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Hohe Unfallzahlen

Schlitteln kann jeder – oder doch nicht?

Auf dem Schlittel-Lernparcours in Melchsee-Frutt lernt man sicher talwärts sausen. Die Unfallzahlen zeigen: Der Sport wird unterschätzt.

Schlitteln

Die Unfallzahlen sprechen für sich: Der Volkssport Schlitteln ist gefährlicher, als viele denken.

DEEPOL by plainpicture/Frederick Bass

Pro Jahr geschehen in der Schweiz 7000 Schlittelunfälle. Ein besonders schwerer hat den Geschäftsführer der Sportbahnen Melchsee-Frutt auf die Idee gebracht, einen Schlittel-Lernparcours einzurichten.

«Wir freuen uns, dass das Angebot in die zweite Saison geht», sagt Daniel Dommann. Denn laut seinen Beobachtungen unterschätzen viele Schlittler das Vergnügen. Der Lernparcours vermittelt Wissen zur richtigen Vorbereitung und Ausrüstung (Helm, gute Schuhe mit starkem Profil, Handschuhe und Winterkleidung), aber auch praktisches Können. 

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So funktioniert der Schlittel-Lernparcours

Wer auf Kufen den offiziellen Schlittelweg erreichen will, wird quasi automatisch über den 250 Meter langen Parcours geleitet. Dort übt man im sicheren, fels- und waldfreien Gelände erst einmal eine Bremsung und eine Kurve – dann geht es mit dem richtigen Gefühl für das Gefährt los. Denn auf einem Schlitten, das ist vielen nicht bewusst, erreicht man gut und gerne mal eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Wenn da jemand versucht, mit rutschigen Turnschuhen den Schlitten in den Griff zu kriegen, hat er schon verloren.

Der Lernparcours wurde in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu konzipiert. Diese hat ausserdem Tipps zusammengetragen, wie sich das Unfallrisiko beim Schlitteln minimieren läss. Infos dazu gibts hier.

Von Sylvie Kempa am 8. Dezember 2019 - 08:37 Uhr
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