uns ein Kompliment.

 

Da watschelte sie mit breitbeinigem Schritt und Promotionsleuten im Schlepptau zum Auto, in knallorangen Hochwasserhosen (ein bisschen auffallen ist als Star selbstredend Pflicht).

Süsse 20, Kopf der Band "I Blame Coco". 

Und jeder, der ihre Musik hört, vergleicht sie. Mit ihrem übermässig schattenwerfenden Vater: Sting.

Ob das der Grund ist, weshalb die hübsche Coco meistens etwas finster in die Welt blickt? Und noch etwas finsterer, als sie erfährt, dass Papi ausgerechnet am selben Tag in der selben Stadt ist...

 

"Dein Vater ist auch in Zürich! Er spielt heute im Hallenstadtion! Hast du das gewusst?"

- "Yeah. Ich hab's heute bei einem Interview erfahren."

"Tauscht ihr euch nicht aus?"

- "Wir sind beide sehr beschäftigt."

"Gehst du auch ans Konzert?"

- "Wenn ich Tickets hätte, vielleicht. Aber ich hab keine."

"Es gibt noch Tickets!"

- "Ich habe ihn schon gesehen. Es ist ... eine gute Show." (Ziemlich gelangweilt)

"Dann mach doch etwas Werbung!"

- "Geht ihn schauen..." (NOCH gelangweilter)

"Geht das auch etwas überzeugender?"

- "Ich bin doch nicht in seinem Promotion-Team! Er kann das selber machen."

 

Ist es nicht rührend, dieses Zeugnis einer innigen Vater-Tochter-Beziehung?

Aber beruhigend, dass auch berühmter Nachwuchs nicht anders ist als der Zuhause, oder?

 

Übrigens: die junge Dame hat nicht nur einen ausgeprägt grossen Mund. Sie macht auch ausgeprägt gute Musik: