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Schatz und ich

Wie steht es um die Liebe in der Schweiz?

Man kann darüber streiten, was eine glückliche Beziehung ist, und was Liebe bedeutet. Darum servieren wir euch hier ein paar unmissverständliche, statistische Liebesgeschichten und die mathematische Formel für ewige Liebe.

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Schatz und ich sind in einer Beziehung – wie 63% aller Schweizer*innen auch.

Instagram @brunabear

Die Situation ist wie folgt: In Rom-Coms finden die beiden Hauptfiguren in hundert Prozent der Fälle zueinander. In Disney-Filmen leben sie danach sogar «happily ever after» und nirgendwo wird sich so oft getrennt und das Herz herausgerissen wie in Popsongs. Aber wie sieht es in der Realität und in der Schweiz aus? Stellen wir die Themen Beziehung, Sex und Liebe mal auf eine solide Grundlage und gehen die Sache statistisch an: 

Süsser Single-Struggle im Film versus Sex- und Dating-Realität

… im Schnitt schläft ein Schweizer im Verlauf seines Lebens mit 7 Frauen. Frauen mit 6 Männern

… Frauen sind treuer. Angeblich. 24 Prozent von ihnen geben an, schon einmal ihren Partner betrogen zu haben. Während es bei den Männern 31 Prozent sind.

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Kurzer Exkurs zum Thema soziale Erwünschtheit: In puncto Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs, Anzahl der Sexualpartner und sexueller Zufriedenheit stehen Frauen Männern kaum nach. Männern fällt es aber angeblich ganz schwer, treu zu sein. Frauen auch. Die sind jedoch eher bereit, ihren Trieb zu verleugnen. Vielleicht, weil sie ihn gar nicht so genau kennen? Frauen sprechen tendenziell weniger über ihre sexuelle Lust. Darum: Head over zum Dosser Girl Talk. Exkurs Ende.

… Männer haben mit 18 ihr erstes Mal, Frauen mit 17 Jahren.

… das sind natürlich alles Durchschnittswerte. Es gibt auch Umfragen, gemäss derer jede zehnte 24-Jährige Person angibt, noch nie Sex gehabt zu haben.

… nach fünf Jahren Beziehung gibt es durchschnittlich den grösstes Knick in der Zufriedenheit betreffend der Sexualität.

… ebenfalls nach 5 Jahren verschiebt sich die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs. Statt zwei- bis dreimal in der Woche haben Paare eher zwei- bis viermal pro Monat Sex.

Und so weiter und so fort. Studien über Studien. Wir könnten ewig so weitermachen. Man weiss nämlich so einiges. Man weiss, dass es in jedem dritten Schweizer Haushalt einen Vibrator gibt, dass 51 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer glücklich sind mit ihrem Sexualleben, 9 Prozent sich langweilen und 8 Prozent fast nie Bock auf Sex haben.

Gerade junge Menschen bestehen mit grosser Mehrheit auf unbedingter Treue. Wobei die Beziehungen der Jüngeren meist nur einige Jahre halten. Günter Burkart beschreibt in «Soziologie der Paarbeziehung» einen Trend zur seriellen Monogamie. Beziehungen sind kurz und exklusiv. Werden mit dem Älterwerden immer länger. Bis die Durchschnittsschweizerin mit 30 Jahren, der Durchschnittsschweizer mit 32 Jahren, heiratet.

Happily Ever After versus Scheidungsrate

 

… ganz früher, 1866, heirateten 79 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Heute sind es nur noch 57 Prozent.

… es gibt zunehmend Ehen, in der die Frau gebildeter ist als der Mann: In rund 12 Prozent der Ehen ist das inzwischen der Fall.

2 von 5 Ehen werden geschieden. Die Scheidungen werden durchschnittlich nach 15 Jahren Ehe vollzogen.

… 1969 waren die meisten Männer bei ihrer Scheidung 30, die Frauen im Schnitt 26 Jahre alt.

… es wird sich immer später geschieden. Frauen wie auch Männer sind um die 50, wenn es passiert. 

Die Wahrscheinlichkeit des Glücks

… oft konnte man in den vergangenen Jahren lesen: Wer in einer Beziehung ist, lebt gesünder. Das ist Blödsinn. Gesundheitsfördernd ist eine Beziehung nur, wenn sie glücklich ist. Ansonsten kann sie gehörig auf den Magen, die Psyche und die Lebenserwartung schlagen.

… Glücksformel: Eine einzige Giftigkeit wiegt so schwer wie fünf schöne Momente. Das hat der Psychologe John Gottman herausgefunden. Empirisch gesprochen heisst das: Es braucht fünf positive Erlebnisse, um ein negatives Erlebnis zu neutralisieren, respektive zu vergessen – und dann kann man glücklich sein.

Von Rahel Zingg am 27.04.2020
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