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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Après-Ski-Regeln Teil 2: Stilvoll bleiben

Nach einem Tag auf den Ski die Sau rauslassen, findet Bloggerin Sarah Rüegger völlig in Ordnung. Doch gemäss dem Low-Budget-Girl gibt es ein paar Regeln, die befolgt werden müssen. 
Après-Ski Hütte Kitzbühel
© Getty Images

Après-Ski gehört für viele nach einem Tag auf der Piste dazu. Doch bitte: stilvoll bleiben!

Und es ist wieder so weit: Die Ski-Touristen sind da. Aus England, Holland, Deutschland und natürlich der Schweiz sind sie eingefallen, um jede Art von Piste unsicher zu machen. Genauso wie Malle findet auch Saas Fee nur einmal im Jahr statt - dementsprechend gründlich hauen sie auf Kacke, wo es nur geht. Und das ist auch gut so, das bringt Laune und zahlt unsere Brötchen.

Trotzdem, und das ist jetzt ganz wichtig: Auch in den Bergen gibt es Regeln.

Das mag ja in den meisten Ohren gar vernünftig klingen, doch: Wir haben alles schon erlebt. Um ein bisschen Ordnung in die Remmi-Demmi-Drecksau-Partys neben den Pisten zu bringen, fühle ich mich verpflichtet, die wichtigsten Verhaltensweisen einmal schwarz auf weiss niederzuschreiben.

Punkt 1: Wer auf dem Berg das Bierglas öfter zum Mund geführt hat als Schwünge mit den Skiern oder dem Snowboard ausgeführt zu haben, fährt mit der Gondel ins Tal

Punkt 2: Auf dem Weg vom letzten Pisten-Kafi in den Après-Ski im Dorf werden die Skier nicht über der Schulter getragen. Eine unkontrollierte Drehung und der Hintermann hat ein Auge weniger. 

Punkt 3: Gruppen bestellen und bezahlen in Runden. Alles andere wirkt geizig.

Punkt 4: Trinkgeld ist Pflicht! Das Bar-Personal arbeitet jeden einzelnen Tag unter der Beschallung von DJ Ötzi und Jürgen Drews - also bitte. Zudem: siehe Punkt oben.

Punkt 5: Fremden mit der eigenen Bierflasche auf den Flaschenhals zu knallen, damit dieses überschäumt? Eeeeeeh, eher nein. Sollte euch dasselbe trotzdem einmal in einem Walliser Skiort passieren, gibt es nichts anderes, als sich dessen zu stellen, und den Schaum mit raschen Schlucken aufzufangen. Wer zusieht, wie es überläuft, outet sich als Snob. Denn: Der Walliser akzeptiert keine Verschwendung von Bier.

Punkt 6: Es wird niemals, unter keinen Umständen, never ever hinter die Bar gegriffen! Das ist das Hoheitsgebiet des Barkeepers im Chaos. Alles hat seinen Platz und alles kostet Geld. Gleiches gilt für pfeifen, schreien, vulgäre Kosenamen oder gar Beleidigungen. Vergesst niemals: Ihr wollt Alkohol - der Barkeeper hat ihn.

Punkt 7: Trinkt so viel ihr wollt, aber niemals allein. Kein Fremder hat Bock, euch nach Hause zu bringen, wenn ihr einpennt. Oder eure Kotze aufzuputzen, wenn ihr es nicht mehr zum Klo schafft. Geschweige denn hat er keine Lust, eure Tränlein zu trocken, wenn der Frust kommt - sorry.

Punkt 8: Passt auf eure Sachen auf und vergesst eure Skier nicht, wenn ihr weiterzieht.

Punkt 9: Duscht euch, bevor ihr in den Ausgang geht.

Punkt 10: Tut nichts, was ich nicht auch tun würde...

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