Stand Up Paddling Ein Trendsport erobert die Schweiz

Die Stars machen es vor, die Schweiz machts nach. Stand Up Paddling ist auch auf hiesigen Seen bereits nicht mehr wegzudenken. Doch wie schwierig ist es eigentlich, sich stehend auf einem Brett mit einem Paddel übers Wasser zu bewegen? SI online hat nachgefragt.

Ob Rihanna, Ben Stiller, Will Smith oder Olivia Wilde: Die Stars sind verrückt nach dem sogenannten «Stand Up Paddling» - kurz «SUP». In ihren Ferien geniessen sie die Sportart, bei der man lässig auf einem Surfboard steht und sich per Paddel fortbewegt. Die Berühmtheiten trainieren damit nicht nur ihre Körper, sondern gönnen sich auf den Brettern auch ein Sonnenbad. Im Sommer 2013 sieht man die Sportart nicht mehr nur auf Fotos in Star-Magazinen - in der Schweiz kann man sie live beobachten. Noch besser: Man kann es selbst ausprobieren! Denn: Der Trend des Steh-Paddelns hat sich inzwischen auch hier ausgebreitet.

Stand Up Paddling darf man als den neuen Trendsport schlechthin bezeichnen. Auf den Schweizer Seen wimmelt es von stehenden Paddlern, die nicht genug davon bekommen. Und die Nachfrage steigt weiter. «Seit sich herumgesprochen hat, wie viel Spass dieser Sport macht, hat unser fünfköpfiges Team richtig viel zu tun», sagt Lukas Fischer, 48, von «Supkultur», der Stand-Up-Paddling-Schule im Zürcher Seebad Utoquai, gegenüber SI online.

Besonders bei Frauen sei das Paddeln im Stehen sehr beliebt, Männer hingegen hätten oft Vorurteile. Lustig eigentlich, wenn man bedenkt, dass der Ursprung des «SUP» auf polynesische Fischer zurückgeht. Die haben sich vor der Insel Tahiti stehend auf dem Meer fortbewegt. Richtig männlich also. Vielleicht denken die Herren der Schöpfung, dass es zu einfach ist? «Sehr schwierig ist es tatsächlich nicht», gibt Fischer zu. In höchstens 30 Minuten stehe man relativ sicher auf dem Brett. «Jedoch täuscht man sich, wenn man glaubt, es sei nicht anstrengend», sagt er schmunzelnd.

Tatsächlich ist es so, dass das Stand Up Paddling eine tolle Methode ist, um den ganzen Körper zu trainieren. Man benötigt eine gute Körperspannung, Kraft in Armen und Beinen und viel Ausdauer. Wer richtig gut ist, kann Wellen ansteuern und surfen! Klar ist es auch möglich, sich ganz gemütlich fortzubewegen. Hier zählt schliesslich nicht nur das Fitnessprogramm. Gerade frühmorgens bei Sonnenaufgang sei es eine super Erfahrung, paddelnd auf dem Wasser zu sein. Die Atmosphäre und das schwebende Gefühl seien unvergleichlich, schwärmt der Experte.

Bei Sturm und Gewitter sollte man allerdings auf keinen Fall raus aufs Wasser. Bei zu viel Wind und hohen Wellen kann es nämlich richtig gefährlich werden. Daher empfiehlt es sich, sich bei Sonnenschein und ruhiger See aufs Brett zu wagen. Das kann übrigens jeder tun. «Gerade neulich hat ein 73-jähriger Mann einen Kurs bei uns besucht», erzählt Fischer. Und auch für Kinder ab sieben Jahren sei das Paddling kein Problem. 

Ist man richtig gut, kann man mit dem sogenannten «Race Board» etwas schneller auf dem See kurven:

Die wichtigsten Tipps zum Stand Up Paddling:

  • Keine Angst vor dem Brett: Auch wenn die ganze Angelegenheit am Anfang noch etwas ungewohnt und wacklig ist - man gewöhnt sich sehr schnell daran.
  • Nicht stehenbleiben: Es ist wie beim Fahrradfahren - wer stehenbleibt, kippt um! Die Dynamik des Fahrens bringt auch Stabilität beim Stehen.
  • Unbedingt beraten lassen: Schnappen Sie sich nicht einfach ein Brett und fahren Sie los. Es ist wichtig, dass Sie das richtige Material haben. Ein 100 Kilogramm schwerer Mann braucht ein anderes Brett als eine 50 Kilogramm leichte Frau.
  • Nicht mit dem Wind rauspaddeln: Unerfahrene Paddler, die mit dem Wind rausfahren, unterschätzen meist den Kraftakt, den sie aufbringen müssen, um gegen den Wind wieder zurückzufahren. Um sicher nicht in der Mitte des Sees energielos dazustehen, sollten Sie lieber am Anfang mehr Kraft aufwenden, um danach locker zurückpaddeln zu können.

 

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