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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Alles tut weh, verdammt nochmal!

Das Low-Budget-Girl stösst an ihre körperlichen Grenzen - und sollte sich doch eigentlich mit Wandern erholen.
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© Sarah Rüegger

1. August in Saas Fee: Bloggerin Sarah nutzt die erstbeste Möglichkeit zur Entspannung, um Bier und Wein zu trinken.

Einen Tag nach unserem seligen Nationalfeiertag ist eigentlich die perfekte Möglichkeit, um einmal ein Fazit der letzten knapp drei Wochen zu ziehen, so lange bin ich ja jetzt wieder fix in Saas Fee. Perfekt darum, weil sich gestern und vor allem heute wieder einmal die ganze Magie dieses Ortes über mich ergossen hat. Mein Fazit lautet: Mir tut verdammt nochmal alles weh.

Ja, seit drei Wochen wandere ich nun fast jeden Tag zu meinem Arbeitsort auf dem Berg, und verdammt noch mal, nein, es wird nicht leichter mit der Zeit, sondern die bescheuerten Beine immer schwerer. Dazu kommt, dass ich gestern die glorreiche Idee hatte, an unserem wunderbaren Nationalfeiertag statt dem Gezeter unseres Gemeindepräsidenten über die Zweitwohnungsinitiative zu lauschen, meinem Muskelkater mit fassweise konsumiertem Heida und Bier den Finger zu zeigen (ich glaub, das Feuerwerk hab ich verpasst. Oder gabs gar keins?). So musste ich heute Morgen in Begleitung zweier Kater den Berg hoch laufen, aber ehrlich, es hat sich echt gelohnt, denn für ein paar Stunden tat mir mal nichts weh, echt der Hammer. Und heute, am nächsten Tag, fühlt es sich ein klein bisschen an wie im Winter, so übermüdet und übertanzt.

Apropos Winter: Bei uns sind die Pisten auf dem Gletscher seit vergangenem Wochenende endlich wieder geöffnet (hurra, die Profi-Snowboarder sind wieder da!), da sollte ich unbedingt mal aufs Brett... Aber der Muskelkater, gell.

Sowieso war der 1. August in Saas Fee wie Samstag unter der Woche, und ich musste am Tag danach etwas später zur Arbeit, schöne Kombination. Ja, ich weiss, eigentlich sollte ich - anstatt bei der erstbesten Möglichkeit zur Erholung gleich mit Küchenchefs und norwegischen Touristen Bierchen zu stemmen wie Madonna Gewichte im Fitnessstudio - endlich mal früher aufstehen und vor der Arbeit wandern gehen. Aber gell, der Muskelkater, tant pis.

Ohnehin ist es im Moment schwierig, überhaupt was anderes zu unternehmen, als Bier zu trinken, denn es ist jetzt die kurze Sommer-Hochsaison und das Dorf ist rammelvoll mit Touris aus der ganzen Welt - vor allem mit Holländern, Engländern und extrem vielen orthodoxen Juden - und wir alle arbeiten viel, zwei Tage am Stück frei gibts im Moment grad gar nicht, da fällt es schwer, die raren Freitage noch für Sport zu nutzen. Berge hin oder her. Blöder Muskelkater. Aber richtig, wir sollten dran arbeiten.

Ich geh jetzt heiss baden. Denn hier ist es halt ein paar Grad kühler als bei Euch. Ätschibätsch!