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Pollenalarm

Die besten Tipps gegen Heuschnupfen

Bald ist wieder Hochsaison für Gräser. Sieben von zehn Pollenallergikern reagieren darauf: Die Nase ist verstopft, die Augen brennen und der Gaumen juckt. Und wir wissen, was am besten dagegen hilft!

Kind mit Heuschnupfen

Auf den Schnupfen folgt der Heuschnupfen. Mit unseren Tipps kann das Nastuch bald in der Tasche bleiben.

plainpicture/Stefanie Päffgen

1. Eine Immuntherapie kann vor Asthma schützen

In der Schweiz leiden etwa 1,2 Millionen Menschen unter Heuschnupfen. Bei Verdacht sollte man einen Allergietest machen lassen. Im Labor wird das Blut auf Antikörper (spezifisches IgE) gegen einzelne Allergene untersucht. Wenn man Heuschnupfen nicht richtig behandelt, droht im schlimmsten Fall eine Asthmaerkrankung. Wer die Allergieursache bekämpfen möchte, versucht es mit einer Immuntherapie - die auch schon bei Kindern ab fünf Jahren durchgeführt werden kann. Es gibt grundsätzlich drei Arten der Desensibilisierung, alle dauern über drei Jahre. Bei der ganz normalen jährlichen Therapie spritzt der Arzt dem Patienten einmal monatlich die nötigen Medikamente. Bei der präsaisonalen Variante werden vor der Pollensaison jeweils zehn Spritzen verabreicht. Bei der sublingualen Methode nimmt man während eines Jahres Tabletten ein. Diese Therapie hilft vor allem bei einer Gräserallergie.

2. Kleine Helfer wie Sonnenbrille und Nasenspray

Um die Symptome zu bekämpfen, gibts verschiedene Möglichkeiten: Die Sonnenbrille ist eine sehr einfache Massnahme. Dazu kommen verschiedene Medikamente. Zu den wichtigsten Wirkstoffgruppen gehören Antihistaminika und Kortikosteroide – beide gibts als Augentropfen, Nasensprays, Tabletten oder Tropfen. Antihistaminika blockieren die allergische Reaktion, indem sie dafür sorgen, dass Histamin-Rezeptoren im Körper besetzt sind und somit das Histamin seine Wirkung gar nicht entfalten kann. Kortikosteroide sind körpereigene Hormone. Als Medikament eingenommen, hemmen sie die Produktion von Entzündungsbotenstoffen in den Zellen. Auch Akupunktur und Phytotherapie (Pestwurz) können die Beschwerden

3. Digitale Helfer mit Info zu Pollenflug und -messungen

Ein Blick aufs Smartphone genügt, schon weiss man, wo und in welchen Mengen zurzeit Pollen fliegen. Die kostenlose App «Pollen-News» stellt regionale Pollenmessungen, aktuelle Wetterdaten und Prognosen zum Pollenflug zusammen. Wer zur Forschung beitragen möchte, nutzt die App «Ally Science». Das Projekt des Universitätsspitals Zürich möchte so Frühwarnsysteme und Therapien für Pollenallergiker verbessern.

4. Wissen schützt! Bildet euch weiter

Atemwegserkrankungen werden oft durch allergische Reaktionen hervorgerufen. Deshalb bieten das Allergiezentrum Schweiz aha! und kantonale Lungenligen verschiedene Seminare und Schulungen im Bereich Asthma an. In den Schulungen können Betroffene ab 15 Jahren ihr Wissen über Ursachen und mögliche Therapien erweitern. Informationen und Anmeldeformular unter: www.aha.ch/schulungen

 

5. Wissenswerte Tipps und Tricks für Zuhause

  • Lüften: Während der Pollensaison nur kurz stosslüften.
  • Schlafzimmer: Vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Getragene Kleider nicht im Schlafzimmer deponieren.
  • Sport: Antihistaminika rund eine Stunde vor sportlichen Aktivitäten einnehmen. Indooraktivitäten bevorzugen.
  • Wetter: Bei erhöhter Pollenkonzentration und bei schönem, windigem Wetter nicht lange draussen verweilen.
Von Lisa Merz am 21. Mai 2019