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  4. Brooklyn Beckham datet Victoria-Double: Was ist der Ödipuskomplex

Brooklyn datet (schon wieder) Mini-Vicky

Beeinflussen unsere Eltern unsere Partnerwahl?

Bereits zum zweiten Mal steckt Beckham-Spross Brooklyn in einer Beziehung mit einer jungen Dame, die verdächtig seiner Mutter Victoria ähnelt. Zufall oder Wissenschaft?

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Brooklyn Beckham, 20, und seine Mama Victoria verstehen sich ganz ausgezeichnet. Zufall, dass seine neue Freundin als Vic-Double durchgehen könnte?

Getty Images for YouTube

Sei es die Optik oder wesentliche Facetten vom Charakter, haben wir nicht alle an unserem Partner schon mal Eigenschaft entdeckt, die irgendwie verdächtig denen von einem unserer Elternteile ähneln? Diese Erfahrung macht aktuell ganz sicher auch Beckham-Spross Brooklyn. Nachdem das Netz bereits seine Ex-Flamme Hana Cross mit Mama Victoria verglich, datet der 20-Jährige nun eine junge Dame, die seiner Mutter noch um einiges ähnlicher sieht. Gerüchten zufolge turtelt der nämlich gerade mit dem sieben Jahre älteren Model Phoebe Torrance. Und die ist der erfolgreichen Designerin tatsächlich wie aus dem Gesicht geschnitten.

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Wer nun völlig verwirrt ist: Victoria Beckham, 45, links, Brooklyns Neue Phoebe Torrance, 27, rechts. 

Instagram/victoriabeckham
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Der altbekannte Ödipuskomplex

Erstmals auf das Phänomen aufmerksam gemacht hat der deutsche Neurologe Sigmund Freund. Mit seiner berühmten Theorie des Ödipuskomplexes beschrieb er die Anziehungskraft von Müttern auf ihre Söhne. Gleiches fand der Wissenschaftler ein paar Jahre später unter dem Namen Elektrakomplex auch für Väter und ihre Töchter heraus. Nach heutigen Massstäben sind seine Theorien allerdings nicht ausreichend belegt und darum hinfällig.  

Neue Theorien

Das heisst aber nicht, dass an dem Phänomen an sich nichts dran ist. Heute gibt es neue, eindeutigere Erklärungen dafür, warum Brooklyn kleine Vicky-Doubles datet und wir in unseren Boyfriends oft den eigenen Papa wiedererkennen. So fand der schottische Attraktivitätsforscher David Perrett 2002 heraus, dass Männer und Frauen sich tatsächlich von Personen, die sie an die Mutter bzw. den Vater erinnern, angezogen fühlen. In seiner Untersuchung legte er Frauen verschiedene Fotos von Männern vor und andersherum. Darunter befand sich stets ein Foto des Probanden selbst, das mittels einer Morphing-Software in das jeweils andere Geschlecht verwandelt wurde. Und siehe da, die kreierte Fantasieperson fanden die Teilnehmer im Schnitt am attraktivsten.

Und auch eine andere Studie deutet auf ein ähnliches, unterbewusstes Verlangen hin. Chris Farley, Forscher an der University Illinois, untersuchte insgesamt 2200 Anfang bis Mitte Zwanzigjährige auf ihr Attraktivitätsempfinden. Vor Beginn des Experiments mussten sie zunächst angeben, wie alt ihre Eltern waren, als sie sie bekommen haben. Ähnlich wie in der von Perrett durchgeführten Studie, wurden den Probanden im Anschluss Fotos von mehreren Personen vorgelegt. Welche sie am attraktivsten fanden? Die Teilnehmer mit jungen Eltern fühlten sich vor allem von den jüngeren Personen auf den Fotos angezogen und andersherum – wieder ein Hinweis darauf, dass unsere Eltern irgendwie einen Einfluss auf unsere Partnerwahl haben.

Wir lieben Gewohnheit  

Ob wir uns nun wirklich unterbewusst von unseren Eltern angezogen fühlen (eww) oder einfach Gewohnheitstiere sind, die sich nunmal mit Altbekanntem am wohlsten fühlen, hat die Wissenschaft noch nicht genau belegen können. So oder so: Lass dich nicht ärgern, Brooklyn, dein Dating-Verhalten ist völlig normal.

Von Denise Kühn am 25.10.2019
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