1. Home
  2. Family
  3. Alltag
  4. Aufräumen kann Spass machen: Ordnung im Kinderzimmer geht ganz einfach

Aufräumen kann Spass machen

Ordnung im Kinderzimmer geht ganz einfach

Macht ihr auch manchmal ein Foto des Kinderzimmers, wenn es frisch aufgeräumt ist? Einfach, weil euch in fünf Sekunden niemand mehr glauben würde, dass es mal so ordentlich ausgesehen hat. Dann seid ihr hier richtig. Versuchen wir, Ordnung zu machen. Mit ein paar ganz einfachen Tricks.

Unordentliches Kinderzimmer
Und übrigens: Manchmal kann man die Unordnung auch einfach Unordnung sein lassen. Weil Schmusen grad die grössere Priorität hat. Sylvie Kempa

Sind bei euch auch schon mal Lego-Bausteine unter dem Heizkörper vergammelt? Nie wieder, versprochen! Wir haben für euch Ideen gesammelt, wie das Aufräumen Spass macht und auch von kleinen Kindern gut bewältigt werden kann. Am besten mit eurer Hilfe natürlich. Denn bereits Einstein soll gesagt haben: «Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild zu sein, wenn es nicht anders geht, ein abschreckendes.» Es geht anders. Und zwar mit diesen kleinen Tricks:

  • Etabliert ein Aufräumlied. Immer dieselbe Musik, so kann das Kind abschätzen, wie lange das Aufräumen dauert. Schaffen wir es heute in zwei Songs, oder sogar in einem? Das spornt an!
Kind tanzt beim Aufraeumen
Mal ehrlich, das macht sogar den Eltern Spass: der Aufräumtanz. Eine nicht zu unterschätzende Massnahme wenn es um die Ordnung im Kinderzimmer geht. www.plainpicture.com
  • Welche Spielsachen kommen wo hin? Wenn alles kreuz und quer am Boden liegt, fällt es kleinen Kindern schwer, sich einen Überblick zu verschaffen. Es hilft, wenn Spielsachen sowie deren Bestimmungsort mit einem Farbpunkt markiert sind. So lassen sich die Arbeitsschritte auch leicht anleiten: Jetzt alles mit dem roten Punkt in die rote Kiste. Dann alles mit grünem Punkt in die grüne Schublade. So fühlt sich das Aufräumen fast selbst wie ein Spiel an.
     
  • Installiert eine Schatzkiste. Hier darfs unordentlich bleiben! Denn die Schatzkiste ist eigentlich eine Rumpelkiste. Sie beherbergt alles, was (noch) keinen festen Platz hat im Kinderzimmer. Ein Sammelsurium von Wertvollem. Was wertvoll ist, bestimmt dabei allein das Kind. Wenn es einen Joghurtdeckel dazu zählt, gönnen wir ihm doch die Freude.
     
  • Weniger ist mehr: Oft haben Kinder zwei, drei Lieblingssachen, die sie über längere Zeit bespielen. Deren Anschaffung macht absolut Sinn. Alles andere kann temporär einziehen. Dafür gibts ja Ludotheken. Oder man veranstaltet einen Spielzeugtausch mit anderen Familien. Leihen ist sowieso das neue Kaufen.
     
  • Nur nicht zu clean: Kinder hängen oft sehr an ihren Bauten und Installationen. Ein mehrstöckiges Duplohaus, auf das euer Töchterchen total stolz ist, darf auch mal ein paar Tage stehen bleiben.
Lego bauen
Ein Kind, das viel Liebe und Arbeit in ein Spielprojekt gesteckt hat, freut sich, wenn dieses ein paar Tage stehen bleiben darf. www.plainpicture.com
  • Regelmässigkeit: Wer täglich einmal aufräumt, kommt gar nie in eine Situation, die nicht mehr zu bewältigen ist. Wer es sogar mehrmals täglich tut, merkt gar nicht, dass er zwischendurch immer wieder für Ordnung sorgt. Wie wärs mit einer Pinnwand, an die das Kind kleine Bildchen aller Spielsachen heften kann, die es hervorholt. Als Regel setzt ihr fest, dass maximal drei Spielsachen gleichzeitig angepinnt sein dürfen. Will das Kind ein viertes Spielzeug hervorholen, kann es sich an der Pinnwand einen Überblick verschaffen, welches der anderen drei es zuerst wegräumen möchte.

Am meisten Spass machen diese Tipps, wenn im Kinderzimmer eine Grundordnung herrscht, alles seinen Stauraum hat und Überflüssiges entsorgt wird. Wie man im Kinderzimmer effizient ausmistet und welche Spielsachen unsere Kinder wirklich nicht brauchen, hat Family-Redaktorin Edita Dizdar für hier euch zusammengefasst.

Von Sylvie Kempa am 22. April 2019