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  4. Eine Studie belegt, dass wir öfter, aber kürzer trainieren sollten

Eine Studie zeigt:

Warum wir häufiger, aber kürzer trainieren sollten

Dass Bewegung für uns wichtig ist, ist nichts Neues. Jedoch fragen wir uns ständig, ob wir besser mehrere, aber kürzere oder wenigere, dafür längere Workouts absolvieren sollten. Dieser Frage sind nun australische und japanische Wissenschaftler*innen nachgegangen.

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Unsplash/Logan Weaver

Wie viele Abende pro Woche habt ihr euch bisher frei gehalten, um Sport zu treiben?

Unsplash/Logan Weaver

Mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche sollten wir uns laut dem Bundesamt für Sport bewegen. So weit, so gut. Wie wir – für einen langfristigen Trainingserfolg – allerdings das Beste aus dieser Zeit herausholen, war bisher eher unklar. Sollen wir täglich etwas Sport treiben oder uns lieber einmal pro Woche lange und intensiv verausgaben? Forscher*innen der Universität Edith Cowan University sind dieser nicht ganz unwichtigen (Sport-)Frage nachgegangen.

Häufigkeit vor Ausdauer

Zusammen mit japanischen Wissenschaftler*innen der Universitäten Niigata und Nishi Kyushu haben sie untersucht, ob in puncto Trainingserfolg mehr auch wirklich mehr ist. Für ihre Studie teilten die Forschenden 36 Proband*innen in drei Gruppen ein: Während die erste Gruppe einmal pro Woche 30 Bizeps-Curls am Stück machte, führte die zweite jeweils sechs Wiederholungen an fünf Tagen pro Woche aus. Die dritte Gruppe wiederum musste bloss einmal pro Woche sechs Bizeps-Curls machen. Nach vier Wochen zeigte die Gruppe mit den 30 Armbeugen am Stück keine Zunahme der Muskelkraft – jedoch eine Zunahme der Muskeldicke. Die Gruppe, die einmal pro Woche «trainierte», zeigte hingegen keinerlei Veränderungen. Den grössten Effekt erzielt die Gruppe mit den regelmässigsten Wiederholungen im Verlauf der Woche. Dort nahm sowohl die Muskelkraft als auch die Muskeldichte zu. Damit konnten die Forscher*innen belegen, dass bereits ein kleines Pensum an Bewegung pro Tag langfristig einen signifikanten Unterschied macht.

Warum unser Körper besser auf Widerstandsübungen in kleineren Dosen anspringt, als auf hohe Belastungen am Stück, die seltener durchgeführt werden, ist noch nicht bekannt. Der mögliche Grund könnte sein, wie oft unser Gehirn aufgefordert wird, einen Muskel zu einer bestimmten Leistung zu bringen. Denn Muskeln brauchen nicht nur Ruhe, um ihre Kraft und Muskelmasse zu verbessern, sondern möchten auch regelmässig stimuliert werden. Uns freut’s, da wir künftig nicht mehr ganze Abende fürs Gym aufopfern müssen. Stattdessen bauen wir problemlos kurze Trainingseinheiten in unseren Alltag ein.
 

Von kiv am 4. Oktober 2022 - 16:09 Uhr