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  4. Symptome eines Östrogenmangels erkennen: Was machen Hormone (und deren Mangel) mit unserem Körper

Symptome erkennen

Östrogenmangel? Darauf sollte man achten

Hormone sind die Dirigent*innen unseres Lebens. Was aber, wenn sie aus dem Takt geraten? Ein Östrogenmangel zum Beispiel kann bei betroffenen Frauen weitreichende Folgen haben. Denn sie sind die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone.

Frau im Bett

Müdigkeit, Haarausfall – das alles passiert bei einem Östrogenmangel.

Ketut Subiyanto/Pexels

Allein dieses Wort. Hormone! Schnell zur Hand und aufgeladen mit Emotionen. Dem nervigen Chef wird zu viel Testosteron attestiert, die angespannte Freundin soll sich via Schokolade bitte das Glückshormon Serotonin reinziehen.

Geht es gar um Jugendliche in der Pubertät, liefern «die Hormone» oft eine Entschuldigung, allerdings nicht unbedingt eine Erklärung. Diese Botenstoffe haben also Gesprächswert, ihre Erforschung beschäftigt einen ganzen Wissenschaftszweig, und Geld verdienen lässt sich mit ihnen auch. Dazu reicht ein Blick allein auf die Milliardenumsätze mit der Anti-Baby-Pille. Das Thema ist aber komplex, so wie das Hormonsystem auch. Schliesslich gehören schätzungsweise mehr als 1000 verschiedene dazu, und nur etwa 30 davon sind die berühmten Sexualhormone. Darunter das Östrogen.

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Was ist Östrogen?

Östrogene sind weibliche Geschlechtshormone, die im Eierstock, der Plazenta und der Nebennierenrinde gebildet werden und viele verschiedene Funktionen im Körper regulieren. Wichtig ist: Es gibt nicht das eine Östrogen. Wenn von Östrogen die Rede ist, geht es immer um die Geschlechtshormone Östron, Östradiol und Östriol. Östradiol nimmt dabei die wichtigste Stellung ein und gilt als das Hauptöstrogen. Ein Mangel davon kann unterschiedliche Symptome hervorrufen.

Symptome von Östrogenmangel

  • Hitzewallungen: Können auch in Kombination mit Nachtschweiss auftreten (via Universität Zürich).
  • Schlafstörungen: Denn Östrogen sorgt für einen gesunden Schlafrhythmus. Guter Schlaf, vor allem Durchschlafen, fällt bei einem Östrogenmangel schwer, wie Studien zeigen.
  • Unruhezustände und Stimmungsschwankungen: Ein Mangel des weiblichen Sexualhormons kann Studien zufolge Anspannungszustände verstärken und eine depressive Stimmungslage bewirken.
  • Körperfettverteilung: Ein Mangel an Östrogen bedeutet auch immer ein Mehr an Testosteron. Das männliche Geschlechtshormon verändert die Körperfettverteilung, wie Studien zeigen. Fett lagert sich jetzt vermehrt in der Bauchregion und weniger an Taille und Hüfte ab.
  • Haarausfall: Denn Östrogen stimuliert die Haarwurzeln, wie Studien zeigen.

Achtung, wichtig! Die genannten Symptome treten bei einem Östrogenmangel nur in Kombination mit einer Amenorrhö (ausbleibende Regel) auf. Eine normale Regelblutung schliesst das aus.

Ursachen sind neben hormoneller Verhütung oder Wechseljahren (die können auch frühzeitig auftreten) auch sehr starkes Untergewicht und enormer Stress. Möglich ist dies beispielsweise bei Extremsportlerinnen mit sehr geringem Körpergewicht und sehr starker körperlicher Belastung. Dass beispielsweise Magersucht zu einer Unterproduktion des Hormons führt, ist in Studien belegt. Und auch starker seelischer Stress kann dazu führen, dass der Körper die Östrogenproduktion einstellt.

Von zin am 12. März 2022 - 11:09 Uhr
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