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Gute Nacht! Oder etwa nicht?

Das passiert, wenn wir vorm Schlafen Wasser trinken

Abends haben wir alle unsere Routinen. Die meisten werden uns zustimmen, wenn wir behaupten, sie bestehe vermehrt aus: Pyjama an, Zähneputzen, kurz aufs WC. Wenn man da noch schnell ein Glas hinterherkippt – wie wirkt sich das auf unseren so kostbaren Schlaf aus?

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Glas Wasser

Das Glas Wasser vorm Zubettgehen – flüssiges Glück?

Getty Images/EyeEm

Wasser macht schön. Viel trinken sei das Geheimnis ewiger Jugend, hört man ja aus allen bewusst gelebten Ecken. Während man tagsüber reinlitert wie blöd, um möglichst frisch auszusehen und den Körper süffig zu hydrieren, müssen wir nachts eine Befeuchtungs-Pause einlegen. Wir schlafen schliesslich. Auch das macht (wenn richtig lang und tief) knitterfrei, sagt man. Da Vorbereitung alles ist, könnte man durchaus meinen, es wäre sinnvoll als magisches Betthupferl schnell ein, zwei Gläser Wasser zu trinken. Aber ist dem tatsächlich so? Nicht unbedingt.

Was für Wasser als Schlafbooster spricht

Gute Laune, bitte
Logisch, wer schläft, trinkt nichts. Der Körper trocknet während der Schlafphase zwangsläufig aus – was sich negativ auf die Stimmung auswirken kann. Was uns dann blüht, sind Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und/oder Heisshunger. Zudem schwitzen wir nachts zwischen einem halben und zwei Litern. Klingt komisch, ist aber so. Auch durch regelmässiges Trinken kann dieser Flüssigkeitsverlust nicht kompensiert werden. Wer vorm Schlafengehen noch ein oder zwei Gläser Wasser kippt, beugt der nächtlichen Dehydrierung aber durchaus vor und springt so am nächsten Morgen womöglich ein bisschen fitter aus den Federn.

Kater? Nein, danke
Einen über den Durst getrunken? Das passiert den Besten, ein bisschen Spass muss und darf sein. Da Alkohol dem Körper aber Flüssigkeit samt Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium oder Natrium entzieht, wachen wir oft mit einem zähen Hangover auf. Um den Kater zu zähmen, empfiehlt es sich, einen halben Liter stilles Wasser hinterherzuschütten, bevor man sich (lallend) bettet. Hot Tipp: eine Magnesium-Tablette darin auflösen. Wirkt Wunder.

Was gegen das Glas Wasser als des Sandmanns Zaubertrank spricht

Wenn die Blase platzt
Ihr habt es geahnt: Die Blase kann ihrem Ruf als kleine Unruhestifterin alle Ehre machen. Weil sie (Achtung, cute) womöglich überfordert ist. Sie meldet sich mit sanftem Druck und lässt uns so lange nicht mehr weiterträumen, bis wir uns aus dem Bett geschält und sie entleert haben. Die logische Konsequenz: Wer nicht entspannt die ganze Nacht durchdöst, dem fehlt es an erholsamem Schlaf.

Wisst ihr, was Nykturie ist...?
Nächtlicher Harndrang –  herrje, ein wahres Volksleiden. Je älter wir werden, umso öfter müssen nachts raus wie kleine Welpen. Die Blase also direkt vor dem Schlafengehen nochmal aufzuladen, kann diesen Harndrang verstärken und auf Dauer sogar zu Blasenschwäche führen. Nimmt der Gang aufs WC überhand, sollte man mal bei der Ärztin oder dem Arzt des Vertrauens vorbeischauen.

Also was jetzt? Wasser ja oder nein?

Wagt doch ein Experiment: Schaut, wie der Körper auf ein Wasser-Bettmümpfeli reagiert. Nervt die Pipi-Bettflucht zu sehr, bleibt besser trocken. Viel wichtiger: tagsüber genug trinken! Zwei bis drei Liter sollten da schon drinliegen. Der Organismus mag Wasser morgens auf leeren Magen eh viel lieber. Warum? Erfahrt ihr hier!

Von lei am 10. März 2022 - 16:00 Uhr