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Pille abgesetzt, und jetzt?

«Ich habe meinen Körper zurückbekommen»

Stimmungsschwankungen und grosse Brüste waren für Redaktorin Carla Reinhard lange normal. Als sie sich entschied, die Antibabypille wegzulassen, sah plötzlich alles ganz anders aus.

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Starke Stimmungsschwankungen: Redaktorin Carla Reinhard glaubte, sie seien Teil ihres Charakters. Pauline Broccard

Schluss damit! Redaktorin Carla Reinhard hats ihren Kolleginnen gleichgetan und die Pille aus ihrem Leben gestrichen. Auch wenn sie nicht jede Veränderungen schätzt, die auf diesen Schritt folgten – sie bereut den Schritt nicht.

«Die Pille zu schlucken gehörte von 16 bis 21 zu meiner Abendroutine. Viel dabei überlegt habe ich mir anfangs nicht, wurde mir doch eine «schwache» Rezeptur verschrieben, weil ich keine Hautprobleme hatte. Und sowieso: Alle taten genau dasselbe, also kanns nicht so schlimm sein.

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Wieso ich die Pille schlussendlich abgesetzt habe, kann ich nicht mehr genau rekonstruieren. Ich glaube, es war eine Kombination aus dem Ende meiner ersten langen Beziehung und dem Wissen, dass ich endlich zu alt für eine Teenieschwangerschaft war. Für mich war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

Nach fünf Jahren konnte an und in mir endlich alles zum Normalzustand zurückkehren. Heisst: A- statt C-Körbchen und Ausgeglichenheit statt Stimmungsschwankungen. Was ich der Pubertät und meinem Charakter zugeschrieben hatte, stellte sich als Pillen-Nebenwirkungen heraus.

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Zugegeben, das Absetzen macht nicht alles besser. Seit ich nicht mehr hormonell verhüte, habe ich jeden Monat stärkere Schmerzen. Und, seien wir ehrlich, Kondome sind nicht gerade sexy. Trotzdem würde ich die Entscheidung nie mehr rückgängig machen. Schliesslich habe ich dadurch meinen Körper zurückbekommen.»

Von Carla Reinhard am 17. April 2019