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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

11 Dinge, die ich hasste

Langsam geht die Blog-Zeit von Sarah Rüegger zu Ende. Bevor sie sich definitiv verabschiedet, fasst sie zusammen, was sie in den letzten zwei Jahren in ihrem Leben alles genervt hat.
Sarah Rüegger Blog a la 10 Things I hate about You
© Screenshot

Der Film «10 Things I Hate About You» inspirierte Sarah Rüegger.

Wie die Zeit doch fliegt. Dies hier ist bereits mein zweitletzter Blog. Seit meinem ersten Beitrag für SI online sind über zwei Jahre vergangen. Zwei Jahre, in denen extrem viel passiert ist, in denen ich gelernt habe (und manchmal auch nicht), ich viel Spass hatte und mich aber auch immer und immer wieder schrecklich aufgeregt habe.

Da ich diese Plattform nun nur noch so kurz besetze, habe ich das unbändige Gefühl, noch ein letztes Mal eine meiner geliebten Listen zu erstellen. Weil ich mir letztens in einem Anflug von Teenie-Nostalgie wieder einmal den 90er-Jahre-Klassiker «10 Things I Hate About You» angeschaut habe, und weil die Motzerin in mir noch einmal so richtig raus will, liste ich hier einfach mal völlig ungefiltert und unsortiert auf, was mich (natürlich in zeitgemässer Egomanier nur auf meine ganz persönlichen Dramen bezogen, weitab von Weltpolitik und objektiver Anschauung) in den letzten zwei Jahren so richtig genervt hat. Yes, noch einmal so richtig Vollgas draufhauen. Als Ausgleich schiebe ich dann nächste Woche zum Abschied natürlich noch eine Liste nach, die auch die schönen Dinge der letzten zwei Jahre anspricht. Man will ja nicht als destruktiv dastehen, gell.


11 Dinge, die in den letzten zwei Jahren einfach nur genervt haben:

  • Dass mein altes, weisses iBook siebeneinhalbjährig gestorben ist. Und das, nachdem es sich bereits Monate vorher sämtlichen externen Harddisks verweigert hat und somit sämtliche ungesicherten Fotos, Dokumente, Lebensläufe und Videos ins digitale Jenseits mitgenommen hat. Deshalb gabs auch keine Beerdigung. Das Teil liegt nun nutzlos zwischen Büchern in meiner Stube. Schrecklich sentimental, ich weiss. (September 2014).
  • Dass die Party zu meinem 30. Geburtstag, die ich ja gar nie veranstalten wollte, gleich mehrmals und im wörtlichen Sinne ins Wasser fiel und mir einen Geburtstag versaut hat, den ich gar nie feiern wollte. (Juni 2015)
  • Dass ich meine Freestyler-Karriere beenden musste, bevor sie begann, weil ich bei meinem etwa 3. Sprung über einen Kicker mit dem Kopf zuerst landete und ich nur mit dem Rega-Helikopter vom Berg runter kam. Resultat: Clavicula Fraktur und ne fette Metallplatte auf dem Knochen, zudem ein Selbstbehalt von 1500 Franken bei der Versicherung. Autsch. (Oktober 2013)
  • Die (Toitoi-)Toilettensituation an sogenannt alternativen Musikfestivals, konkret genannt der Fusion in Deutschland. Gefühlte 20 WCs für 80’000 Besucher, Ich meine: What the F...äkalien? (Mai 2014)
  • Die lieben Männer. Vor allem jene, die sich erst bequem einkuscheln und Vollgas geben, aber sich gleich einmachen, wenn man ein bisschen Verbindlichkeit verlangt. Lasst euch Eier wachsen! Merke: Wenn ihr wirklich nur Sex wollt, kommuniziert das, schlaft auf eurer Seite und haut am Morgen mit einer guten Ausrede wieder ab. Sucht die Frau danach nicht auf Facebook um sie mit Komplimenten einzudecken und um so zu tun, als würde sie euch interessieren. Und vor allem: Esst nicht ihr Essen! (immer mal wieder)
  • Das Revival der 70er-Hotpants. Hochgeschnitten bis zur Taille, aber kaum länger als ein Slip. Ich bin nicht prüde und auch kein Body-Shamer, aber ich will eure Arschbacken nicht rund um die Uhr und überall sehen und ihr meine nicht. Seriously. (Sommer 2014/2015)
  • Dass das Freestyle.ch dieses Jahr aus Geldgründen nicht stattfindet. Eine Katastrophe. (September 2015)
  • Unausgetragene Streits. Wer einen Kleinkrieg nicht irgendwann beenden kann und über den eigenen Schatten springen kann, ist ganz einfach nachtragend. Alle machen Fehler. Fehler kann man verzeihen, Meinungsverschiedenheiten ausdiskutieren - wenn man miteinander spricht. Okay, manche können das nicht, aber dann lasst euch einfach gegenseitig in Ruhe. (immer mal wieder)
  • Skateboarden. Ich lerns wohl nie mehr. (Frühling 2015)
  • Bikinis. Ein beschwingter Sprung in die Aare und man fummelt erst mal die verrutschten Stofffetzen zurück an die richtigen Stellen. Das erste, ziemlich gut sitzende (und bleibende) Exemplar habe ich übrigens hier gefunden: www.oysurfapparel.com
  • Ich und die Deadlines. Meine Deadline für diesen Blog etwa liegt auf Freitagmittag. Wenn ich früh dran bin, kommt das Ding dann mal so um 13:30 bei der SI an. Mindestens dreimal hab ich erst am Samstag geliefert. Aber: Nicht einmal habe ich nicht geliefert. Trotzdem: Irgendeinmal will ich fähig sein, nicht immer auf den letzten Drücker zu liefern. Another day, another year. Maybe.


Diesen Blog habe ich übrigens bereits am Mittwoch Abend geliefert. Aber nur, weil ich am Donnerstagmorgen bereits ans Openair Gampel gefahren bin.

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