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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Gut gewappnet ins Saisonende

Immer schön verhüten, das Getränk nicht rumstehen lassen und auf hohe Hacken verzichten! Das Low-Budget-Girl beendet die Wintersaison in Saas Fee mit einer rauschenden Party und hat Tipps, wie diese (möglichst unbeschadet) zu überstehen ist. 
Party Feier Spass Trinken Alkohol Betrunken
© Getty Images

Bloggerin Sarah Rüegger lässt es zum Saisonende hin in Saas Fee nochmals richtig krachen.

Ja, gestern war es so weit: Die grosse, legendäre Season-End-Party ging über die Bühne. In Saas Fee heisst das ganze Après-Ski-Parade und ist für uns Saisonniers etwa so wichtig, wie der Königinnentag in den Niederlanden. Da ich diesen Blog aus redaktionellen Gründen am Freitag schon schreiben musste, ist es natürlich ein bisschen schwierig, nachvollziehbar zu machen, was denn nun eigentlich passiert ist. Doch die beste Ausgangslage für einen Season-End-Blog ist im Prinzip ein Prinzip: Nach dem Saisonende ist vor dem Saisonende. Und darum bereite ich euch nun einmal pro forma auf das Ende der Skisaison 2015 vor. Falls ihr so etwas dann in ferner Zukunft auch einmal miterleben möchtet.

Nun, so ein Seasonend-Wochenende ist eigentlich quasi ein Open-Air-Festival für Bergdörfler, eine Streetparade für ein paar wenige, ein Dorffest mit Ambitionen. Meist spielt ein mehr oder weniger bekannter DJ in einer Kanzel mitten auf der Dorfstrasse. Die Leute verkleiden sich, jedoch selten mit der Absicht, sexy auszusehen oder annähernd anziehend auf das andere Geschlecht zu wirken. Das Gebalze ergibt sich ja so oder so, die meisten hauen eh am nächsten oder übernächsten Tag wieder in ihre Heimatländer ab und für die Seasonend-Touris gibt es auf der Alm jo eh koa Sünd.

Trotzdem sollte man an einer so zügellos-fleischigen Veranstaltung einiges beachten:

  1. Festivalpegel erreichen. Wir alle waren schon einmal auf einem Festival. Vier Tage feiern ist hart. Dabei gilt es, den richtigen Alkoholpegel zu halten: Nicht zu wenig - sonst wär man ja der einzig Nüchterne. Nicht zu viel - sonst kommt die Erinnerung erst mit den peinlichen Posts in der Welt der sozialen Medien wieder. 
  2. Nahrungszufuhr. Eine Seasonend-Party kann sich bis zu 20 Stunden hinziehen. In meinem Fall gehts sogar noch nach Zermatt (Bericht folgt). Da Bier zwar in meinen Kreisen als Mahlzeit gilt, könnte dieses ja im Prinzip reichen, könnte man meinen. Ich sag nur: Tuts nicht. Esst. Möglichst salzig (die Elektrolyte!).
  3. Solltet ihr es tun: verhütet! Vom Saisonende sollte man nur gute Erinnerungen mitnehmen. Befruchtete Eier und Infekte gehören nicht dazu. 
  4. Verleiert nichts. Die Bars und Kneipen, die ihr am Samstag noch besucht habt, sind am Sonntag zu. Und euer Zeug bleibt eingeschlossen, bis im Juni. Ausser einer hat es eh gemopst. 
  5. Lasst eure Getränke nicht aus den Augen. Aber das gilt für überall. 
  6. Tanzt, egal wie schlecht ihr darin seid. An der Party blöd rumzustehen, kann einem schnell mal den Ruf eines obercoolen «Grüezenis» einbringen. Und cool gibt es nicht zum Saisonende.
  7. Keine hohen Schuhe anziehen. Das haltet ihr nie durch. 
  8. Wird dir was ausgegeben - nimm es an. Das Saisonende ist die Zeit des Gebens. 
  9. Heul nicht. Am Saisonende hat man fröhlich zu sein. Egal, wie traurig der Abschied vom Winter auch ist. 
  10. Wenn du dasselbe Lied nach dem dritten Mal nicht mehr hören kannst - leg dich schlafen. Denn: Es wird auch noch ein viertes Mal gespielt werden.


Alle «Stadt - Berg einfach»-Blogs finden Sie im SI-online-Dossier.