Ruby Karp 13-Jährige übt Kritik an Facebook

Sie ist Feministin, hat ihre eigene Comedy-Show und möchte Journalistik studieren. Die 13-jährige Ruby Karp nimmt in ihren Blog-Posts kein Blatt vor den Mund - sie äussert sich zu Themen wie Magersucht, Mobbing und wieso Frauen aufhören sollten, sich gegenseitig Schimpfwörter an den Kopf zu werfen. Auch kritisiert sie soziale Netzwerke. In einem ihrer Artikel erklärt Ruby Karp, warum Facebook out ist.
13-jährige Bloggerin Ruby Karp kritisiert Facebook
© via facebook.com

Ruby Karp ist nicht auf den Mund gefallen. In ihren Blog-Posts äussert sich die junge Feministin kritisch zu gesellschaftlichen Themen.

«Ich bin 13 und keiner meiner Freunde nutzt Facebook», schreibt Ruby Karp am 11. August in ihrem Artikel auf der Nachrichtenseite Mashable.com. Innert kürzester Zeit geht der Blog-Post um die Welt, wird bis zu 49'200 mal auf sozialen Netzwerken geteilt (Stand: 19. August, 13.00 Uhr). Sie selbst habe einen Account, schreibt das Mädchen weiter. Aber sie habe schnell gemerkt, dass Facebook ohne aktive Freunde nutzlos sei. «Mein einziger Freund ist, naja, meine Grossmutter», meint Ruby Karp und lässt alle Facebook-Nutzer alt aussehen.

Doch ganz unbegründet ist die Kritik der jungen New Yokerin nicht. Eine Studie besagt, dass sich immer mehr Teenager von Facebook abwenden. Besonders die wachsende Anzahl Erwachsener schrecke sie ab, sich aktiv auf der Social-Media-Seite mitzuteilen. Ruby führt in ihrem Artikel einen weiteren Grund an: «Jugendliche sind Follower. Wenn alle meine Freunde dieses coole neue Ding Namens Snapchat haben, will ich es auch! Wir wollen das, was ‹im Kommen› ist.» Und wenn Facebook nicht ‹im Kommen› sei, würden sich Teenager nicht dafür interessieren. Ein weiteres Problem sei, dass man bei Facebook erst ab 13 Jahren einen Account eröffnen kann. Bis dahin habe man sich bereits auf anderen Portalen wie Instagram oder Twitter vernetzt.

Nur Negatives über die Social-Meida-Seite von Mark Zuckerberg, 29, bringt die junge Bloggerin dann aber doch nicht über die Lippen. Abschliessend schreibt sie: «Ich liebe Facebook, das tue ich wirklich.» Sie hoffe, dass die Betreiber der Website ein Comeback erleben und bei Jugendlichen wieder beliebter werden. Denn eigentlich sei die Idee, die hinter dem sozialen Netzwerk stecke, super.

Nicht nur über Facebook lässt sich Ruby Karp aus. In ihrem Blog auf HelloGiggles.com - die Website wurde unter anderem von Schauspielerin Zooey Deschanel, 33, gegründet - äussert sich die junge Feministin seit sie zehn Jahre alt ist zu Themen wie Magersucht, Körperbewusstsein von jungen Frauen und Mobbing in der Schule. Einmal im Monat tritt sie in ihrer eigenen Comedy-Show im UCB Theater in New York auf.

Wie sie es schafft, Schule und ihre vielen Jobs unter einen Hut zu bringen erklärt sie Stern.de: «An Tagen, an denen ich viele Hausaufgaben aufhabe, hänge ich nach der Schule nicht mit meinen Freunden rum. Ich verschaffe mir Zeit für meine Artikel, damit ich immer was veröffentlichen kann.»

Bereits als Siebenjährige war sie Gast in der Internetshow «Smart Girls at the Party» von Schauspielerin Amy Poehler, 41, die zu Rubys grossen Vorbildern gehört. Damals wollte Karp noch Popstar, Rockstar, Autorin, Ärztin, Tierärztin und Mama werden - in dieser Reihenfolge:

 

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