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Kekse bis zum Gehtnichtmehr

Wie Stress unser Essverhalten auf den Kopf stellt

Mentaler Druck oder ein voller Terminplan lässt die einen von uns zu Chips und Schokolade greifen, während die anderen kaum einen Bissen runterkriegen. Woher kommt dieses seltsame Essverhalten in stressigen Zeiten? Wir haben bei einer Expertin nachgefragt.

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In hektischen Zeiten schmecken Cookies gleich doppelt so gut!

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Ihr jagt von Meeting zu Meeting, habt mehrere Deadlines und solltet zwischen den gefühlt hundert Terminen irgendwann auch noch für ein gesundes Mittagessen Zeit finden? Es ist eine Challenge, keine Frage! Zum wiederholten Mal wird es dann halt ein schneller Lunch am Bürotisch, damit man nebenbei noch ein paar Mails beantworten kann. Nach Pause fühlt sich das aber nicht wirklich an. Und so ganz befriedigend ist ein runtergeschlungenes Mittagessen leider auch nicht. Das Problem: Stress funkt uns gerne in unser Essverhalten rein. Die Ernährungs-Psychologische-Beraterin, Nicole Heuberger, hat uns erklärt, wie genau.  

Heisshunger bei Stress 

Stehen wir unter Druck, schüttet unser Körper Stresshormone aus und wir kommen in eine Art Alarmbereitschaft, was den Körper mehr Energie kostet. Viele haben deshalb das Bedürfnis nach zuckerhaltigem Essen, das ihnen schnell Energie gibt. Ausserdem ist Stress immer auch mit Anspannung verbunden. Wir versuchen also logischerweise, in hektischen Zeiten wieder etwas Balance und Entspannung zu finden – und landen oft bei süssen oder laut knackenden Snacks (die beruhigen!), um herunterzufahren. Weil sich unsere Gedanken aber noch immer um den stressigen Terminkalender drehen und wir nicht aufmerksam essen, haben wir ständig das Bedürfnis nach mehr und fühlen uns nie richtig satt.  

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Appetitlosigkeit bei Stress 

Der anderen Hälfte der Menschen geht es bei Stress genau anders herum: Das Letzte, an was sie denken, ist Essen. Auch hierfür hat Nicole Heuberger eine nachvollziehbare Erklärung: Sind wir gestresst, geht unser Körper in Alarmbereitschaft, weil er das Gefühl hat, dass Gefahr droht. Weil die Flucht dann sozusagen oberste Priorität hat, drückt er bei sämtlichen anderen Vorgängen den Pause-Knopf. So überlagert der mentale Stress auch den Appetit und Essen wird nebensächlich.

Tipps, um trotz Stress richtig zu essen 

Auch wenn es schwierig ist, empfiehlt Nicole Heuberger, in stressigen Zeiten das Tempo zu drosseln. Es ist hilfreich, die Mahlzeiten im Voraus zu planen und sich nicht in letzter Sekunde zu überlegen, was man essen will. Sonst landet man immer wieder bei Fast Food oder ungesunden Snacks – ein Teufelskreis. Wer sich Zeit nimmt, eine richtige Pause einzulegen und dann langsam und achtsam mit allen Sinnen isst, fühlt sich länger gesättigt und kann mit neuer Energie (und vielleicht auch etwas Gelassenheit) ins nächste Meeting starten. 

Wie verändern sich eure Essgewohnheiten bei Stress? Erzählt es uns in den Kommentaren!

Von Jana Giger am 12.08.2020
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