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Mehr Sex & Gemüse, weniger Stress & Zucker

4 Dinge, die ihr über eure Gesundheit wissen müsst

Low Carb versus Flexitarier-Diät, Yoga versus Jogging oder neun versus fünf Stunden Schlaf – eine aktuelle Studie hat den Lebensstil von Schweizer*innen untersucht. Wie es tatsächlich um unsere Gesundheit steht, welches Geschlecht schneller gestresst ist und wo es Verbesserungspotenzial gibt.

Woman checking pulse with smartwatch after doing some sport in the evening.

Fast ein Drittel aller Befragten treiben mehr als sechs Stunden Sport pro Woche. 

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Hand aufs Herz: Wie gesund lebt ihr wirklich? Gibts bei euch Junkfood oder eine Gemüse-Bowl zum Zmittag? Und treibt ihr ausreichend Sport? iMpuls, die Gesundheitsinitiative der Migros, ist diesen Fragen in einer landesweiten Studie nachgegangen: Hierfür hat das Forschungsinstitut Sotomo 4654 Schweizer*innen ab 18 Jahren zu ihrem Lebensstil befragt. Die Ergebnisse zeigen, in welchen Gesundheitsbereichen es noch Luft nach oben gibt und wie wir an der Umsetzung arbeiten.

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Sich am richtigen Ort ausgewogen ernähren

Etwas Schokolade hier, ein Burger dort – wir alle haben Gelüste, die gestillt werden müssen. Die Frage bleibt nur, wie oft wir ihnen nachgeben, denn in Massen ist alles erlaubt. Die Studien-Teilnehmenden stufen ihre Ernährungsweise generell als gut ein: 78 Prozent haben angegeben, dass sie am Tag zuvor Gemüse und Früchte gegessen haben. Verbesserungspotenzial gibt es allerdings in der Menge. Denn während wir uns bei Junkfood und Co. zügeln müssen, ist in Sachen Früchte und Gemüse mehr definitiv mehr: Expert*innen empfehlen drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Früchte pro Tag. Diese Menge konsumiert nicht mal die Hälfte aller Befragten. Dafür schlagen viele bei raffiniertem Zucker zu und fühlen sich schuldig. Darum verwundert es nicht, dass sich mehr als die Hälfte vorgenommen hat, die Tagesration künftig zu reduzieren – und zum Beispiel durch den natürlichen Zucker, der in Früchten erhalten ist, zu ersetzen? Ihr fragt euch jetzt sicher, was der Ort mit unserer Ernährung zu tun hat. Knapp die Hälfte aller Studien-Teilnehmenden hat angeben, die Hauptmahlzeiten nicht immer am Esstisch, sondern vor dem TV oder Computer zu sich zu nehmen. Indem wir uns beim Essen allerdings nicht auf die Nahrung, sondern auf einen Film fokussieren, konsumieren wir mehr als nötig. Das schlägt sich in unserer Kalorienbilanz nieder. 

In Bewegung sein

Während es beim Essen mit unseren Vorsätzen – zum Beispiel, weniger Zucker zu essen – noch etwas hapert, agieren Schweizer*innen in Sachen Sport fast schon vorbildlich: Etwa drei Viertel aller Befragten haben angegeben, sich mehr als drei Stunden pro Woche zu bewegen. Laut Expert*innen sind drei Stunden ideal. Allerdings sind es eher Frauen, die sich tendenziell weniger bewegen. Mögliche Gründe dafür sind die Mehrbelastung durch die Arbeit und Familie. Apropos Arbeit: Berufstätige bewegen sich grosso modo weniger, da ihnen nicht nur die nötige Zeit und Lust, sondern auch die Energie fehlt. Eigentlich schade, denn ist es doch gerade der Sport respektive jede Art von Bewegung, die unseren Kreislauf in Schwung bringt und den Stoffwechsel ankurbelt. Auf diese Weise fühlen wir uns nach einem Workout wieder energiegeladen. Indem wir im Alltag auf den Lift verzichten, möglichst viele Strecken zu Fuss gehen oder mit dem Velo fahren, bewegen wir uns automatisch mehr.  
 

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Eine regelmässige Fitness- oder Bewegungsroutine verspricht den grössten Erfolg.

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Immer mit der Ruhe

Obwohl wir Meisterinnen des Multitaskings sind und es sogar aus dem Effeff beherrschen, sind Frauen laut dieser Studie verhältnismässig gestresster. Ganze 36 Prozent haben angegeben, überlastet zu sein und unter Druck zu stehen. Auch sollen wir stärker an Symptomen wie Kopfschmerzen, Schlafschwierigkeiten, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme oder dem Verlust der Libido leiden. Memo an uns: Wir benötigen mehr Zeit für uns selbst, um entspannende Dinge zu tun. Ein spannendes Buch oder ein warmes Bad wirken Wunder.

Mehr Bettgeschichten

Ein Problem unserer Zeit: Schlafschwierigkeiten. Fast jede*r Zweite leidet gelegentlich unter Schlafproblemen – Tendenz steigend. Laut Expert*innen sind sieben Stunden Schlaf ideal. Traurig, aber wahr: Im Bett herrscht zudem auch Flaute. Herr und Frau Schweizer haben im Durchschnitt nur zweimal pro Monat Sex. Eine Sache, die wir im Gegensatz zu unserem Zuckerkonsum schnell ändern können. Statt regungslos im Bett aufs Einschlafen zu warten, können wir die Zeit auch besser nutzen. Beim Matratzensport verbrauchen wir nicht nur zusätzliche Kalorien, die Aktivität zahlt sich auch positiv auf unser Bewegungskonto aus. Denn genau wie beim Workout, hilft Sex beim Abbau von Stress. Win-win für alle Lebensbereiche.

Von Style am 22. April 2022 - 08:54 Uhr
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