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Wenn's drückt:

Darum schaden enge Klamotten unserer Gesundheit

Der Hosenbund schnürt ein und der Büstenhalter zwickt. Obwohl wir in (modischen) Zeiten wie diesen für unsere Schönheit nicht mehr leiden müssen, tragen auch wir häufiger als nötig Einengendes. 6 Gründe, warum uns das auf Dauer krank machen kann.

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Jetzt heisst’s stark sein: Leggings können Krampfadern und Magenprobleme verursachen.  

imago images/Westend61

Egal, ob formende Unterwäsche, Radlerhosen, Kleider mit Cut-outs oder Tube Tops – sich täglich in etwas arg Körperbetontes zu zwängen, ist nicht nur unbequem, sondern hat auch langfristige Konsequenzen für unser Wohlbefinden. Denn wofür wir uns liegend reinzwängen oder dabei sogar die Luft anhalten müssen, kann nicht gut sein. Zumindest nicht auf Dauer. Laut Expert*innen beeinträchtigen Kleidungsstücke, die nicht nur optisch für Schnappatmung sorgen, unsere Verdauung und führen zu Nervenproblemen. Wir verraten euch, was Hautenges sonst noch alles mit unserem Körper anrichten kann.

Magenprobleme

Hosen und Röcke, die einen körperbetonten Bund haben, engen uns beim Sitzen ein. Die Folge: Wir haben Magenprobleme. Neben dem unangenehmen Druck, den der Bund auf unsere Körpermitte ausübt, kann er auch unserer Verdauung schaden. Wie das geht? Er presst unsere Organe zusammen und drückt dabei die Magensäure in die Speiseröhre hinauf. Das führt zu einem sauren Reflux und Sodbrennen. Weil sich Darm und Magen nicht wie gewohnt frei bewegen können, während sie versuchen, sich zusammenzuziehen und dabei die Nahrung befördern, werden sie zusammengepresst. Dadurch sind sie nicht mehr fähig, den Verdauungsprozess zu unterstützen.

Rückenschmerzen

Kaum zu glauben, aber Röhrlijeans und enge Röcke können zu Verspannungen im Rücken sorgen. Warum das so ist? Wenn beim Sitzen unser Hosenbund oder Gürtel zwickt oder drückt, setzen wir uns automatisch gekrümmt hin. Das kann für Verspannungen im Rücken und Nacken sorgen.

Schlechte Atmung

Wer gerne enge Tops oder formende Unterwäsche trägt, schränkt die Atmung ein. Die Lungen bekommen dann nicht so viel Luft, wie sie eigentlich benötigen, und tiefes Einatmen ist nicht mehr möglich. Je weniger Luft in die Lungen gelangt, desto weniger Sauerstoff gelangt ins Blut und schliesslich ins Gehirn. Die Folge: Wir fühlen uns erschöpft.

Pilzinfektionen

Ja, ihr habt richtig gelesen. Vor allem der Intimbereich leidet unter Hautengem. Wenn wir beispielsweise eine Leggings tragen, erhöht sie unsere Körpertemperatur und sorgt dafür, dass wir in der Leistengegend besonders schwitzen – ein Festmahl für Bakterien. Synthetische Materialien begünstigen diesen Effekt, weil sie Feuchtigkeit nicht abtransportieren. Das sorgt für eine Staunässe und ein Klima, das Krankheitserreger lieben.

Hautreizungen

Unsere Haut muss atmen. Tragen wir jedoch Figurbetontes, reibt der Stoff nonstop darauf und kann sie reizen. Wer eine empfindliche Haut hat oder unter Ekzemen oder Schuppenflechten leidet, sollte deshalb besonders aufpassen. Sobald nämlich die empfindliche Hautbarriere gestört ist, wird sie anfälliger für bakterielle oder virale Infektionen. Dasselbe gilt für frisch rasierte Beine. Wer danach eine Leggings trägt, tut sich keinen Gefallen: Durch die Reibung können sich die Haarfollikel infizieren und allfällige Reizungen verstärken.

Schlechte Durchblutung

Ein ungehinderter Blutfluss ist für unsere Gesundheit unerlässlich. Eine zu enge Hose oder ein Büstenhalter können diesen Blutkreislauf behindern. Wenn ein Textil drückt, erschwert es den Rückfluss des Blutes zum Herzen, was Entzündungen und Krampfadern begünstigt. Wer lange und viel sitzt, übergewichtig ist, schon ein bestimmtes Alter erreicht oder Gesundheitsprobleme hat, läuft Gefahr, früher oder später an einer Venenthrombose oder einem Blutgerinnsel zu erkranken.

Sollen wir nun Hautenges aus unserem Kleiderschrank verbannen? Nein, so drastisch müssen wir nicht sein. Auch wenn das gelegentliche Tragen enger Kleidung keine dramatischen Folgen hat, sollten wir uns den möglichen Konsequenzen bewusst sein. Wichtig ist, dass wir Weites und Körperbetontes abwechselnd anziehen. Wer jetzt unsicher ist: Ein Indiz für zu Knappsitzendes sind sichtbare Druckstellen nach dem Tragen.
 

Von kiv am 16. September 2022 - 09:00 Uhr