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Slide my City

Mit dem Schwimmring durch die Stadt flitzen

Wenn Wasserratten in Badehosen, Bikinis und Schwimmreifen durch die Strassen sausen, ist «Slide my City» da! Die mobile Riesenwasserrutsche tourt durch sechs Schweizer Orte. Familie Schirmer ist in Glarus mitgeflitzt.

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Allein, zu zweit, zu viert, vorwärts, rückwärts, bäuchlings, drehend – alles probieren Erich und Camilla Schirmer (hinten) sowie Tochter Moa (ganz vorne) und Nichte Liana auf der Riesenwasserrutsche von «Slide my City» aus.

Fabienne Bühler

Die Zwillinge Laurin und Curdin machen einen Satz, hechten bäuchlings auf ihre Reifen und sausen nebeneinander je auf einer Bahn talwärts – klarer Fall: «Orkan 100»! Nach ihnen kommt Onkel Erich sogar aufrecht im Schwimmring sitzend auf ein ordentliches Tempo – dank einer Luftladung «Super Plus»!

Ein eher laues Lüftchen weht hingegen seiner Tochter Moa um die Ohren: Ihr rutscht beim Start der Ring weg, sie schafft es grad noch, ihn mit den Händen zu packen und sich wieder drauf­zuziehen. So kann sie zwar die Anfangsbeschleunigung auf der Startrampe nicht nutzen, gondelt nun aber immerhin gemütlich talwärts. Und dies nicht etwa in einer Badi, sondern nur fünf Minuten vom Bahnhof entfernt, mitten in Glarus, auf der Bleiche­strasse.

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Wer slidet am schnellsten talwärts? Laurin, Liana, Curdin und Moa (v. l.) feuern ihre Familie vom Rutschenrand aus an.

Fabienne Bühler
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Rutsche gastiert an sechs Orten

Der erste «Slide my City»-Event dieses Sommers fand dort Ende Juni statt. Weiter führt die feucht-fröhliche Tour der mobilen Riesenwasserrutsche bis Mitte August nach Lausanne, Wallisellen, St. Gallen, Basel und Solothurn. Allen Stationen gemeinsam: Die je nach Austragungsort 160 bis 200 Meter lange Rutsche wird nicht etwa am Stadtrand auf­gebaut, sondern führt jeweils möglichst zentral durch die Strassen. Natürlich weich gepolstert mit einer Schaumstoffschicht auf der Fahrbahn und einem mit Luft gefüllten Rand auf beiden Seiten.

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«Bleifrei», «Super Plus» oder lieber «Orkan 100»? An der Pumpstation füllen die Sliderinnen und Slider ihre Untersätze mit der gewünschten Ladung Luft.

Fabienne Bühler

Ein Ticket gilt für eine Stunde Rutschspass

Pffft, pfffft, pffft – in Glarus ist die Pumpstation mit Aufschriften wie «Frischluft», «Turbo Air» oder «Orkan 100» schon lange vor dem Start rege in Gebrauch. Jene Rutschfans, die wie die Familie Schirmer ein Ticket für das erste Zeitfenster von 11 bis 12 Uhr ergattert haben, machen ihre Schwimmreifen parat, denn sie wollen pünktlich zum Start und möglichst als Erste oben auf der Rampe stehen.

«Meeegageil wars!», ruft Laurin nach dem ersten Durchgang. Der Glarner steht mit seinem Zwillingsbruder Curdin, 13, und Schwester Liana, 15, sowie Onkel Erich, 42, und Tante Camilla Schirmer, 43, und deren Kindern Noe, 12, und Moa, 10, aus Mollis GL für den zweiten «Slide» an. «Wir waren gestern schon hier», erzählt Camilla Schirmer. «Da haben wir in einer Stunde etwa fünf Durchgänge geschafft.» Nur die kleinsten Wasserratten unter sechs Jahren müssen zu Papa oder Mama in den Ring, Schirmers Kinder, Nichte und Neffen dürfen natürlich allein auf die Bahn.

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Anstehen – und gleich wieder losrutschen! Schirmers schaffen es in einer Stunde auf fünf Slides.

Fabienne Bühler

Bäuchlings, drehend oder zu zweit – Schirmers probieren alles aus

«Denkt daran: Fudi lupfen und unten den Zielbereich schnell verlassen, damit ihr nicht mit den nachfolgenden Rutschenden zusammenstosst!», ruft Dimitri vom «Slide my City»-Staff ihnen hinterher. Dann sausen Schirmers bereits wieder los: Bäuchlings, sitzend, vorwärts, rückwärts, drehend, allein mit einem Ring oder drei Ringe aneinandergehängt, jede Position testen sie gründlich auf Tempo und Spassfaktor.

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Die Luft ist noch lange nicht draussen: Nach dem ersten Sliden holen sich Schirmers Kids ein Ticket für eine weitere Stunde Rutschspass.

Fabienne Bühler

Schwimmring wird zum «Chill-Ring»

Am Mittag ist ihre Zeit bereits um, Mama und Papa Schirmer machen es sich oben neben dem Startbereich auf der Wiese gemütlich – auch zum Fläzen eignen sich die weichen Schwimmringe bestens. Erich und Camilla Schirmer waren an diesem Sonntagmorgen schon um 6 Uhr auf, weil sie noch vor der grossen Hitze aufs Bike wollten, und geniessen nun eine kleine Siesta am Schatten unter einem Baum, während Noe, Moa, Liana, Laurin und Curdin weiter an ihrer Slide-Technik feilen.

Denn bei den Kindern ist die Luft noch lange nicht draussen – sie holen sich beim Check-in ein Ticket für mindestens noch eine weitere Stunde. Natürlich wieder mit einem Reifen des Kalibers «Orkan 100»!

Weitere Tourdaten siehe www.slidemycity.ch

Von Christa Hürlimann am 08.07.2019
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