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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Wenn man die Ferien verschläft

Bloggerin Sarah Rüegger hat Ferien. Alles super, wenn sie nicht ausgerechnet am Reisetag verschlafen hätte...
Sarah Rüegger Blog Ferien Südfrankreich Anreise
© Getty Images

Der Wecker war einfach nicht laut genug.

Es ist der Moment, in dem du merkst: «Shit, ich habs verkackt.» Und du hast dreimal den Wecker weggedrückt. Blöde Kuh. Ja, ich hab am Donnerstag tatsächlich meine Ferien verpennt, beziehungsweise den Zug, der mich dorthin bringen sollte. Am Vorabend hatten wir noch ein Flyer-Shooting mit unserem Modelabel, dieses mussten wir natürlich begiessen und schwups, war der Wecker nicht mehr laut genug und die Ferien noch ganz weit weg um 6 Uhr in der Früh in meinem Bett. Logischerweise war meine pünktliche Reisebegleitung extrem not amused, während ich in schlaftrunkener Verwirrtheit unsinnige Handlungen vornahm, unsere Zugreise noch zu retten, wobei ich es zum Beispiel für eine gute Idee hielt, doch mal nachzufragen, wie viel ein Taxi nach Genf denn koste. Von Köniz aus. Tolle Idee. (Kostet übrigens 700 Franken, haha).

Aber wie es so ist im Leben, es gibt immer eine Lösung, was wir am Bahnhof schliesslich nach zwei Bahnschaltern, einem Telefonat und 60 Franken Aufpreis rausfanden. Südfrankreich ist schliesslich nicht Bhutan und man kriegt schon alle zwei Stunden mal anständige Anschlüsse dahin, Schwein gehabt. Und vor allem haben wir auf der Hinfahrt sogar noch etwas Effizienz geschaffen - plötzlich war unsere Fahrzeit nämlich eine Stunde kürzer bis nach Narbonne. Ein kleines Wunder und wenn der Typ am Schalter nicht unabsichtlicherweise unsere Rückfahrt gleich mit annuliert hätte, wäre alles perfekt gewesen. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls war die Stimmung im Zug mit Kaffee, frisch gepresstem O-Saft und einem Sandwich wieder super und ein unterhaltsamer Kleinkrieg mit ein paar wirklich unglücklichen Fahrradfahrern um unser zugegeben sperriges Gepäck sorgte bis Lausanne für tolle Unterhaltung. Was sicher dazu beigetragen hat, dass ich meiner Reisebegleitung - jetzt, da wir überpünktlich in Südfrankreich angekommen sind - nur noch ein Glas Champagner schulde und damit hat es sich.

Nun liegen 9 Tage Ferien vor uns, im schönen Département Languedoc-Roussillon und auch das Wetter soll am Wochenende wieder gut werden. Geplant sind ein Strandbesuch, diverse Märkte mit perfekt gereiftem Käse (vor allem dem Exportschlager der Region, Roquefort) und natürlich viel viel viel Wein. Bereits haben wir bemerkt dass in Corbières jeder freie Flecken Agrarland überzogen ist und jedes Dorf über eine Cooperation verfügt, wo man den lokalen Wein gleich degustieren und natürlich in unverschämt grossen Behältern kaufen kann. Mehr darüber in der nächsten Woche, ich muss mich jetzt den süssen Traubenerzeugnissen vor meinem Haus widmen. À toute!

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