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  4. Obligatorische Schulen sollen am 11. Mai wieder öffnen: Lockerung der Corona-Massnahmen

Lockerung der Corona-Massnahmen

Obligatorische Schulen sollen am 11. Mai öffnen

Am 11. Mai soll die Schliessung der obligatorischen Schulen als Massnahme zur Eindämmung des Coronavirus aufgehoben werden. Dies hat der Bundesrat an der heutigen Pressekonferenz bekannt gegeben.

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Der Unterricht soll schon bald wieder aufgenommen werden.

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Seit dem 13. März sind in der Schweiz jegliche Präsenzveranstaltungen an Kindergärten, Schulen, Hoch- und Berufsschulen untersagt. Betreuungsangebote gibt es lediglich für Grundschüler, da man verhindern will, dass Grosseltern sich um die Kinderbetreuung kümmern müssen.

Heute Donnerstag nun hat der Bundesrat an einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass die obligatorischen Bildungsstätten den Unterricht ab dem 11. Mai wieder aufnehmen sollen. Allerdings will die Regierung am 29. April hierzu einen definitiven Entscheid fällen. 

Die Lockerung der Massnahmen gilt jedoch nicht für Mittel-, Berufs- und Hochschulen, welche voraussichtlich erst am 8. Juni öffnen sollen. 

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«Kinder sind nicht gefährdet»

Diese Lockerung wirft allerdings Fragen auf. Besonders bei kleinen Kindern sei es utopisch zu erwarten, dass diese Distanzregeln und Hygienemassnahmen einhalten, merkt ein Journalist an. Weil Kinder nicht gefährdet und keine Überträger der Covid-19-Krankheit seien, könne man sie wieder in die Schule schicken, sagen sowohl Gesundheitsminister Alain Berset als auch Daniel Koch, Leiter übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit BAG.

Doch was heisst das bezüglich des Kontakts zwischen Enkeln und Grosseltern? Weil man Risikogruppen weiterhin schützen müsse, empfehle der Bundesrat, dass Grosseltern nach wie vor aufs Hüten ihrer Enkel verzichten, sagt Berset. 

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Wiedervereint mit den Schulfreunden: Ab Mai soll dies wieder möglich sein.

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Lehrlinge können Abschluss machen

Gute News gibts für die 75'000 Lehrlinge, die im Sommer einen Abschluss machen sollen. «Wir wollen ihnen eine Perspektive geben, die über die Coronakrise hinausgeht», sagt Bundesrat Guy Parmelin.

Es werde allerdings keine schulischen Abschlussprüfungen geben. Stattdessen sollen die Erfahrungsnoten für die Diplome zählen. Praktische Prüfungen sollen, soweit möglich, stattfinden. Wenn diese nicht durchführbar seien, müssten die Ausbildungsbetriebe den Lehrlingen eine Note geben. 

Von Edita Dizdar am 16.04.2020
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