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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Low-Budget-Frühlingskur

Es wird Frühling! Die Temperaturen steigen, die Menschen trauen sich wieder an die frische Luft und die Outfits werden kürzer. Zeit also, den Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Wie das geht, wenn man bloss ein kleines Budget zur Verfügung hat, zeigt Bloggerin Sarah Rüegger.
Bloggerin Sarah Rüegger zeigt DIY Beauty-Treatments
© iStock

Kein Geld für teure Spa-Behandlungen? Sarah Rüegger zeigt, wie Sie trotzdem schön und entspannt in den Frühling starten können.

Das Low Budget Girl spürt den Frühling. Das habe ich im letzten Post angetönt und nun scheint es tatsächlich ernst zu werden: Meine Wetter-App prognostiziert nämlich kommende Woche Temperaturen bis zu 16 Grad im Flachland. 16 Grad - so warm fühlte sich doch etwa der letzte August an! 16 Grad - das heisst, wir hauchen Mützen und Schals, Wollmänteln und Handschuhen wenigstens vorerst (man weiss ja nie) verzückt lebewohl zu. 16 Grad - das heisst aber auch, dass sich offenbart, was sich monatelang unter Schichten dicker Kleider versteckt hatte. Bleiche und trockene Haut, von Käsespezialitäten und Schokogebäck genährte Röllchen in der Hüftgegend, verdrücktes, gesplittetes Haar. Bei den sehr ambitionierten Wintersportlern: Ein fetter Goggletan (heisst: dort, wo die Skibrille war, ists weiss, dort wo sie nicht war, ists fleckig braun).

Auch wenn das Lesen im Kerzenschein und die Kinonachmittage als Flucht vor grauen Sonntagen uns kulturell weitergebracht haben - so ein bisschen darf man ja schon über die äussere Verwahrlosung nachdenken. Ich jedenfalls wurde bereits vor Wochen unruhig bis panisch, als ich mir die roten Flecken auf meinem von der Heizungsluft geschädigten Gesicht mal näher anschaute. Es musste was gehen.

Aber leider passen ein knappes Budget und Ungeduld nicht zu professionellen Beautytreatments. Weshalb ich für alle, die auch noch an den Steuerschulden knabbern und für ein passables Aussehen nicht gerne lange stillhalten oder gar Schmerzen erleiden möchten (ausser für Tattoos natürlich), hier meine Homemade-Frühlingskur offenbaren möchte.

PEELING:
Körper-und Gesichtspeelings kosten von fast nichts bis ziemlich viel, aber im Prinzip sind sie doch einfach nur Waschlotionen mit festen Partikeln drin, die Abgestorbenes mit Gewalt wegschmirgeln. Wenn ich nichts im Haus habe, haue ich also einfach Meersalz in mein Duschgel oder meine Gesichtslotion. Easy, darauf könnte nun wirklich jeder kommen. Bei trockenen Lippen schrubbe ich die tote Haut mit einer Olivenöl-Meersalz-Mischung weg, danach noch mehr Öl oder Vaseline drauf, dann kommts wieder gut. Beim oben erwähnten Goggle-Tan helfen übrigens wohl wirklich nur regelmässige Peelings.

GESICHT:
Trockene Haut tut weh, bei mir brennt sie nach dem Waschen regelrecht. Kühlung und Feuchtigkeit wären da voll easy. Dafür mische ich einfach Honig und Magerquark zusammen und haue eine dicke Schicht aufs Gesicht. Nach 5 bis 10 Minuten ist das Zeug warm und kann wieder runter. Obs was bringt, weiss ich bis heute nicht, aber es fühlt sich supergeil an und hat bisher sicher nicht geschadet.

HAARE:
Hab ich letztens gehört, und gleich ausprobiert: Reverse-Washing. Das heisst, statt die Haare erst mit Shampoo zu waschen und dann mit Conditioner zu spülen, das Ganze einfach umkehren. Ich hätte es nie geglaubt - aber das bringts tatsächlich! Die Haare haben mehr Glanz und gleichzeitig fühlen sie sich stärker an. Unbedingt probieren und angewöhnen!

KÖRPER UND GEMÜT:
Dass ich gerne jogge, hab ich wohl schon erwähnt. Für mich eine der besten Sportarten, da man ausser guten Schuhen rein gar nichts braucht. Man kann allein, zu jeder Tageszeit und überall einfach loslaufen. Keine teuren Abos, kein Termindruck, keine nervigen Instruktoren oder Kursteilnehmer, keine überfüllten Hallen oder Becken, keine Augen auf dem Arsch. Nur Schuhe an und los! Aber ich bin ehrlich - auch ich habe im Winter etwas pausiert. Zum einen, da meine Gelenke und diversen Metallplatten bei Kälte streiken (Schmerz wandert zwischen Hüfte, Schlüsselbein und Knie hin und her), zum anderen, weil ich mich zum Jahresbeginn zu rein gar nichts mehr aufraffen konnte. Was bei Motivationsschwierigkeiten total hilft: Eine super Playlist, für jene, die gerne mit Musik laufen (für die anderen muss wohl Vogelgezwitscher ausreichen).

Hier meine Top-5-Laufsongs:

    •    Azealia Banks: «Chasing Time»
    •    Kiesza: «Hideaway»
    •    Skrillex: «Bangarang»
    •    Brooke Candy: «Opulence»
    •    The Knife: «You make me like Charity»

Und weils grad so schön ist, meine Top-5-Cool-Down-Songs:

    •    FKA Twigs: «Video Girl»
    •    Noch mal FKA Twigs (weil ich sie liebe): «Video Girl»
    •    Mø: «Slow Love»
    •    Klangkarussell: «Netzwerk (Falls like Rain)»
    •    Ellie Goulding: «Tessellate»


Ich wünsch euch allen einen wunderbaren 16 Grad warmen Frühlingsstart!

Kuss,
euer Low Budget Girl

Im Dossier: Alle Beiträge von Bloggerin Sarah Rüegger