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Fünf Tipps von Margrit Stamm

So werden Mädchen erfolgreiche Frauen

Die Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm kritisiert: «Heutige Mädchen sind viel zu brav.» Zum Weltfrauentag präsentieren wir euch fünf Ideen, wie ihr euren Töchtern zu mehr Durchschlagskraft verhelfen könnt.

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Selbstbewusst und schlagfertig sollen Mädchen sein, damit sie sich später im Berufsleben durchzusetzen wissen.

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  • Mehr Dreck
    Kinder werden nach wie vor geschlechtstypisch erzogen, Mädchen sollen hübsch und lieb sein. Manche Mütter schicken ihre Töchter im Tutu in den Kindergarten und sagen ihnen, sie sollen darauf achten, das Kleidli nicht dreckig zu machen. So kann man natürlich nicht sändelen und auf Bäume klettern.
     
  • Mehr Buben
    Im Alter zwischen drei und sechs, sieben Jahren entwickeln Kinder das Bewusstsein für ihr Geschlecht. Sie schauen genau, wie sich die anderen benehmen, und übernehmen das, was ihnen gefällt. Gerade während der Kindergartenzeit können Eltern noch stark beeinflussen, mit wem die Tochter spielt. Mädchen tut es gut, sich in durchmischten Gruppen behaupten zu können. Auch die Lehrpersonen können das unterstützen, indem sie den Kindergarten nicht geschlechtstypisch strukturieren.
     
  • Mehr Teamsport
    Ist Ballett wirklich der Wunsch der Tochter? Oder ist es vielleicht doch eher die Mutter, die es aus ihrer Kindheit kennt und sich von ihrer Tochter eine ebenso grazile Haltung erwünscht? Auf dem Fussballplatz, im Handballtraining oder in der Pfadi haben Mädchen viel mehr Möglichkeiten zu trainieren, sich durchzusetzen.
     
  • Mehr Vorbild
    Mütter sollen ihren Töchtern die Freude am Job vorleben. Und in der Familie auch mal das Auto lenken, die Rechnung im Restaurant bezahlen, das Velo pumpen. Väter sollen nicht nur den Sohn, sondern auch die Tochter zum «Chlüttere» mit in die Werkstatt nehmen. Und die Tochter genau so wild durch die Luft wirbeln wie den Sohn.
     
  • Mehr Krach
    Wenn die Tochter aufmüpfig ist, «umemuulet», dies nicht als schlecht abtun, sondern die Herausforderung annehmen und mit ihr diskutieren. Anstrengender, als wenn sie lieb und brav ist – aber eben: Es gibt ihr das Rüstzeug, unabhängig und stark zu werden. Das ganze Interview mit Margrit Stamm lest ihr hier.
Von Christa Hürlimann am 08.03.2020
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