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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Mit Schlager, Weisswein & Trash

Fertig. Aus. Vorbei. Mit einem rauschenden Fest ging die Wintersaison in Saas Fee zu Ende. Und Bloggerin Sarah Rüegger hätte die Party fast verschlafen.

Es ist die Woche danach. Letzten Sonntag und Montag hat es noch mal richtig richtig verrückt geschneit, als wollte Frau Holle noch schnell, ganz schnell, den Stoff im Innern ihrer Kissen loswerden, bevor die Bullen kommen, um sie bis zum nächsten Winter ins Kittchen zu stecken. Doch das alles machte für uns hier oben in Saas Fee nicht mehr gross Sinn. Bis vergangenen Samstag um 14 Uhr waren die Bergbahnen noch offen. Danach fertig, aus. Bis im Juli. Da macht sich Wehmut breit. Jedenfalls jetzt. Am Wochenende hatten wir, wie ihr ja wisst, keine Zeit, um zu trauern. Und auch keinen Grund.

Das letzte Partywochenende hielt noch einmal, was Saas Fee verspricht: einen grandiosen halben Tag auf der Piste (wir verkleidet, mit Bierdosen in unseren Händen, perfekte Schneeverhältnisse), tanzen auf der Strasse, Sonne (jedenfalls am Samstag), Liebe von jedem für jeden - schlicht, das Saisonende in Saas Fee ist wie die Loveparade einmal sein wollte. Halt einfach mit Schlager, Weisswein und viel mehr Trash. Wenn überdrehte Freude über das Saisonende, befeuert von Bier und Kaffee Amaretto sich mit Wehmut vermischt, ist das ein bisschen wie Erdbeeren mit Balsamico: ein blödsinniger Mix, der aber trotzdem ganz gut schmeckt.

Wir liessen uns mitreissen. Okay ja, wir flirteten wie amerikanische Studenten im ersten Unijahr. Zumal sich einige Prominenz aus der kleinen Schweizer Snowboardszene blicken liess - das arme Frischfleisch musste sich ja nicht wundern, wenn es sich zum Saisonende fühlte wie das letzte Filet im Teig im Regal am Heiligabend. Auch sonst ergaben sich noch einmal interessante Paarungen innerhalb der Dorfgemeinschaft. So setzten sich die einen über den im Dorf ohnehin recht schlecht gestellten Grundsatz «never fuck the Company» hinweg, als gäbe es keinen Morgen und keine Sommersaison. Zum anderen fanden in der Saison getrennte Pärchen wieder zusammen. Und andere küssten und schmusten sich einfach durch die Menge, weils halt einfach sooo schön war.

Ich legte mich übrigens so gegen zehn Uhr am Abend mal kurz hin, also so nach elf Stunden Party. Drei Stunden später weckte mich der Lärm draussen auf der Strasse auf - ich hatte tatsächlich verpennt. Trotzdem pellte ich mich noch mal raus, duschte und feierte mit meinen Mädels bis um halb acht in der Früh. So geht das.

Übrigens fing unser Seasonend eigentlich schon viel früher an und spätestens am Freitagnachmittag: Denn die Eskimos-Skischule und NNIM-Clothing veranstalteten relativ kurzfristig einen extrem lustigen Waterslide-Contest. Wer nicht weiss, was das ist, sollte sich das super Video unten mal eben anschauen. Und Congratulations noch einmal an die Queen und den King of the Splash - Maya und Nik, einfach super!

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