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Sieben Tipps für Papas im Wochenbett

Väter, ihr seid mehr als Beigemüse

Ein US-Amerikaner ging mit seinen Tipps an neue Väter viral. Warum? Weils doch eigentlich bubieinfach sein könnte.

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Es bietet Extrazeit zum Kuscheln und macht sogar Spass: Ein Vater wickelt sein Baby.

Getty Images/Tetra images RF

Kinderkriegen ist Frauensache. Im biologischen Sinn ist das ein unabänderlicher Fakt des Lebens. Und trotzdem sind die werdenden Väter irgendwie mit-schwanger (der Ausdruck «co-schwanger» kommt ja nicht von ungefähr). Jetzt ging ein US-Vater viral. Seine Leistung? Nun, der inzwischen 29-jährige dreifache Vater hat einen Brief an sein jüngeres Ich verfasst. Mit Hinweisen, was er dank mehr Erfahrung bei Kind eins besser hätte machen können. Voilà – die Tipps von Ted Gonder an neue und werdende Väter. Und als Supplement: Das Best-of unserer Redaktions-Mütter.

1. Tragt das Kind 
Schwanger sein ist anstrengend. Und auch die Phase nach der Geburt birgt ihre Herausforderungen. Egal ob Kaiserschnitt oder vaginale Geburt – irgendwo tuts weh. Hier greift Tipp 1: Wenn ihr als Familie unterwegs seid und auf Baby-Carrier statt Kinderwagen setzt – Väter, übernehmt. Das entspannt die Mütterschulter, ihr kriegt extra Kuschelzeit mit eurem Baby und nach neun Monaten Zusatzbauch tuts der Frau einfach mal gut, wenn sie so ganz ohne «vorne ist noch was» herum spazieren kann.  

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2. Der Kaffee am Morgen 
Es ist eine winzig kleine Geste, aber eine, die Welten versetzt. Die Nächte sind oft schlimm. Eine Nacht durchschlafen ist Luxus. Während des Mutterschaftsurlaubs übernehmen meistens die Frauen die Nachtdienste. Das Aufwachen am Morgen? Nun, sich gerädert fühlen, ist oft nur die Vorstufe. Ein Lichtblick ist da der Kaffee (oder Tee...), der schon auf dem Nachttisch steht. Frisch zubereitet vom natürlich auch nicht restlos erholten (ist ja nicht so, das Männer das Geschrei in der Nacht nicht mitbekommen) Partner. Selbst wenn wir wieder einschlafen und der Kaffee kalt wird – wir schätzen das! 

3. Wechselt Windeln 
Es wirkt so selbstverständlich wie Atmen. Auch Väter können Windeln wechseln. Viele tun es sowieso. Andere sind noch etwas zurückhaltend. Es ist so einfach! Und ihr liebe Mütter – lasst sie machen. Nicht immer reinquatschen, ja?

4. Hormone sind real 
Wir können nichts dafür. Sobald wir schwanger sind, kommen die Hormone. Manchmal machen sie uns wütend (bis gemein), manchmal müde, manchmal traurig – manchmal wechseln die Stimmungen im Halbstundentakt. Es ist nicht so, dass wir euch ärgern wollen. Wir findens ja auch nervig. Und deshalb sagen wirs in den Worten des US-Viral-Vaters: «Irgendwann normalisiert sich die Gefühlslage. Dann wollt ihr, dass eure Partnerin dankbar dafür ist, dass ihr euch zusammen gerissen habt, als sie es nicht konnte.» 

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Schlafen lassen – ein grösseres Geschenk kann man einer Mutter im Wochenbett fast nicht machen.

Getty Images

5. Essen. Essen. Essen.  
Ein Mutterschaftsurlaub oder ein stay-at-home-Leben kann manchmal etwas einsam sein. Führt eure Familie zum Mittagessen aus, bringt Take-away-Essen nach Hause am Abend. Es gibt fast nichts Schöneres als nach einem anstrengenden Kinderbetreuungs-Tag einfach nichts machen zu müssen.  

6. Seid nett zu uns 
Eine Schwangerschaft geht nicht spurlos an uns vorbei. Und nicht allen Frauen fällt es leicht, ihren Körper nach der Geburt zu akzeptieren. Da tut es gut, wenn ihr zwischendurch eine Liebheit fallen lässt. Dass wir in den meisten Fällen nicht mehr in unsere pre-schwanger Lieblingsklamotten passen, wissen wir selbst. Bestenfalls machen wir uns keinen Stress damit. Schliesslich haben wir gerade ein Kind «ausgebrütet». Den postnatalen Schwabbelbauch loszuwerden, ist nicht unbedingt unsere erste Priorität.  

7. Übernehmt auch mal die Nachtschicht 
Natürlich könnt ihr nicht stillen. Aber manchmal wird die Milch abgepumpt oder das Kind bekommt sowieso Fläschli-Milch – das ist euer Moment. Selbst wenn wir in der Nacht immer auch aufwachen, wenn das Kind schreit: Es ist unglaublich und wahnsinnig toll, wenn wir wissen, dass wir nicht aufstehen müssen. Hier der Extratipp für den Familienfrieden: Macht am Abend ab, wer Dienst hat. Dann ist klar, wer ran muss. Diese übermüdeten Streite mitten in der Nacht sind nie zielführend. Und einer von euch wird sich immer etwas länger schlafend stellen können wie der andere.

Von Bettina Bendiner am 30.10.2019
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