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Steffi Buchli übers Muttersein

«Die fiesesten Kommentare kommen von Frauen»

Sie nimmt kein Blatt vor den Mund: Steffi Buchli, Powerfrau und Programmchefin von My Sports, spricht in einem Interview über ihre Rolle als berufstätige Mutter. Erfrischend ehrlich spricht sie Themen an, über die oft geschwiegen wird.

Steffi Buchli

Geniesst sowohl ihre Rolle als Mama, als auch ihre Arbeit als Programmchefin des Senders My Sports: Steffi Buchli, hier in ihrem Zuhause in Zürich.

Geri Born

Egal ob man Kinder hat oder nicht – zu Elternsein, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Erziehungsfragen hat jeder eine Meinung. Dazu kommen kulturelle und traditionelle Vorstellungen darüber, was richtig oder falsch ist. Kein Wunder also, sind Mütter heute oft verunsichert.

Heftige Reaktionen auf beruflichen Wiedereinstieg

Ein ehrliches Gespräch übers Mutterwerden und -Sein führte Bloggerin («Any Working Mom») und Dreifachmama Andrea Jansen ein Interview mit Steffi Buchli. Die 39-jährige ist My-Sports-Programmchefin und Mama der dreijährigen Karlie. Nach dem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub kehrte sie wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Denn: Für sie war klar, dass sie auch mit Kind arbeiten will. Als sie dies in einem Interview sagte, waren die Reaktionen in den Kommentarspalten heftig. Was sie daran am meisten betrübt hat: «Die fiesesten Kommentare kamen von Frauen.»

Das Gefühl, nicht zu genügen

Buchli sagt, sie versuche zwar, mit gesellschaftlichen Idealvorstellungen vom Leben als Familie locker umzugehen. Dennoch kenne sie Momente, in denen sie ein schlechtes Gewissen habe, weil sie dem vorgelebten Schweizer Ideal nicht genüge. «Wahrscheinlich braucht es noch 20 Jahre, bis Frauen das Leben führen können wie wir, ohne dass sie das Gefühl haben, sich rechtfertigen zu müssen.»

«Mütter sind nicht die einzigen, die Kindern Liebe geben können»

Steffi Buchli

Für jüngere Frauen, die noch keine Kinder haben, hat sie einen Tipp: «Mut, viel viel Mut.» Für sich selber entscheiden, was das Richtige ist und – ganz wichtig – Aufgaben abgeben. «Wir sind nicht die einzigen, die Kindern Liebe geben können.»

Das ganze Gespräch zwischen den zwei berufstätigen Mamas findet ihr hier.

Von Edita Dizdar am 2. April 2019