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  4. Mein Kind ist kein Baby mehr: 7 «befreiende» Momente in der Erziehung

Chrissy Teigens Sohn ist kein Baby mehr

Zieht euch warm an, jetzt kommt das Kleinkind!

Eben lagen sie noch glucksend auf dem Rücken und nun laufen sie schon? In den ersten Monaten und Jahren machen Kinder grosse Schritte in Richtung Selbstständigkeit. Das Baby, das da mal war, gibts nicht mehr. Diese Erfahrung macht aktuell auch Model Chrissy Teigen.

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Willkommen in der Welt der eklig-klebrigen Kleinkindhände.

Getty Images

Babys kommen auf die Welt, sind herzig, klein und unbeholfen. Wir sind entzückt, wenn sie unkontrolliert herumzabbeln, quietschen und lustige Gesichter machen. Und nur einen Augenblick später verabschieden wir sie mit Pipi in den Augen in die Schule. Sie werden so schnell gross!

Zugegeben, das ist ein bisschen übertrieben. Aber das Gefühl, dass aus Babys Kleinkinder werden, kennen alle Eltern. Aktuell erlebt es Chrissy Teigen, 33, mit ihrem Sohn Miles, 1.

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«Wenn ich eine Woche festlegen müsste, in der Miles vom Baby zum Kleinkind geworden ist, dann wäre es diese. Es fühlt sich so anders an!», schreibt die Ehefrau von Musiker John Legend, 40, zum Instagram-Video, das den kleinen Bruder von Luna, 3, beim Essen zeigt.

So ein Kinderleben hält manchen Meilenstein bereit. Wir haben euch sieben davon zusammengetragen und schwanken zwischen «Wie süss ist das denn?» und «Kann ich mir das nochmals überlegen?».

1. Es dreht sich

Wenn sie noch ganz klein sind, kann man Babys einfach irgendwo hinlegen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass sie vom Bett, Sofa oder Wickeltisch fallen. Haben sie erst mal entdeckt, wie das mit dem Drehen auf Bauch und Rücken geht, ist es vorbei mit der Entspannung. Vorsichtshalber kommt die Kuscheldecke auf den Boden, doch auch dieses Level birgt Potential für blaue Flecken. Tischbeine, Möbel und Wände sind härter als so ein zartes Köpflein. Tipp: Keine Panik, wenn Tränen fliessen. Es werden noch viele folgen.

2. Es isst

Egal ob das Kind gestillt wird, oder das Fläschchen bekommt – der Schritt zur festen Nahrung ist bahnbrechend. Berufstätige Mütter können aufs Abpumpen am Arbeitsplatz verzichten und öfter mal ein Gläschen Wein, ein Bier oder gleich einen Gin Tonic geniessen. Tönt wunderbar – bis es ans Putzen des Küchenbodens nach Frühstück, Mittag- und Abendessen geht. So viel Zeit wie jetzt verbringen wir wohl nie mehr auf den Knien. Tipp: Lasst die Reste auf dem Boden erst antrocknen, bevor ihr mit dem Besen dahintergeht. So schmierts nicht.

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Ein grosser Schritt für alle: Das Kind wird mobil.

Getty Images

3. Es läuft

Zugegeben, das Krabbeln ist auch ein Meilenstein. Aber wenn das Kind anfängt zu laufen, gibt es kein Halten mehr. Die ersten Schritte werden auf Video festgehalten und aufgrund des Jöh-Faktors immer wieder aus der Erinnerungsecke hervorgezogen. Die weniger schöne Seite: Das elterliche Gehirn braucht ein Momentchen, um sich daran zu gewöhnen, dass überall ganz neue Gefahren lauern. Allen voran sind es die Tischkanten, die der Teufel höchstpersönlich erschaffen hat. Dicht dahinter teilen sich Herdplatten, befahrene Strassen und Abhänge die Plätze auf der Rangliste mit Herzinfarktpotential. Tipp: Lauf, Mutter, lauf!

4. Es schläft auswärts

Der Gedanke, vom Kind getrennt zu sein, kommt einem Dolchstoss ins Herz nahe. Irgendwann kommt aber der Moment, wenn der Gedanke an eine durchgeschlafene Nacht gewinnt! Sollen doch die Grosseltern mit dem Leichtschläfer dealen! Gesagt, getan. In die Tasche für die erste Übernachtung bei Grosi kommen tubbelisichere Listen mit Anleitungen für jede Eventualität, eine Lebensration Medikamente (man weiss ja nie) und ein Vorrat an Kleidung, der auch in drei Wochen noch nicht aufgebraucht wäre. Und ehe man sich versieht, winkt man einem Auto hinterher, in dem Eltern oder Schwiegereltern mit dem kleinen Sonnenschein davonfahren. Wer jetzt nicht losheult, ist ein harter Hund! Tipp: Nach drei Minuten müsst ihr noch nicht nachfragen, ob alles in Ordnung ist. Auch nicht nach vier.

5. Es spricht

Was als herziges Gebrabbel anfängt, wird mit der Zeit immer mehr zu verständlichen Wörtern und Sätzen. Welche Erleichterung, nicht mehr ein aus Frust schreiendes Kind vor sich zu haben, das sich nicht mitteilen kann. Wenn der Nachwuchs des Wortes aber erst mal mächtig ist, ist die Büchse der Pandorra geöffnet. Peinlich, peinlich, wenn klein Ben im Supermarkt lautstark auf die Blähungen der Mutter hinweist, der Kindergärtnerin vom Streit der Eltern erzählt oder im voll besetzten Restaurant losheult mit den Worten: «IMMER musst du Bier trinken!» Oh Mann, das Schweigen war so schön. Tipp: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

6. Es zieht sich an

Wer glaubt, eine geduldige Person zu sein, möge sich bitte unter Zeitdruck mit einem Kind, das beschliesst, sich fortan selbst anzuziehen, im gleichen Raum aufhalten. Noch nie sind so viele graue Haare in so kurzer Zeit gespriesst. Drängeln, antreiben und schimpfen hilft nichts, denn der kleine Mensch gibt ja schon sein Bestes. Er ist einfach wahnsinnig langsam. 45 Minuten später, wenn der linke Schuh endlich angezogen ist und selbst Herr und Frau Zen kurz vor davor sind, die Schraube zu machen, drückt bestimmt noch ein Bisi. Tipp: Ihr müsst euch einfach besser organisieren. Scherz, ich habe keinen Tipp, sondern weine leise beim Gedanken an morgen früh.

7. Es geht in den Kindergarten

Wenn das Kind zum ersten Mal den Kindergartenbändel umhängt, ist es endgültig vorbei mit der Kontrolle. Plötzlich ist es fünf Tage die Woche ausser Haus, schliesst neue Freundschaften und wird möglicherweise auch gepiesackt. Fort ist die Zeit, als wir es vor allem und jedem beschützen konnten. Damit muss man erst mal klar kommen. Auch damit, dass nach knapp zwei Wochen zum ersten Mal das Wort «ficken» am Familientisch fällt, gefolgt von «geil» und einem lang gezogenen «Oh mein Goooott». Kein Tipp, einfach nur mit den Augen rollen.

Von Edita Dizdar am 11.11.2019
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