Hitze-Revival Bereit für die letzten Zuckungen des Sommers?

Am Wochenende wird Petrus noch ein letztes Mal so richtig gnädig mit uns sein. Temperaturen von 25 Grad? Davon dürfen wir endlich nicht mehr nur träumen. Also raus aus den dicken Pullis und rein ins Vergnügen. SI online weiss, wie das geht - und liefert Inputs für ein heisses Herbstvergnügen.
Die letzten Zuckungen des Sommers
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Am Wochenende kehrt noch einmal der Sommer zurück - also machen Sie all das, worauf Sie Lust haben.

1. Zeit für ein letztes Glacé
Wie, sie sind schon von Kopf bis Fuss auf Maroni eingestellt? Das müssen Sie ändern. Sofort. Schlendern Sie daher - von uns aus auch in den unsäglichen Flip-Flops - zum nächsten Büdchen und bestellen Sie ein Maronieis. Wie der Mann mit den schwarzen Fingern und den Halbhandschuhen reagiert? Sie werden es dann schon sehen.  

2. Machen Sie die Natur zu Ihrer Spielwiese
Endlich weniger Blutsauger, Wespen und Passanten. Jetzt könnten Sie also getrost noch einmal ihre horizontalen Aktivitäten ins Freie verlegen. Damit es beim frühen Eindunkeln und der aufkommenden Kälte keine Blasenentzündung gibt, sollten Sie unbedingt Bodenkontakt vermeiden und auf die Hündchenstellung (oder eine flauschige Decke) ausweichen. Aber denken Sie daran: Das schöne Wetter beflügelt nicht nur ihre Libido. Falls sich noch andere Liebespaare in ihrer Nachbarschaft vergnügen: Tragen Sie den regen Verkehr mit Humor! Vielleicht könnten Sie betreffend Stellung ja noch was lernen.

3. Waxen Sie aus sich raus
Mädels, leider zu früh gefreut! Die isolierende Pelzschicht an den Beinen muss wieder ab. Ihr Freund wird es Ihnen danken. Die Beinfetischisten sowieso. Denn auch die tauchen bei den warmen Temperaturen urplötzlich wieder aus ihren Verstecken auf.

4. Bauchmuskeln aus der Spraydose
Zugegeben, die Zeit ist nicht optimal. Das Oktoberfest und die exzessiven Raclette-Abende haben auf den Hüften bereits erste Spuren hinterlassen. Damit Sie am See neben ganzjährig-knackigen Sportstudenten trotzdem eine gute Figur machen, dürfen Sie ein wenig in die Trickkiste greifen. Das Zauberwort heisst Instant-Muckis! Nach einer nur sehr kurzen Sitzung im Airbrush-Studio werden Sie ruckzuck ein ansprechendes Sixpack vorweisen können. Doch nach der guten folgt die schlechte Nachricht: Ihre Bauchmuskeln müssen für diesen Spass minimal vorhanden sein und können lediglich akzentuiert werden. Haltbarkeit der Fake-Bauchmuskeln: sieben bis zehn Tage. Danach kann sich der Waschbrettbauch getrost wieder in einen Waschbärbauch verwandeln. Aber bitte nur bis zum nächsten Frühling! 

5. Schwimm doch e chli der Aare naa
Spätestens diesen Sommer hätten Sie dem Ruf des Tubings folgen sollen. Das Treiben auf grossen Gummi-Ringen erlebte auf sämtlichen Flüssen dieses Landes sein Revival. Um doch noch mitreden zu können, bietet sich nun die letzte Gelegenheit: «Vo Bärn uf Thun, vo Thun uf Bärn, der Aare naa». Oder so. Wen es vor lauter Spätsommer-Übermut vergitzlet, sollte dazu unbedingt das passende Lied von Stiller Haas mitgrölen. Hartgesottene tun das übrigens in der Badehose, Frostbeulen dürfen Neopren tragen.

6. Da war doch noch was....
Apropos Kleidung: Haben Sie nicht diesen süssen Overall im Ausverkauf erstanden? Oder die Römersandalen, mit denen Sie den ganzen Sommer über geliebäugelt haben? Dann könnten Sie sie jetzt als Vorgeschmack auf das kommende Jahr schon mal eintragen. So merken Sie auch rasch, ob das Teil Top oder Flop ist. Bevor Sie ihren Schrank oder Keller mit Fehlkäufen zumüllen, bringen Sie sie lieber schon jetzt zur nächsten Altkleidersammlung bei der Caritas. So schlagen Sie gleich drei Fliegen mit einer Klappe: Sie schaffen Platz, erreichen auf der Karma-Skala die höchste Punktzahl und machen zudem noch einen anderen Menschen glücklich. 

7. Alle Macht dem «Tiroler Nussöl»
Das verbotene Sonnenöl mit dem mickrigen Schutzfaktor steht schon seit einer halben Ewigkeit im Schrank? Dann sollten Sie es jetzt - wo Ihre Haut nach den Herbstferien vielleicht noch etwas vorgebräunt ist - grosszügig aufbrauchen. Die Sonne ist nicht mehr ganz so intensiv und die nächsten sieben Monate würde das Öl sowieso nur ranzig werden. 

8. Hauchen Sie verblassten Sommerhits neues Leben ein
Wie haben wir uns doch über Lieder wie «Macarena» von Los del Rio oder «The Ketchup Song» von Las Ketchup geärgert? Masslos. Wenn wir aber an die bevorstehenden Wintermonate denken, sind wir grosszügig und nehmen alles, was nur irgendwie an Sommer, Strand und gute Laune erinnert. Doch das Lied alleine reicht nicht! Geben Sie sich die volle Dröhnung und tanzen Sie, was Beine und Arme hergeben. Oder studieren Sie mit ihren Freunden die Choreografie ein. Lustig! Besonders für alle anderen.

9. Reizen Sie den Abend aus
Da von nun an täglich die Sonne zwei Minuten früher als am Tag zuvor untergeht, sollten Sie das noch ausnutzen. Greifen Sie sich einen «Hugo», «Lillet Vive» oder «Aperol-Spritz» und ignorieren Sie das zuvor beschriebene Horrorszenario der immer kürzer werdenden Tage. Oder sehen Sie es positiv: Sie können bei Einbruch der Dunkelheit getrost und mit gutem Gewissen aufs Sofa, ins Bett oder die Badewanne. Falls sie das noch früh - und lange genug - machen könnten, nutzen Sie den Tag optimal aus. Laden Sie zum Grillieren und testen Sie bei den nächtlichen Tiefstwerten ihre neue Outdoor-Kleidung und Stirnlampe auf Funktionalität. Falls diese nichts taugen: zurückbringen, bevor es zu spät - und defintiv zu kalt - ist.

10. Last but not least!
Miesepeter aufgepasst! Wen das kurzzeitige Hoch nicht aus seinem Tief herausholen kann, sollte immer dran denken: Nach dem Sommer ist vor dem Sommer. Und der Winter hat doch auch seine schönen Seiten. Heisse Maroni zum Beispiel.

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