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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

In zehn

Bloggerin Sarah Rüegger wurde vergangene Woche 30. Und hat für den nächsten runden Geburtstag so einiges dazugelernt. Denn eine Planung sollte schon ein bisschen Sinn machen...
Liste Geburtstag
© iStockphoto

Damit beim nächsten Runden nicht wieder alles schiefläuft, hat sich Sarah Rüegger schon mal ein paar To-dos notiert.

Geburtstage sind so eine Sache, vor allem die runden. Man macht sich Gedanken, wie und wo man sein möchte, an diesem Ehrentag, man möchte Spass haben und Geborgenheit, etwas Aussergewöhnliches erleben im besten Falle. Für Menschen, deren ausgeprägtes Talent nicht unbedingt im Planen von solchen Umständen liegt - wie in meinem Falle - ist es schon ein grosses Erfolgserlebnis, trotzdem ein Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen, das für einen selbst wie auch für die geladenen Gäste einigermassen zufriedenstellend ausfällt. Blöd halt, wenn dann so ziemlich alles schiefläuft, was schieflaufen könnte, wie es eben mir widerfahren ist und wie ich es bereits im letzten Blog dargelegt habe. Das Wetter spielt nicht mit für die geplante Wanderung, der Club, in welchem die grosse Party steigen sollte, schliesst völlig überraschend per sofort die Tore.

Wie immer muss man sich dann halt ein Mantra zulegen, das man sich dann fleissig vorsagt, damit man nicht ob dem doofen Pech verzweifelt. Meins war am letzten Wochenende, dem Wochenende meines 30. Geburtstags: Die Schönheit liegt im Ungeplanten.

Und es war schön: Statt der etwas riskanten (hoch gelegen, rutschig) ursprünglichen Wanderung in unsicherem Wetter gabs eine Alternativroute, statt im See zu baden gabs ein Bad in Sole und statt der grossen Party dieses Wochenende gabs ne kleine, feine Feier mit offenem Ausgang. Alles wunderbar, nur die ganze Planerei war in etwa so sinnvoll wie ein neues Stadion für einen eben pleitegegangenen Fusballclub zu bauen.

Nun, bis zum nächsten runden Geburtstag sinds ja nun wieder zehn Jahre und etwa 30 Gesichtsfalten mehr hin. Trotzdem ist es vielleicht doch besser, sich schon mal einige Dinge zu notieren, die beim nächsten Mal zu berücksichtigen wären.

Falls ich zu meinem 40. Geburtstag so richtig die Puppen tanzen lassen möchte, sollte ich...
...schon mal mit dem Sparen anfangen. Denn eine schlechte Bonität macht recht unflexibel im Notfall, wie ich dieses Jahr gemerkt habe.
...Leute früh genug über ein mögliches Fest informieren und bestenfalls als Dienstleister einspannen. Oder Organisatoren. Die können das eh besser.
...sich um eine bombensichere Location bemühen. Am besten etwas Hochsubventioniertes. Zum Beispiel ein Opernhaus. Oder ein Stadttheater. Oder dann halt ein Zirkuszelt mieten.
...falls das Ganze draussen stattfindet: Nicht erwarten, dass das Wetter dann schon gut kommt. Kommt es nämlich nicht. Verdammt. Ein Zelt wäre da auch nicht schlecht. Ausser es zieht ein Sturm auf. Oder ein Hurrikan. Absolut denkbar. Wirklich.
...am besten überhaupt rein gar keine Erwartungen haben. Keine.

Falls ich es an meinem 40. ruhig angehen lassen möchte, sollte ich...
...bis dahin so wenig Freunde und Bekannte wie möglich haben, damit diese nicht enttäuscht sind, wenn ich nicht alle dabei haben will oder kann.
...keine Geburtstagseinladungen mehr annehmen, damit die verbleibenden Freunde nicht enttäuscht sind, wenn du gar keinen Bock auf eine Revanche-Party hast.
...am besten überhaupt rein gar keine Erwartungen haben. Keine.
...es vielleicht wirklich gleich sein lassen und so bald wie möglich einen Flug ins Ausland buchen. Ganz weit weg.

Aber zum Glück sind es bis dahin ja noch zehn Jahre hin. Oh welch Glück!

Im Dossier: Alle Blogs von Sarah Rüegger