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Stadt - Berg einfach

Sarah suchte in Saas Fee den Kick. Und ist jetzt zurück in Zürich.

Die Wakesurf-Premiere

Kurz vor Ende des Sommers probiert Sarah Rüegger noch eine neue Sportart aus. Das Wakesurfen hat es der Bloggerin zwar nicht leicht gemacht, am Ende aber trotzdem angetan.

Nun, diese Woche war es wieder einmal Zeit für ein bisschen Abwechslung, beziehungsweise Ablenkung. Wie schon mehrfach angetönt, läuft es bei mir nur solala im Moment, auch diesen Blog werde ich per Ende Monat schweren Herzens an einen neuen Blogger abgeben, that’s life. Aber hey! Es ist ja noch Sommer, jedenfalls ein wenig, und diese Woche war perfekt, um mich endlich wieder einmal zu etwas Neuem zu überwinden, nachdem ich in der Wochenmitte in Herzensdingen auch noch aus einer halben Sache eine vergangene Sache machen musste. Etwas Aufregendes musste es sein, etwas, das ich noch nie getan hatte. Ein Abenteuer!

Zum Glück habe ich ganz gute Netze gesponnen in den letzten Jahren, so dass die Überwindung schon einmal etwas kleiner war, um mich auf ein ganz neues Brett zu schwingen: Das Wakesurf-Brett! Ja, ich überraschte mich selber, indem ich am Donnerstag gleich die Vorstufen Wasserski und Wakeboarden übersprang (von denen ich immer dachte, dass man sie zuerst ausprobieren sollte) und mich todesmutig den Schikanen aussetzte, denen man halt so unterliegt, wenn man an einem Seil auf einem Brett ohne Bindung an einem Motorboot hängt und eine vom Boot produzierte Welle surft, mit dem Ziel, das Seil dann irgendwann loslassen zu können.

Nun, ich sass, ehe ich mich versah, mit meinen Freunden und in eine Schwimmweste gequetscht in einem solchen Flitzerboot auf dem Thunersee und beobachtete noch meine Freundin Valerie, wie sie fast müehlos und eben freihändig auf dieser Welle rumritt, als ich im nächsten Moment schon im Wasser lag und meine Fersen irgendwie auf das kleine Surfbrett fummelte. Sowas ist gar nicht so leicht, aber erst richtig heftig wirds, wenn das Boot dann anfährt. Klapp! Ist das Brett am Fuss, Rumms! Zieht es einen nach vorne und in der Regel macht’s dann Platsch! Und der Anfänger liegt im Wasser. Und genau so war es. Nicht nur einmal.

Empfehlenswert ist es, beim Hinfallen den Mund zu schliessen, und das Haltedreieck am Seilende früh genug loszulassen. Ich weiss das jetzt. Und vor allem: weitermachen! Denn schon beim zweiten Mal hielt ich mich ganz kurz oben auf dem Brett und nach gefühlten 15 Mal verkanten, über die Welle fallen und laut kreischen hatte ich sogar für kurze Zeit das Gefühl, wirklich schon etwas zu surfen. Und es macht total viel Spass. Frustrierend war dann, als die dritte in unserem Bunde, die ebenfalls das erste Mal wakesurfend unterwegs war, gleich beim dritten Mal schon eine super Fahrt hinlegte.

Aber hey, ich bin 9 Jahre älter als sie, da muss man etwas nachsichtig sein. Und mein Ehrgeiz ist jetzt jedenfalls angestachelt. Ich wollte etwas Neues probieren - jetzt will ich
 etwas Neues lernen! Schade, ist der Sommer bald vorbei.

Im Dossier: Alle Blogs von Sarah Rüegger