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Rutschen-Rausch im Säntispark

Abtauchen mit der ganzen Familie

Im freien Fall, auf Doppelreifen oder durchs Sternenmeer: Im Säntispark in Abtwil SG flitzt jede Wasserratte nach ihrem Geschmack durch die Rutschenwelt. Die Familien Scruzzi und Alghisi haben den Rutschtest gemacht.

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© Bernard van Dierendonck, all rights reserved

Ich geh schon mal vor!», ruft Dario, 7, hält sein Chip-Armband aufs Display beim Drehkreuz und rennt zur Wasserrutschbahn für Kinder im Eingangsbereich des Säntisparks in Abtwil SG. Sein Bruder Nino, 8, sowie ihre Gspändli Adriano, 8, und Mayla, 7, folgen ihm – und bis die Mamas ihre Badetücher in den Kästchen versorgt und zu ihnen gestossen sind, ist die Rasselbande «schon mindestens 100-mal!» gerutscht.

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Balanceakt: Mayla & Co. hangeln sich in der Kinderbadewelt von Baumstamm zu Baumstamm.

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Dann wechseln Dario & Co. in die Kinderbadewelt nebenan und hangeln sich dem Kletternetz entlang von Baumstamm zu Baumstamm – hin und zurück, wieder und wieder, bis eine Sirene aufheult. Ein Alarm? «Die Wellen beginnen!», rufen Nino und Adriano, und aus allen Ecken rennen kleine und grosse Badegäste ins Wellenbad, einen der Klassiker des Säntisparks. Sie planschen und spritzen und tauchen ein in die immer grösser werdenden Wellen.

Als der «Sturm» im Wellenbad abebbt, rennen Mayla und die Buben zurück zur Kinderbadewelt und klettern wieder eifrig hin und her. Sie sausen die verschiedenen Kinderrutschen hinunter und rennen den im seichten Wasser projizierten Leuchtfischen hinterher. «Wollen wir mal in den Aussenpool mit der Strömung?», fragen die Mütter Nina Alghisi, 37, und Martina Scruzzi, 36. «Au ja!», rufen die Kinder, und lassen sich draussen von der Strömung im Kreis tragen. So haben die sechs nach einer Stunde schon einen Grossteil des Bäderparks genossen. Doch das Aufregendste steht noch an: «Jetzt will ich endlich auf die grossen Rutschen!», ruft Nino.

Die Rutschenwelt im Säntispark wurde vor zwei Jahren eröffnet und ist eine der grössten in der Schweiz. Auf der Tafel mit den Altersangaben beim Eingang zum Rutschenturm studieren sie, wer schon wo hinunterdarf, dann gehen sie den beleuchteten und blinkenden Gang entlang zu den Treppen, die hinaufführen zu den Starts der diversen Rutschen, die sie je nach Ausschilderung entweder auf dem Po oder auf einem der verschieden grossen Reifen benützen können.

Auf den «Sturzflug», bei dem die Rutschenden wie im freien Fall nach unten flitzen, dürfen erst Jugendliche ab zwölf Jahren, hat Nino gelesen. Zur Sicherheit fragt er die Bademeisterin, die dort Aufsicht hat, nochmals, ob er es vielleicht nicht doch probieren könnte… Aber sie darf keine Ausnahme machen. «Kommt, wir machen dafür ein Rennen auf der Super-G-Rutsche!», schlägt seine Mama vor. Zusammen mit Nino schnappt sie sich einen Doppelreifen, auf der anderen Bahn macht sich Adriano mit Mama Nina parat – und los! Jauchzend verschwinden die beiden Teams im Tunnel, und bald ist auf der Anzeigetafel zu sehen, dass die Alghisis auf der roten Bahn zuerst unten waren. «Juhui, wir haben gewonnen!», ruft Nina Alghisi den jüngeren beiden Kindern zu, als sie wieder oben ankommen. Das Team Scruzzi hat zwischendurch den Schwung verloren – und wurde dann erst noch mit einem Schwall kaltem Wasser «bestraft»!

Vom Sternenrausch direkt in die Pause

Danach suchen sie sich eine Rutsche, die sie alle benützen dürfen. «Hier! Auf die Sternenrausch-Rutsche darf man schon ab sechs Jahren!», ruft Adriano, und der Reihe nach stürzen sie sich in die dunkle Röhre mit den leuchtenden Lämpchen. Schnurstracks steigen die Kinder die Treppe wieder hoch und rutschen nochmals und nochmals hinunter. Mit der Zeit dauert es allerdings immer länger, bis sie wieder oben am Start sind. «Mami, ich hab Hunger», sagt Dario. «Kommt, wir machen mal eine Pause», schlägt Martina Scruzzi vor. Und spätestens beim Stichwort Pommes finden das auch die grösseren Buben eine gute Idee.

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Verschnaufpause: In den Badehosen ins Beizli: Scruzzis und Alghisis stärken sich beim Zvieri.

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Im Badibeizli direkt in der Bäderwelt teilen sie sich Pommes, Chicken-Nuggets, Hotdogs und Früchte – und schon sind ihre «Batterien» wieder geladen. «Jetzt will ich in den Wildwasser-Canyon!», ruft Nino. «Lasst uns zuerst noch etwas im Whirlpool ausruhen», schlagen die Mamas vor. Nach dem Sprudeln gehts wieder auf und ab – im längsten Wildwasser-Canyon der Schweiz. «So, jetzt machen wir aber langsam Feierabend», sagen die Mamas, als es draussen längst dunkel geworden ist. Die Kinder sind aber noch nicht müde: «Geht ihr doch schon mal vor zur Garderobe», sagen sie, «wir rutschen noch einmal …»

Infos: Im Winter sonntags um 12, 13 und 14 Uhr tanzen mit Maskottchen Sämi. www.saentispark-freizeit.ch

Von Christa Hürlimann am 21.02.2019
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