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  4. Peter Bichsel im Notabene über Erinnerungen an die Vergangenheit

Notabene Peter Bichsel

Der Mann mit den goldenen Ohren

Peter Bichsel, 78, Schriftsteller und Publizist, über das positive Gefühl, sich an die Vergangenheit zu erinnern. Selbst wenn sich herausstellt, dass gewisse Dinge eher unangenehm waren.

Peter Bichsel Autor
Kurt Reichenbach

Kurz vor Weihnachten kam er - wurde er mir gebracht oder habe ich ihn mitgebracht. Nun sitzt er da, mir gegenüber, wie wenn er schon immer da gewesen wäre, wie eine Erinnerung, die auch so tut, als wäre sie schon immer gewesen. Ja, so war es, er erinnerte mich an jemanden, an irgendjemanden, und ich erinnerte mich nicht, an wen er mich erinnerte. Ich schaute ihn lange an, zu lange wohl, und kriegte ihn nicht mehr los. Jetzt sitzt er da, spricht kein Wort, sitzt da in meiner Stube, mir gegenüber, bleibt sitzen, wenn ich das Haus verlasse, und ist immer noch da, wenn ich zurückkomme. Wir sprechen nicht miteinander, er spricht nicht, und ich spreche nicht.

Mein erster Blick, wenn ich nach Hause komme, gilt ihm, und bereits würde ich ihn vermissen, wenn er nicht da wäre. Wir haben uns angefreundet, ich glaube, er mag mich. Und wir schweigen nicht nur miteinander, sondern wir schweigen uns an. Seit er da ist, stört mich meine morgendliche Sprachlosigkeit nicht mehr - übrigens, er hat goldene, blattvergoldete Ohren, und auch diese Ohren sind so selbstverständlich wie alles an ihm, und dass er nackt ist, stört mich überhaupt nicht. Ja, ich mag ihn.

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Mein erster Blick, wenn ich nach Hause komme, gilt ihm, und bereits würde ich ihn vermissen, wenn er nicht da wäre. Wir haben uns angefreundet, ich glaube, er mag mich. Und wir schweigen nicht nur miteinander, sondern wir schweigen uns an. Seit er da ist, stört mich meine morgendliche Sprachlosigkeit nicht mehr - übrigens, er hat goldene, blattvergoldete Ohren, und auch diese Ohren sind so selbstverständlich wie alles an ihm, und dass er nackt ist, stört mich überhaupt nicht. Ja, ich mag ihn.

Mein erster Blick, wenn ich nach Hause komme, gilt ihm, und bereits würde ich ihn vermissen, wenn er nicht da wäre. Wir haben uns angefreundet, ich glaube, er mag mich. Und wir schweigen nicht nur miteinander, sondern wir schweigen uns an. Seit er da ist, stört mich meine morgendliche Sprachlosigkeit nicht mehr - übrigens, er hat goldene, blattvergoldete Ohren, und auch diese Ohren sind so selbstverständlich wie alles an ihm, und dass er nackt ist, stört mich überhaupt nicht. Ja, ich mag ihn.

Mein erster Blick, wenn ich nach Hause komme, gilt ihm, und bereits würde ich ihn vermissen, wenn er nicht da wäre. Wir haben uns angefreundet, ich glaube, er mag mich. Und wir schweigen nicht nur miteinander, sondern wir schweigen uns an. Seit er da ist, stört mich meine morgendliche Sprachlosigkeit nicht mehr - übrigens, er hat goldene, blattvergoldete Ohren, und auch diese Ohren sind so selbstverständlich wie alles an ihm, und dass er nackt ist, stört mich überhaupt nicht. Ja, ich mag ihn.

Mein erster Blick, wenn ich nach Hause komme, gilt ihm, und bereits würde ich ihn vermissen, wenn er nicht da wäre. Wir haben uns angefreundet, ich glaube, er mag mich. Und wir schweigen nicht nur miteinander, sondern wir schweigen uns an. Seit er da ist, stört mich meine morgendliche Sprachlosigkeit nicht mehr - übrigens, er hat goldene, blattvergoldete Ohren, und auch diese Ohren sind so selbstverständlich wie alles an ihm, und dass er nackt ist, stört mich überhaupt nicht. Ja, ich mag ihn.

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Von Peter Bichsel am 30.01.2014
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