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Ski, Schnee und «Schümlipflümli»

Max Loong geniesst Familienzeit in Arosa

«The Voice of Switzerland»-Moderator Max Loong lebt mit seiner Familie im warmen Kalifornien. Nun geniesst das Quartett Skiferien in der Schweiz. Die sind (noch) nicht jedermanns Sache.

Was soll das hier? Und vor allem: Was ist das für ein weisses Zeug? Kayden, 1, ist alles andere als begeistert. Weder von der dicken Jacke und den Handschuhen, die er anziehen soll, noch von dem kalten, matschigen Schnee. Schliesslich hat der Knirps gerade erst laufen gelernt und will sein Können zeigen. Doch nach ein paar Schritten legt er sich der Länge nach hin, dicke Tränen kullern über seine Wangen. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick zwischen Kayden und der Heimat seines Vaters Max Loong, 39, die der Kleine zum allerersten Mal besucht.

«Das kommt schon noch», gibt sich Max zuversichtlich und deutet auf Kaydens grossen Bruder Ryden, 2, der stolz in seinen Skischuhen durch den Schnee stapft. Der Moderator nutzt eine Drehpause von «The Voice of Switzerland» (jeweils montags, 20.15 Uhr auf 3+) für ein paar Tage Familienferien in Arosa GR mit Ehefrau Sepideh, 39, und den beiden Buben.

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Zehn Jahre ist es her, seit Loong mit «MusicStar» ein TV-Format in der Schweiz moderierte. «Ich freue mich extrem, dass ich hier wieder regelmässig an den Bildschirmen zu sehen bin», sagt Max, der die Castingshow aktuell gemeinsam mit Christa Rigozzi präsentiert.

Max Loong mit Ryden Lynx, 2020

In sicheren Händen: Ryden macht die erste Fahrt grossen Spass.

David Biedert

Max Loong sind die Wurzeln wichtig

Die Liebe zu seinem Heimatland möchte der Zürcher unbedingt an seine Kinder weitergeben. So gibt es zu Hause in Los Angeles, wo Sepideh aufgewachsen ist, regelmässig Fondue. «Geschmolzenen Käse und Brotstücke zum Abendessen – das fand ich zuerst gewöhnungsbedürftig», gesteht Sepideh. «Aber inzwischen liebe ich es.»

Familiensprache ist Englisch, mit seinen Söhnen aber spricht Max Schweizerdeutsch. Ryden besucht eine deutschsprachige Spielgruppe. «Mir ist wichtig, dass meine Kinder einen Bezug zu ihren Wurzeln haben», betont Loong. Das gilt auch für die persische Herkunft seiner Frau. «Wir haben alle eine sehr enge Beziehung zu unseren Familien.»

«Alle meine Jobs sind weniger anstrengend als Skiferien mit zwei kleinen Kindern.»

Max Loong

Arbeit rund um den Globus

Kayden hat sich beruhigt, aber durch den Schnee laufen mag er nicht mehr. Also nimmt ihn Papa auf den Arm. Ryden hingegen will mit Mama Schlitten fahren – immer wieder und immer rasanter. «Können wir nicht mal eine Pause einlegen?», fragt Sepideh ausser Atem. Nicht dass die studierte Juristin ein hohes Tempo im Alltag nicht gewohnt wäre. Sie hat eine eigene Filmproduktionsfirma, betreibt einen Lifestyle-Blog und ist in der Geschäftsleitung von Max Loongs Hotelresort «Hidden Hills Villas» auf Bali.

Die Führung und Expansion des Luxusresorts ist derzeit Max’ Hauptjob. Daneben ist er als Moderator am TV und an Events in der ganzen Welt unterwegs. Am Fernsehen ist der Mann mit malaysischen Wurzeln vor allem in Asien zu sehen, wo er auf MTV Asia einst regelmässig in 100 Millionen Haushalten über den Bildschirm flimmerte. Aber auch in der Schweiz arbeitet er oft, moderierte zum Beispiel am Zurich Film Festival oder die Schneefussball-WM in Arosa. «Dabei sind all diese Jobs weniger anstrengend als Skiferien mit zwei kleinen Kindern», meint er und lacht.

Max Loong mit Frau Sepideh Haftgoli , 2020

Max und Sepideh geniessen eine ganz kurze «Schümlipflümli»-Pause in der Sonne. Das Paar ist seit 2014 verheiratet.

David Biedert

Zehn Jahre voller Freude und Trauer

Eine «Schümlipflümli»-Pause auf dem Liegestuhl für die Eltern bei der Tschuggenhütte? Fehlanzeige. Die beiden Buben klettern auf Mami und Papi herum, wollen mal im Schnee spielen, dann ist er ihnen doch wieder zu kalt. Erst eine Schoggi mélange mit viel Schlagrahm sorgt für einen kleinen Moment Ruhe.

Durchschnaufen. Die Gedanken schweifen lassen. Anfang März feiert Max Loong seinen 40. Geburtstag. «Ich denke, ich bin an einem guten Punkt im Leben», meint er. In seinen Dreissigern sei mehr oder weniger alles passiert, was einem passieren kann, Schönes und Trauriges: «Ich habe Karriere gemacht, meine Traumfrau kennengelernt und eine Familie gegründet. Ich habe beide Eltern verloren. Freude und Trauer sind oft nah beieinander.»

Jetzt gehe es darum, alles zu festigen und die beiden Buben «zu anständigen Männern» zu erziehen. «Vierzig ist ja ein Alter, in dem man noch die Energie dazu hat», meint er schmunzelnd, mit einem Seitenblick auf seine Frau, der die Augen zugefallen sind. Wohl nicht für lange: Klein Kayden wankt nämlich bereits wieder durch den Schnee. Sturz- und Tränengefahr: erheblich.

Von Sandra Casalini am 31.01.2020
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