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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Pech im Spiel...

Das Low-Budget-Girl Sarah Rüegger versuchte sich in einem Quiz als Saas-Fee-Expertin und scheiterte kläglich. Jedoch hat sie mit ihrem Team einen tollen Preis abgestaubt. Demnach hat es sich wohl gelohnt, sich nur auf den Amaretto zu konzentrieren.
Sarah Annina Rüegger Blog: Quiz übers Dorf verloren
© Getty Images

Ein bisschen übers Dorf informieren hätte sich Bloggerin Sarah Rüegger schon müssen. Doch trotz der Schmach beim Quiz ist sie begeistert vom Preis, den sie gewonnen hat.

Jaja, die erste Hochsaison über die Feiertage steht an und das heisst, Eröffnung über Eröffnung, Adventskalender hier, Saison-Warm-up da. Traditionell führt da das Tourismusbüro von Saas Fee ein Quiz über das Dorf durch, wo Gruppen von Saisonniers ihr Wissen über das Dorf und das Saas Tal unter Beweis stellen können. Nun ja, wir hockten grad gemütlich bei Bier und Zigi im Popcorn, als die Barkeeperin uns die Anmeldung hinlegte. Das sei doch was für uns, fand sie. Das fanden wir irgendwie auch, und so meldeten wir uns an: drei Kumpels aus meiner Snowboard-Crew und ich.

So vergingen die Tage. Mittwochabend stand das Quiz mit Postenlauf an. Nur blöd: Keiner von uns hatte im Vorfeld für das Quiz gelernt. Unsere einzige Vorbereitung bestand darin, unsere Thermosflaschen mit Kaffe Amaretto und Irish Coffee zu füllen. Ups.

Teil eins war ja noch einfach. Wir lernten sogar einiges, so etwa, dass die Statue auf dem Dorfplatz den Pfarrer, Bergführer und Tourismuspionier Johann Josef Imseng darstellt, oder dass der alte, kahle Baumstamm beim Hotel Waldesruh an einen Lawinenniedergang erinnert. Kurz: Runde eins kriegten wir grad noch so hin.

Die wahre Schmach folgte in Runde zwei. Hätten wir doch die verflixte Broschüre des Tourismusbüros kurz angeschaut vor dem Quiz, dann hätten wir wohl weniger wankelmütig und falsch geantwortet.

Nun ja, Fakt ist: Wir haben so ziemlich gegen alle englischen Skilehrer im Dorf verloren. Fakt ist: Wir haben gegen zwei weitere Teams verloren. Fakt ist aber auch: Wir haben einen super-geilen Preis gewonnen. Einen Freestyle-Kurs bei der Eskimo-Snowboardschule für vier Personen.

Und die Moral von der Geschicht? Geile Preise verdient man sich - oder nicht.

Hier im Dorf steht ja auch Weihnachten vor der Tür. Aber statt Zimtsterne, Tannenbaum und Geschenke ist für uns Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit angesagt. Am Freitag hat offiziell die erste Hochsaison des Winters begonnen, wir sind aufgeregt und freuen uns. Aber wenn wir uns was wünschen dürften, wäre der Wunsch hier sicher kollektiv: viel, viel Schnee.

Ich wünsch schöne Weihnachten, esst, trinkt und liebt. Und vielleicht sehen wir uns ja bald im Skiurlaub in Saas Fee. Herzlich, das Low-Budget-Girl.