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Inspirierende Rede von Oscar-Gewinnerin Laura Dern

Es gibt so viel, das wir unseren Eltern verdanken

Für ihre Nebenrolle in «Marriage Story» hat US-Schauspielerin Laura Dern den Oscar gewonnen. In ihrer Rede dankte sie ihren Eltern, die sie als Vorbilder bezeichnet. Da mussten wir doch glatt daran denken, was unsere Eltern alles toll gemacht haben.

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Emotionale Rede: Laura Dern dankt ihren Vorbildern, genauer gesagt ihren Eltern.

Getty Images

Sie rührte uns mit ihrer bewegenden Rede zu Tränen: US-Schauspielerin Laura Dern, 53, erhielt in Los Angeles den Oscar als beste Nebendarstellerin für den Film «Marriage Story» verliehen. Als sie auf der Bühne den Preis entgegennahm und sich bei ihren Eltern bedankte, gabs an der Taschentuchfront kein Halten mehr.

«Manche sagen, man treffe seine Helden nie. Ich sage, wenn du wirklich gesegnet bist, bekommst du sie als Eltern. Ich teile diesen Preis mit meinen Schauspiel-Legenden Diane Ladd und Bruce Dern. Ihr habt Talent, ich liebe euch!», sagte sie mit brüchiger Stimme. Das Publikum applaudierte und Mama Diane, die ihre Tochter an die Oscars begleitete, versuchte, nicht loszuschluchzen.

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Sowohl Mutter und Vater waren selbst schon für den Oscar nominiert, gewonnen haben sie allerdings nie. Tochter Laura ist nun die erste der Familie, die eine der begehrten goldenen Statauen in Empfang nehmen durfte.

Was wir von unseren Eltern gelernt haben

Während wir uns Pipi aus den Augen wischten, mussten wir auf der Redaktion natürlich daran denken, in welchen Momenten unsere Eltern die absoluten Vorbilder und Helden in unseren Leben waren. Da kam so einiges zusammen:

  • «Meinen Eltern war es wichtig, dass alle Kinder ein Instrument lernen. Heute spiele ich zwar keine Querflöte mehr, aber vom sieben Jahre dauernden Unterricht profitiere ich heute noch. Ihm verdanke ich grosse Teile meines Allgemeinwissens bezüglich klassischer Musik und Kultur.» Simone, 38
  • «Meine Mutter hat mich immer gelehrt, den gesunden Menschenverstand als gängigen Massstab in allen Lebensbereichen anzuwenden. Klingt unprätentiös und sollte eigentlich das ‹normale› Vorgehen sein. Dennoch scheint der ‹common sense› mehr und mehr aus der Mode zu kommen.» Valerian, 34
  • «Mein Vater pfeift drauf, was andere Leute von ihm halten. Diese Haltung habe ich von ihm übernommen. Denn wenns dir egal ist, was andere denken, dann bleibst du dir selbst treu. Gute Message.» Lorena, 38
  • «Meine Mutter musste viele, viele Male tief durchatmen. Sie kommt aus einem kleinen Dorf und wollte mich und meine Geschwister sehr, sehr viel freier aufwachsen sehen. Sie musste oft über ihren eigenen Schatten springen. Dass sie mutig genug war, Vieles anders zu machen – dafür bewundere ich sie.» Sina, 41.
  • «Mein Vater ist wahnsinnig geradlinig. Er ist immer direkt und ehrlich – auch wenns weh tut. Er hat keine Angst davor, anzuecken. Von ihm haben wir gelernt, dass man sich Feinde erarbeiten muss.» Jörg, 36
  • «Damals war mir das gar nicht so bewusst, aber je älter ich werde, desto mehr merke ich, wie schnell mich meine Eltern zur Selbstständigkeit erzogen haben. Für mich war es mit 14 selbstverständlich (wenn auch nervig), für mich und meine Schwester zu kochen, wenn meine Mama noch nicht von der Arbeit zurück war. Auch die persönlichen Termine beim Arzt und Coiffeur waren in unserer Verantwortung, sobald wir uns vernünftig artikulieren konnten. Ja, ich fand es früher mühsam – dafür bin ich heute weder in der Küche verloren noch nah am Nervenzusammenbruch, wenn der Zahnarzttermin ansteht. Danke, Mama und Papa!» Anna, 29
  • «Keine Ahnung, wie sie das macht, aber meine Mama kriegt so schnell niemand klein. Dank ihr weiss ich, dass man tatsächlich so gut wie alles alleine schaffen kann. Dass es nicht nur ok, sondern richtig bad ass ist, unabhängig und stark zu sein! Und dass man, wenn man doch mal gar nicht mehr weiss wohin mit sich, eben einfach Mama anruft. Die weiss, was zu tun ist. Immer.» Marie, 34
  • «Wie meine Eltern es schafften, sich in der Schweiz zurechtzufinden, im Eiltempo Deutsch zu lernen und überdurchschnittlich hart zu arbeiten, bleibt mir ein Rätsel. Sie taten all das und noch viel mehr, zum Beispiel unterstützten sie ihre beiden grossen Familien im Ausland, kümmerten sich immer um Menschen in Not und zogen auch noch mich und meine beiden Geschwister zu selbstständigen, netten Menschen. Dafür bewundere ich sie zutiefst.» Esma, 34
Von Edita Dizdar am 10.02.2020
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