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Eltern teilen ihre Tricks

Gemüse ins Essen schmuggeln - so klappts

Ordnung in der Wohnung erhalten und den Kindern ein Gemüsegericht auftischen, das ihnen schmeckt? In unserem Fragebogen verraten Eltern, wie sie entspannter und fröhlich durch den Alltag kommen. Heute kommen die Tipps von Seraina und Daniel Bischof, Eltern von Zwillingsbuben.

So schmuggelt ihr Gemüse ins Essen

Damits schmeckt UND gesund ist: Wir verraten euch, wie ihr Gemüse in jedes Essen schmuggeln könnt.

Getty Images/Westend61

Diese Rituale im Tagesablauf sind für uns wertvoll:
Morgens noch etwas kuscheln vor dem Aufstehen, gemeinsames Essen am Tisch, tagsüber zusammen spielen sowie unser «Abendprogramm»: Wir erzählen den Buben eine Gutenachtgeschichte, bringen sie ins Bett, wünschen ihnen eine gute Nacht und sagen ihnen, wie lieb wir sie haben.

So vermeiden wir den morgendlichen Streit um die Kleiderwahl:
Um Kleider streiten unsere Buben fast nie, aber wenn, dann geben wir ihnen eine Auswahl von zwei oder drei Outfits, aus denen sie dann aussuchen dürfen.

So reagieren wir bei einem Trotzanfall eines unserer Kinder:
Wir versuchen ruhig zu bleiben und das Kind abzulenken, damit es sich nicht weiter in die Situation hineinsteigert. Dann nehmen wir das Kind in den Arm und versuchen, das Problem zu besprechen, damit es sich verstanden fühlt, bleiben aber konsequent bei unserer Meinung, oder suchen höchstens nach einem Kompromiss. Nach dem Trotzanfall reden wir nochmals darüber und erklären dem Kind unseren Standpunkt.

Ein gesundes Lieblingsgericht unserer Familie:
Nudeln mit Gemüsesauce. Mama Seraina: «Da unsere Kinder Saucen lieben, kann ich ganz leicht Gemüse in unsere Mahlzeiten schmuggeln: Ich koche verschiedene Gemüsesorten und püriere sie, gebe etwas Butter und Gewürz dazu, manchmal noch Rahm oder Tomatenpüree – und fertig.»

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Ohne Mann und Kinder ausgehen und feiern! Das tut uns Müttern gut, findet Zwillings-Mama Seraina Bischof, die uns heute ihre Tipps und Tricks rund um Kinder und Erziehung verrät.

Getty Images/Westend61

So können wir entspannt in einem Restaurant essen:
Wir nehmen immer Malsachen, Bücher und Kartenspiele mit, die Kinder dürfen selbständig aussuchen, was sie essen möchten, und im Restaurant gibts immer noch ein Dessert.

Wenn wir in die Ferien fahren:
Dürfen unsere Kinder je einen kleinen Rucksack packen mit Sachen, die sie mitnehmen möchten.

So versuchen wir einen Streit zu schlichten:
Kinder müssen lernen zu streiten. Wir schreiten deshalb nur ein, wenn sie zuschlagen oder sich sonst fest weh tun. Auch böse Schimpfwörter akzeptieren wir nicht. Falls wir einschreiten, versuchen wir mit den Kindern gemeinsam eine Lösung zu finden. Nach jedem Streit sollen sich die Kinder beim Gegenüber entschuldigen für das, was sie falsch gemacht haben.

Dieses Lieblingsbuch sollten alle Familien kennen:
Allgemein Wimmelbücher (zum Beispiel «Die Jahreszeiten» von Rotraut Susanne Berner): Kinder entdecken gerne, erfinden Geschichten über Personen auf den Bildern, und man kann «Ich sehe was, was du nicht siehst» spielen.

Unser Tipp für mehr Ordnung im Familienhaushalt:
Den Kindern Platz zum spielen geben. Unsere Jungs haben ein Spielzimmer, das nicht immer aufgeräumt sein muss, im Schlafzimmer sollte jedoch abends wieder Ordnung sein. Zudem haben sie im Wintergarten eine grosse Fensterscheibe, die sie gestalten und bekleben dürfen und an der sie Sachen aufhängen dürfen, wie sie möchten – so bleiben die restlichen Fenster meistens sauber.

So wird jedes Kind müde:
Indem wir mit ihnen viel Zeit draussen in der Natur verbringen, allgemein viel spielen und die Fantasie der Kinder anregen.

Diese Auszeiten gönnt sich Mama Seraina, die mehrheitlich mit den Kindern zu Hause ist:
Nach dem Mittagessen etwa eine halbe Stunde «Mamazeit», dann spielen die Kinder selbständig etwas Ruhiges in ihrem Zimmer. Zudem gehe ich ab und zu aus oder besuche ein Konzert, und einmal pro Jahr unternehme ich einen Städtetrip übers Wochenende mit einer Freundin ohne Mann und Kinder.

Der beste Erziehungstipp, denn ich je bekommen habe:
Sich nicht mit Kindern und Haushalt unter Druck setzen lassen. Die Kinder werden sich später nicht erinnern, ob die Wohnung immer piekfein aufgeräumt war, sondern ob man Zeit für sie hatte.

Ein einfacher Geheimtipp zum Schluss:
Bei der Kindererziehung gibt es kein «Richtig» oder «Falsch» oder «man muss aber» oder «sollte doch», das Bauchgefühl der Eltern führt meistens zur besten Entscheidung.

Seraina (37) und Daniel (44) Bischof sind Eltern von Zwillingsbuben (5). Weitere Eltern-Tricks aus dem Alltag mit Kindern findet ihr hier.

Von Christa Hürlimann am 07.08.2019