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Uni Zürich sucht schwangere Frauen für Studie

Was tun, wenn das Baby nicht glücklich macht?

Vielen Frauen bereitet ein Baby intensivste Glücksgefühle – manche leiden aber auch an depressiven Verstimmungen. Warum das so ist, wollen Forscherinnen der Universität Zürich mit einer umfangreichen Studie herausfinden. Dafür suchen sie 288 Schwangere. Macht ihr mit?

Gestresste und müde Mutter mit Baby

Nicht alle Mütter macht ihr Neugeborenes glücklich. Warum das so ist, wollen Forscherinnen der Uni Zürich mit einer Studie herausfinden.

Getty Images/Tetra images RF

Von den sogenannten Heultagen, die bis zu 80 Prozent der Frauen nach einer Geburt erleben, über Erschöpfung und Antriebslosigkeit bis zu ablehnenden Gefühlen gegenüber ihrem Kind: Viele Frauen erleben in der Schwangerschaft und rund um die Geburt depressive Symptome. Und weil das ganze Thema hoch stigmatisiert ist, haben sie massive Schuldgefühle, weil sie doch glücklich sein sollten.

«Das klinische Ausmass einer solchen Depression kann relativ schwer sein», sagt Alexandra Johann, Doktorandin am Psychologischen Institut der Universität Zürich. «Zumal nicht nur die Frau selber, sondern ein ganzes Familiensystem davon betroffen ist: die Entwicklung des Kindes auf allen Ebenen, die Paarbeziehung, die Grosseltern und andere Bezugspersonen, die einspringen müssen, sowie die berufliche Situation der Frau.»

Studie will alle Faktoren berücksichtigen

Weshalb gewisse Frauen rund um Schwangerschaft und Geburt depressive Symptome entwickeln, während andere psychisch gesund bleiben, will an der Universität Zürich ein Team um Prof. Dr. rer. nat. Ulrike Ehlert sowie Doktorandin Alexandra Johann und Jelena Dukic mit einer Studie herausfinden. Ziel ist es, die Diagnose, Prävention und Behandlung zu verbessern.

Speziell an der Studie ist der grosse Umfang: Neben den hormonellen Faktoren werden auch zahlreiche psychologische Faktoren, wie beispielsweise Persönlichkeit und Partnerschaftsqualität, sowie physiologische Faktoren berücksichtigt. Dafür wollen die Forscherinnen bis Ende nächsten Jahres 288 Schwangere untersuchen. «Ein sportliches Ziel», sagt Alexandra Johann. Vielleicht wollt ihr gerne dazu beitragen, dass zukünftig dank den Erkenntnissen aus der Studie betroffene Frauen viel schneller und besser Hilfe bekommen? Dann überlegt euch doch, bei der Studie mitzumachen! 

Bedingungen für die Teilnahme an der Studie

  • Ihr befindet euch im dritten Schwangerschaftsdrittel
  • Ihr seid nur mit einem Kind schwanger (keine Mehrlingsschwangerschaft)
  • Ihr wurdet auf natürliche Art schwanger
  • Ihr seid medizinisch gesund
  • Ihr seid psychisch gesund oder weist in der Vergangenheit oder aktuell depressive Symptome auf
  • Ihr seid zwischen 20 und 45 Jahre alt
  • Ihr habt ein normales Körpergewicht
  • Ihr habt keine gynäkologischen Vorerkrankungen (z.B. polyzystische Ovarien, Endometriose, Brustkrebs)
  • Ihr habt ausreichende Deutschkenntnisse

Teilnehmerinnen erhalten ein Geschenkpaket

Genauere Infos zum Aufwand erhalten Interessierte auf der Homepage des Psychologischen Instituts der Universität Zürich. Dort könnt ihr euch auch anmelden für die Studie. Und ihr erfahrt, was das Geschenkpaket enthält, das alle Teilnehmerinnen der Studie bekommen: zum Beispiel einen Gutschein für eine medizinische Massage und diverse Mutter-Kind Produkte.

Von Christa Hürlimann am 9. Oktober 2019