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  4. Besser als sein Ruf: Dank Handy wird Mama nicht verrückt

Böses Smartphone?

5 gute Gründe, warum Eltern zum Handy greifen

Die meisten Eltern haben eins – schlechtes Gewissen inklusive: Die Rede ist vom Handy. Wir zeigen euch an fünf Beispielen, dass das kleine Gerät auch seine guten Seiten hat.

Handy Eltern Kind

Das Handy gehört zum Alltag, auch nach der Geburt eines Kindes (Symbolbild).

Getty Images
Edita Dizdar
Edita Dizdar

Journalistin und Mutter von zwei Kindern

Es gibt zahlreiche Studien und Untersuchungen die zeigen, dass Handys schlecht sind. Wegen der Strahlung, wegen des hellen Bildschirms, wegen der Ablenkung. Wir finden auch, dass Eltern nicht aufs Handy starren sollten, während sie Auto fahren oder der Knirps sich zum ersten Mal an das grosse Klettergerüst wagt. In diesen Momenten ist ein spannendes Buch ebenfalls wenig empfehlenswert.

Die meisten wissen, dass zu hoher Handykonsum schädlich ist. Trotzdem können viele die Finger nicht davon lassen. Und zack, ist das schlechte Gewissen da. Heute brechen wir die Lanze für das Smartphone und zeigen euch, dass es viel mehr ist als die Wurzel allen Übels.

1. Kontakt zur Aussenwelt

Elternsein ist oft einsam. Wir sind daheim mit den Kindern, wir kochen, putzen, waschen. Wir spielen zusammen und räumen die Spielsachen wieder auf. Diese gemeinsamen Momente können an einem Tag wunderbar sein, am nächsten sind sie nervenzehrend. Wenn man mal wieder gefühlt hundertfach «Nein!» gesagt hat und trotzdem keiner zuhört, tut es richtig gut, mit jemandem zu reden. Der Griff zum Handy kann aufbauend sein, wenn sich am anderen Ende der Leitung eine Freundin, die Schwester oder die Mama Zeit nimmt, zuzuhören.

mama telefoniert

Wenn daheim das Chaos ausbricht, hilft es, aufmunternde Worte zu hören – auch am Telefon.

2. Gemeinschaftsgefühl mit Fremden

Wer keine Lust auf gut gemeinte Tipps von Freunden und Familie hat, sich aber trotzdem verstanden fühlen möchte, wird bei Papa- oder Mamablogs fündig. Aus dem Alltag, frisch und ehrlich – so kommen viele der Beiträge im Internet daher. Zu sehen, dass man mit den Sorgen und Schwierigkeiten, die so ein Elternleben mit sich bringt, nicht alleine ist, gibt Kraft und neue Energie. Der Druck, in seiner Rolle als Erzieher vollkommen aufgehen zu müssen, fällt weg. Und dies schafft wieder mehr Platz für die kleinen Momente voller Freude.

papa am handy

Papa braucht manchmal eine Auszeit – am Handy. Wenn er entspannt ist, wirkt sich das auch aufs Kind positiv aus.

3. Hilfe für den Elternalltag

Es ist schon wieder Mittag, die Platten auf dem Herd sind noch kalt und der Blick in den Kühlschrank regt die Kreativität auch nicht an? Im Internet finden sich zahlreiche Foodblogs, die tolle Familienrezepte anbieten. Doch damit nicht genug. Auch Tipps für den Alltag mit Kindern und Bastelideen gibt es im Netz zuhauf. Während Geburtstage von Grossi und Grosspapi früher für Bauchschmerzen sorgten, kann man mit nur ein paar Klicks tolle Inspirationen für selbstgemachte Geschenke finden. 

Cute girl (4-5) sitting at wooden table and eating snacks

Snacks in Eiswürfelformen servieren? Auf diese tolle Idee wären wir ohne Internet nicht gekommen.

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4. Entspannung nur für mich

Natürlich, man könnte auch im nahe gelegenen Wald eine Runde joggen, eine Freundin auf einen Kaffee treffen oder zur Massage gehen. Das sind alles tolle Sachen, keine Frage. Aber manchmal will man einfach bequem auf dem Sofa liegen und abschalten. Das Handy eignet sich wunderbar dafür. Die Gedanken kreisen nicht mehr um die ungeputzte Küche, sondern beschäftigen sich für einmal mit allem, was uns abgesehen von Kindern sonst noch interessiert: Sport, Mode, Design, Kunst, Musik, Politik, Kultur, … Und wenn euer Kind in dieser Zeit einen Trickfilm guckt, dann ist das absolut in Ordnung.

mama entspannt auf dem sofa

Muss auch mal sein: Auf dem Sofa liegen und durch die Lieblingswebsites scrollen.

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5. Die Welt durch Kinderaugen sehen

Diesmal ist es nicht die Mama, die ins Handy starrt. Jetzt bekommen es die Kids in die Hand gedrückt. Eine halbe Stunde Fotos machen mit dem Telefon? Klar! Diese halbe Stunde kann man nutzen zum Duschen, Essen, Schlafen, Aufräumen, Kaffee trinken, Wäsche sortieren, … Und dann? Wenn die Zeit um ist, scrollt man gemeinsam durch die Bilder. Es ist spannend zu sehen, wie Kinder die Welt erleben – sei es zu Hause oder unterwegs.  

kinder machen selfie

Wenn Kinder Fotos machen, kommen dabei oft die besten Schnappschüsse raus.

Von Edita Dizdar am 23.10.2019