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  4. Der Fluch der Schönheit: Warum attraktive Menschen häufiger Single sind

Zu hübsch für die Liebe?

Darum sind attraktive Menschen häufiger Single

Zu sehr auf die Karriere konzentriert, zu schüchtern, zu arrogant, zu sprunghaft – uns fallen tausend mögliche Gründe ein, warum es bei manchen Menschen mit der Liebe scheinbar einfach nicht klappen will. Aber zu attraktiv? Das können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen. Doch genau das könnte laut einer Studie ein Grund sein.

Jennifer Aniston

Jennifer Aniston zählt zu den schönsten Frauen Hollywoods. Trotzdem will es bei ihr mit der Liebe irgendwie nie so richtig klappen. Ist vielleicht ihr Aussehen der Grund?

Getty Images for Turner

Attraktive Frauen haben es im Leben einfacher. Sie lernen schneller neue Leute kennen, sie können alle Klamotten tragen, die sie wollen, sie sind mit sich selbst zufrieden und ihnen liegt die Männerwelt zu Füssen. Was will man mehr?

Doch Schönheit hat auch ihre Schattenseiten. Denn mit der Liebe harzt es offenbar bei attraktiven Menschen häufiger als bei «Normalos». Kaum vorstellbar, oder? Aber es ist tatsächlich so, wie eine Studie der Harvard Universität herausfand. Dieser zufolge haben Menschen, die aus Sicht der Gesellschaft überdurchschnittlich gut aussehen, nicht nur weniger Beziehungen, sondern auch deutlich kürzere Partnerschaften. Aber woran liegt das?

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Die Hemmschwelle ist höher

Der erste Grund scheint fast schon auf der Hand zu liegen: Attraktive Menschen verunsichern ihr Gegenüber. «Was will der schon von jemandem wie mir?» oder «die spielt doch niemals in meiner Liga» sind Gedanken, die einem automatisch durch den Kopf schiessen. Anstatt sich die Blösse zu geben, spricht man die Person also lieber gar nicht erst an.

Zudem geht man davon aus, dass diese scheinbar perfekten Menschen sowieso schon längst vergeben sind – denn wie gesagt, ihnen liegen ja ohnehin alle Männer, beziehungsweise Frauen, zu Füssen. Tja liebe Singles, da liegt ihr vermutlich falsch. Vielleicht solltet ihr beim nächsten Mal, wenn euch eure Traumpartnerin oder euer Traummann über den Weg läuft, etwas mutiger sein.

Die Angst, nicht mithalten zu können 

Das Problem ist allerdings nicht allein der Mut. Auch das eigene Ego spielt eine grosse Rolle. Einerseits will man keine Abfuhr bekommen und andererseits – sollte es dann doch klappen – fühlen sich viele Menschen nur sehr ungern unterlegen in einer Beziehung. Denn das macht auf Dauer sehr unglücklich. 

Vor allem Frauen sind laut einer Studie langfristig zufriedener, wenn ihr Partner nicht allzu attraktiv ist. Der Grund: Bei zu gut aussehenden Männern haben sie das Gefühl, sie müssten optisch mithalten können und stürzen sich zum Beispiel mit harten Workouts oder strengen Diäten ins eigene Unglück.

Zu viel und zu hohe Ansprüche

Doch nicht alles liegt am Gegenüber. Oftmals haben Menschen, die als besonders attraktiv gelten, sehr hohe Ansprüche bei der Partnerwahl. Denn wer die Qual der Wahl hat, der hat immer das Gefühl, es kommt noch jemand besseres um die Ecke. Jemand, der die eigenen Anforderungen noch ein bisschen besser erfüllt – optisch wie auch charakterlich. Das macht es schwierig, sich überhaupt auf jemanden einzulassen. Findet man dann das perfekte Gegenstück, so scheitert die Beziehung leider oft an der Eitelkeit der einen oder anderen Person.

Auch ohne Partner glücklich

Wie heisst es so schön: Wer sucht, der findet? Ob das bei der Partnerwahl wirklich so funktioniert, sei dahingestellt. Trotzdem ist es so, dass attraktive, selbstbewusste Menschen auch grundsätzlich weniger auf der Suche sind. Sie sind zwar nicht abgeneigt von einer Beziehung, brauchen sie aber zu ihrem eigenen Glück auch nicht unbedingt – oder zumindest nicht gerade jetzt. Sie sind mit sich selbst im Reinen, haben ein erfülltes Sozialleben mit vielen Freunden, Familie und Hobbies. Daher gehen sie auch nur selten auf Dates, denn der oder die Richtige wird schon noch kommen. 

Eine gute Einstellung, wie wir finden. Trotzdem ist es wichtig, dass man das perfekte Gegenstück dann nicht verpasst und man ihm auch genügend Zeit einräumt, wenn sich die Wege dann endlich kreuzen.

 

Von Deborah Bischof am 9. Dezember 2021 - 09:00 Uhr
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