Pascale Bruderer beim Fahnenschwingen Flagge zeigen für Flüchtlinge

SP-Ständerätin Pascale Bruderer lernt gemeinsam mit Flüchtlingen das Fahnenschwingen. Die Schweizer Tradition verbindet, hat aber auch ihre Tücken, wie in unserem Video zu sehen ist.

Mit rechts kann sie es schnell. Aber links – «Achtung, in Deckung!», ruft SP-Frau Pascale Bruderer, 39. Und greift prompt neben die Fahne. Zusammen mit Flüchtlingen aus Eritrea, Afghanistan und Sri Lanka macht die Aargauer Ständeräting in Kehrsatz, Bern, einen Crashkurs in Fahnenschwingen. Das Ganze ist eine Aktion der Stiftung Heks, die schweizweit Workshops organisiert, in denen Flüchtlinge und Schweizer gemeinsam in alte Volksbräuche eintauchen – und sich dabei näherkommen.

Geduld ist gefragt

Hier sind wir alle Anfänger, das verbindet», sagt Bruderer. Das findet auch Flüchtling Alikhan Nasari, 24. «Mir machts Spass. In Afghanistan haben wir auch viele Bräuche, doch die sind weit weg vom Fahnenschwingen.» Am nationalen Flüchtlingstag am 17. Juni 2017 tritt er zusammen mit Bruderer auf dem Berner Bahnhofplatz auf. Bis dahin muss die Ständerätin vor allem eines üben: langsamer werden. Denn noch schwingt sie ihre Fahne, wie sie spricht – in einem Affenzahn.

Video: Bernard van Dierendonck

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