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Adieu Plastik-Ramsch

Diese Weihnachtsgeschenke schonen die Umwelt

Das Fest der Liebe ist auch ein Fest der vielen Geschenke. Es muss nicht immer Plastik sein. Der erste Mamalicious Sustainable Market zeigt sinnvolle Alternativen. Wir haben für euch drei Perlen herausgepflückt.

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An Weihnachten türmen sich die Geschenkberge. Wollen wir das wirklich?

Getty Images

Weihnachten ist auch ein Geschäft. Und das scheint Jahr für Jahr immer ausufernde Dimensionen anzunehmen: Wer hat den schönsten Christbaum, die meisten Geschenke, die aufwändigste Lichtinstallation? Immer mehr Eltern fühlen sich allerdings nicht wohl dabei – erst recht nicht im Jahr der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, 16. Ist es wirklich das, was wir unseren Kindern an Weihnachten mitgeben möchten: Einen Berg von Geschenken?

Solche Gedanken beschäftigten auch Mamalicious-Gründerin Racha Fajjari, 35. «Gibt es Geschenke, die unserer Umwelt Sorge tragen?», fragte sie sich. Die Unternehmerin wurde fündig und zeigt mit dem ersten «Mamalicious Sustainable Market» und den über 40 Ausstellern in der Umwelt Arena in Spreitenbach AG, dass es auch anders geht. Wir stellen euch drei spannende Konzepte vor.

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Olivias Box: Das sinnvolle Spielzeugabo

Hand aufs Herz: Unsere Kinder haben eher zu viel als zu wenig Spielzeug. Warum also Weihnachten für Weihnachten noch mehr anhäufen? Tamara Räber und Wendy Di Mauro haben sich eine sinnvolle Alternative ausgedacht: Spielzeug leihen anstatt ständig neu zu kaufen. Die beiden Zürcherinnen setzten sich zusammen und gründeten den Spielzeug-Verleih-Service Olivias Box

Der funktioniert so: Man wählt für das Kind ein Abo und die entsprechenden Spielsachen. Es spielt damit, so lange es will (ein paar Tage, Wochen, Monate). Wenn das Kind das Interesse verloren hat, schickt man die Spielzeugbox wieder zurück und bestellt neue Spielsachen. So hat man im Handumdrehen weniger Konsum und trotzdem ständig neue und spannende Spielsachen, die nicht irgendwo in einer Ecke verstauben.

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Die beiden Mütter Tamara Räber und Wendy Di Mauro (v.l.) gründeten den Spielzeug-Verleih-Service «Olivias Box».

ZVG

Miniloop: Babykleider mieten anstatt kaufen

Mieten anstatt kaufen: Diesem Geschäftsmodell folgt auch der Online-Shop Miniloop, der nachhaltig produzierte Babykleidung anbietet. Denn wie schnell wachsen doch die Kleinen aus ihren Kleidern heraus! Gründerin Anne Voigt, 39 Jahre, arbeitete viele Jahre für verschiedene Umweltorganisationen zur Klimapolitik. Als ihre Tochter geboren wurde, erlebte sie, wie aufwändig es sein kann, den Wunsch nach einer nachhaltigen und gesunden Baby-Ausstattung umzusetzen. Zusammen mit ihrem Mann, Matthias, 45, gründete sie daher Miniloop.

Eltern erhalten Erstausstattungsboxen mit hochwertiger, bequemer und schöner Kleidung. Wenn ihr Baby aus den Kleidern rausgewachsen ist, tauscht Miniloop diese gegen die nächste Grösse. So wird es für Eltern ganz einfach, ihre Babys bestens einzukleiden und dabei die Umwelt zu schonen. Und spart allen shoppingmüden Eltern nebenbei Zeit und Nerven.

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Anne Voigt und ihr Mann Matthias liefern fixfertige Babykleiderboxen, die auf die aktuelle Kleidergrösse des Babys abgestimmt sind.

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Kleiderberg: Stilvoll gegen Verschwendung

Die Herstellung eines durchschnittlichen weissen Baumwoll-T-Shirts verursacht denselben CO2-Ausstoss wie 55 Kilometer Autofahren. Seine Herstellung hat 2'700 Liter Wasser verbraucht – zum Vergleich: Das entspricht 67mal Duschen. Solche Fakten haben Claudia Bill, 39, stutzig gemacht. Sie gründete deshalb vor fünf Jahren den Online-Marktplatz Kleiderberg. Mitinhaberin ist Sandra Diestelhorst, 40. Unterstützt werden die beiden von Fabienne Kiefer, 45.

«Gemeinsam gegen Verschwendung» lautet das Motto der Kleiderberg-Frauen. Sie wollen Secondhand zur ersten Wahl machen und ihren Kunden eine möglichst einfache Plattform bieten, um gebrauchte Kleider zu kaufen und zu verkaufen. «Wir selbst lieben Fashion und möchten gerade deshalb unser aller Konsumverhalten sprichwörtlich nachhaltig verändern», sagen sie über sich.

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Das Kleiderberg-Team (v.l.): Claudia Bill (Gründerin und Inhaberin), Sandra Diestelhorst (Inhaberin), Fabienne Kiefer (Head Pick-up Shopper).

ZVG

Der erste X-mas Markt mit lauter Eco-Produkten

Genau einen Monat vor Weihnachten bietet der Mamalicious Sustainable Market einen zeitgemässen Indoor-Weihnachtsmarkt mit über vierzig Ausstellern, Produkten und Angeboten. Vorwiegend regionale Hersteller präsentieren ihre hochwertigen und nachhaltigen Produkte.

Der Sustainable Market umfasst eine Kinder- und Babybetreuung, eine Bastel- und Malecke, Mala-Ketten knüpfen, einen Indoor Parcours für Testfahrten mit 2-, 3- und 4-Rad-E-Fahrzeugen und eine Nachhaltigkeits-Ausstellung für die ganze Familie. Zudem ganz viele kulinarische Leckereien.

Der Market findet am Sonntag, 24.11.2019 von 10 bis 17 Uhr in der Umwelt-Arena in Spreitenbach AG statt. Der Eintritt kostet zehn Franken. Kinder bis zwölf Jahre sind gratis. Im Eintritt inbegriffen ist der Besuch der Umwelt Arena mit ihren 45 interaktiven Ausstellungen voller Anregungen zu einem modernen, bewussten Leben. Besucherinnen und Besucher erfahren viel Neues und Spannendes über Energieeffizienz im Alltag, ausgewogene Ernährung und über Trends im Umweltbereich. Weitere Infos findet ihr hier.

Von Maria Ryser am 22.11.2019
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