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  4. Kinder erziehen: Die besten Eltern-Tricks für den Alltag mit Kindern

Eltern teilen ihre Tricks

Damit es beim Haare waschen keine Tränen gibt

Waschtag-Plage? Trotzanfall? Kleiderstreit? Brokkoli-Streik? Wir sind ja keine Experten. Aber jede und jeder von uns Müttern und Vätern hat so seine Strategien. Die sollten wir teilen! In unserem Fragebogen verraten uns Eltern, wie sie entspannter und fröhlich durch den Alltag kommen.

Mädchen hat Spass beim Haare waschen

Damits beim Haare waschen lacht statt kracht: Lasst uns ein Spiel daraus machen!

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Christa Hürlimann
Christa Hürlimann

Journalistin und Mutter von zwei Kindern

Diese Rituale im Tagesablauf sind für uns wertvoll:
Am Abend vor dem Schlafen erzählen wir uns immer die schönsten und lustigsten Erlebnisse des Tages. Das finde ich auch eine gute Gelegenheit, dem Kind zu sagen, was es an diesem Tag toll gemacht hat. Und es danach mit einem wohligen Gefühl ins Träumeland zu verabschieden.

So vermeide ich den morgendlichen Streit um die Kleiderwahl:
Das Kind darf seine Kleider selber auswählen. So lange es den Temperaturen entspricht, geht es halt auch mal mit gestreiften Hosen, gestreiftem Pulli und gestreifter Jacke in den Chindsgi. Und dafür auch mit guter Laune.

Mit diesem Trick waschen wir Haare ohne Tränen:
Was haben wir alles ausprobiert! Taucherbrille, Handtuch um den Kopf wickeln, Gegenstand in die Höhe halten, damit das Kind nach oben schaut – nichts hat genützt: Jedes Mal, wenn wir Haare waschen mussten, schlossen wir alle Fenster, um die Nachbarn nicht mit dem Riesengeschrei zu erschrecken … Dann die rettende Idee: Wir spielen Coiffeursalon. Dafür legt sich Madame auf der Kochinsel auf den Rücken, ich halte ihren Kopf über dem Spülbecken. Macht nicht nur der Kleinen Spass!

So reagiere ich bei einem Trotzanfall eines meiner Kinder:
Auch wenn es mich noch so nervt, verkneife ich mir wann immer möglich eine gehässige Reaktion, weil dies bloss alles verschlimmert. Ich versuche, kurz inne zu halten und warte ab, bis das Kind den grössten Frust «herausgetäubelt» hat. Und dann nehme ich es, sobald es dies zulässt, in die Arme, und wir besprechen die Situation in Ruhe. So zieht das Gewitter am schnellsten vorüber, glaube ich.

Damit lässt sich ein schreiendes Baby beruhigen:
Ein Bad bewirkt oft Wunder, ich staune immer wieder.

mama mit sohn

Knuddeln, schmusen und umarmen macht Eltern und Kindern gute Laune.

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Ein gesundes Lieblingsgericht meiner Familie:
Polenta-Schiffchen mit Rüebli- und Gurkenstreifen-Segeln. Gebratene und in Streifen geschnittene Polenta kann schon ein Baby im Breikostalter gut in den Händchen halten. Und als Fast-Rheintaler lieben auch wir Grossen den «Ribelmais».

So können wir entspannt auswärts in einem Restaurant essen:
Wir nehmen immer etwas Malzeug und kleine Spielsachen mit, zum Beispiel Knete, ein Puzzle, ein Spiel. Und die Kinder dürfen bei der Wahl des Restaurants mitentscheiden.

Dieses Spiel macht der ganzen Familie Spass:
Momentan ist Dobble unser Favorit, bei der Kids-Variante können schon Drei- bis Vierjährige gut mitspielen, und den Erwachsenen macht das Reaktionsspiel genau so Spass. Es ist schnell erklärt und dank der handlichen Verpackung in einer Dose praktisch zum Mitnehmen.

Dieses Lieblingsbuch gehört in jeden Familienhaushalt:
Das Buch Der Grüffelo. Das Mäuschen mit seinem Schalk ist einfach wunderbar, ich liebe diese witzige Geschichte, und die Kinder natürlich genau so. Die Kleinen trippeln jeweils wie das Mäuschen durch die Wohnung – und ich muss nebenher stampfen wie der Grüffelo. 

Hier hole ich mir Rat und Inspiration:
Das Online-Magazin Geborgen Wachsen von Susanne Mierau finde ich wunderbar sowie die artgerecht-Bücher von Nicola Schmidt.

Ein einfacher Geheimtipp zum Schluss:
Dem Baby immer einen Gegenstand in die Hand geben, bevor ihr es in den ungeliebten Autositz oder Buggy setzt, dann ist es abgelenkt, und ihr könnt es in Ruhe anschnallen. Und allgemein: Viel knuddeln, drücken und umarmen – so oft und so lange es eure Kinder auch mögen.

Von Christa Hürlimann am 17.07.2019