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Voll schwul!

Mit zehn Chat-Regeln zum perfekten Date

SI-online-Blogger Onur Ogul ist nach seiner Chat-Abstinenz wieder zurück auf den Dating-Plattformen. Er zählt zehn Regeln auf, welche zum Erfolg führen können... Vielleicht irgendwann.

Berlin, Germany - February 26: In this photo illustration the app of dating app Tinder is displayed on a smartphone on February 26, 2018 in Berlin, Germany. (Photo Illustration by Thomas Trutschel/Photothek via Getty Images)
Getty Images

Ich bin zurück! Nachdem ich mich vor ein paar Wochen von allen Dating-Plattformen abgemeldet hatte, bin ich wieder mit dabei im unendlich mühsamen Chat-Game.

Ich habe gemerkt, dass sich dabei eine Routine eingeschlichen hat: Nach einigen Jahren auf Grindr, Planetromeo, Tinder und Co. halte ich mich automatisch an gewisse Regeln... Also, wenn ich ehrlich bin: mal mehr, mal weniger. Die zehn Regeln zum Glück lauten so:

  1. Kein Foto? Spätestens seit Heidi Klums «GNTM» wissen wir, dass hier Endstation ist. Wer sich nicht zeigt, hat was zu verbergen. Verbergen braucht Energie. Ohne Energie fehlt die nötige Aufmerksamkeit für dich. Next!
     
  2. Im Profilnamen befindet sich ein Flammen-, Diamant-, Dollarzeichen-Emoji oder darin kommt «XL» vor? Zu 99 Prozent ein Escort-Boy. Wenn du dein Portemonnaie nicht öffnest, öffnet er gar nix.
     
  3. Die Antworten deines Gegenübers werden immer kürzer, bis sie nur noch einsilbige Wörter sind? Tut mir leid, er hat kein Interesse. Aber auch keinen Mumm, dir das zu sagen. Vollidiot!
     
  4. Chatte nicht über mehrere Wochen hin und her! Im Kopf machst du dir sonst das Bild des Mannes, welches seinem wahren Ich überhaupt nicht entspricht. Lieber frühes Date statt späte Enttäuschung!
     
  5. Du willst, dass dich jemand bemerkt? Dann schreibe die Typen an! Von selbst bewegt sich gar nix. Lies den Profiltext des anderen und schau dir seine Bilder ganz genau an, um Bezug auf etwas zu nehmen, was den anderen interessieren könnte. Ein «Hi» oder «Hey» alleine lässt viele kalt.
     
  6. Dein Chatpartner zeigt nur ein einziges Foto? Und das ist noch von auffällig schlechter Qualität? Er trägt eine Sonnenbrille, zeigt sich nur von hinten oder nur den Waschbrettbauch, oder er sieht so auffällig gut aus wie ein professionelles Unterwäschemodel? Mach auf jeden Fall den Check über ein weiteres Social-Media-Profil oder über einen Videoanruf. Datingplattformen sind ein Paradies für Faker.
     
  7. Die Antworten des anderen lassen jeweils 24 Stunden auf sich warten? Next! Du hast jemanden verdient, der dir das Gefühl gibt, wirklich Interesse an dir zu haben.
     
  8. Sei ehrlich! Lüge nicht bezüglich Alter, Körpergrösse, Aussehen – und vor allem nicht, was deine Absichten angeht! Spätestens beim realen Date fliegt alles auf und niemand mag Lügner.
     
  9. Vertraue nicht blind drauf los! Verzweifelte Singles sind ein beliebtes Ziel für Betrüger. Heikle Daten wie Kreditkartennummer oder Wohnadresse braucht niemand, um dich kennenzulernen. Nacktbilder eigentlich auch nicht. Und wenn du blind vor Hormonschwall bist, dann sorge wenigstens dafür, dass dein Gesicht nicht zu erkennen ist. (Unglaublich, dass man das heute noch erwähnen muss)
     
  10. Nimms mit Humor! Im Internet bewegen sich skurrile Gestalten. Menschen, die meinen, über den digitalen Weg könnten sie sich alles erlauben. Es gibt Enttäuschungen und hin und wieder Erfolge. Wenn du die Nase voll hast, melde dich für eine Weile ab. Der Entzug tut gut.
Von Onur Ogul am 22. März 2019