Pauline Broccard

The Sound of Africa

SI-Volontärin Pauline Broccard arbeitet für drei Monate in Kenia beim Ringier-Nachrichtenportal Pulse Live. Sie schreibt über ihr neues Leben in Nairobi

Freude und Ärger mit Uber-Fahrern

SI-online-Bloggerin Pauline Broccard benutzt in Nairobi oft Uber-Taxis. Nicht immer wollen die speziellen Chauffeure so wie sie. Das führt manchmal zu Lachern, manchmal aber auch zum Verlust ihrer Nerven.

Entschuldigt, wenn ich schon wieder mit einer Autogeschichte komme, aber wie bereits erzählt, bin ich hier sehr selten zu Fuss unterwegs und nehme, um mich fortzubewegen eigentlich ständig Uber-Taxis. Ich muss vielleicht kurz klarstellen, dass ich hier für eine Fahrt zwischen CHF 1.- und CHF 3.- pro Fahrt bezahle. Also nicht zu vergleichen mit Zürcher ÖV- und erst gar nicht mit Taxi-Preisen.

Nun, es ist immer etwas lustig, wenn man ein Uber bestellt. Nachdem du dir via App eins bestellt hast, ruft dich der Fahrer immer an – immer! Es könnte ja sein, dass dein Kind mit deinem Handy gespielt hat und du eigentlich gar keins bestellen wolltest. Auch fragen Sie dich jedes Mal, wo du bist. Es ist ja nicht so, als hätte ich mir die Mühe gegeben den Pin genau dahin zu setzen, wo ich mich auch befinde.

Ich glaube, das Schlimmste an der ganzen Aktion ist, dass ich immer auf der App verfolge, wo sich das bestellte Auto befindet und wie es zu mir fährt. Schon einige Male bin ich fast verzweifelt, da der Fahrer einfach in die komplett andere Richtung oder an mir vorbeigefahren ist. Als hätten sie in der App keine Karte... Aber es lässt mich schmunzeln.

Einfach rausgeschmissen!

Es ist ja bekannt, dass Taxi-Fahrer manchmal für viel Unterhaltung sorgen können. In Zürich sass ich schon mit einem im Auto, der nicht verstehen wollte, wieso Frauen kurze Haare und Hosen tragen dürfen. Hier treffe ich entweder auf extrem optimistische Fahrer, die erkennen, dass ich beim Nachrichtenportal «Pulse Live Kenya» arbeite und mich über den neusten Gossip ausfragen oder auf einen sehr genervten Typen, der die Bremsschwelle – die es hier übrigens überall gibt, auch manchmal fast mitten auf der Autobahn – ignoriert und regelrecht darüber fliegt.

Die neuste Uber-Story: Wir sind zu dritt am Sonntagabend eingestiegen und haben dem Fahrer mitgeteilt, auf dem Weg zuerst mich rauszulassen und dann mit den anderen weiterzufahren. Nichts Neues! Dieser war aber alles andere als erfreut. Er fuhr uns wieder zurück und schmiss uns raus! Echt jetzt?

Während einer meiner beiden Freunde ausser sich war und fluchte, bekam ich einen Lachanfall. Es gibt doch wirklich immer etwas zu erzählen!

Spotify Playlist «The Sound of Africa»:

Hier ein neuer Song auf der Spotify Playlist «The Sound of Africa».