Anti-Mobbing-Kampagne «I will survive!» - gequälte Kinder drohen mit Rache

Sie sind uncool, entsprechen nicht dem gängigen Schönheisideal - und werden deshalb von ihren Mitschülern gemobbt. Weil das bei vielen Kindern leider noch immer der Fall ist, will eine argentinische TV-Kampagne auf die Opfer aufmerksam machen. Mit einem altbekannten Song, der neu interpretiert wurde. 
Gequälter Junge in Anti-Mobbing-Kampagne
© Via Youtube.com

Ausgegrenzt, ausgelacht und gequält: Kinder leiden während ihrer Schulzeit unter den Gemeinheiten ihrer Mitschüler.

Sie kennen keine Gnade, tauchen den Kopf brutal in eine Kloschüssel oder schlagen mit Handtüchern auf den Po ihrer Mitschüler. Dass Schulkinder gemein sein können, ist bekannt. Wie gemein, das zeigt aktuell ein Spot der argentinischen Werbeagentur Del Campo Saatchi & Saatschi auf dem Sender VH1. Doch anstatt zu heulen, singt der Junge im Clip wie einst Gloria Gaynor in ihrem Durchhalte-Klassiker «I Will Survive» drauf los.

«Erst hatte ich Angst und war ganz starr», doch dann ändert sich der Text: «Sie haben meinen Kopf untergetaucht und meinen Hintern freigelegt.» Eine brutale Geschichte, die damit ihren Lauf nimmt.  

Doch während der Misshandlungen steigt bei den Teenagern im Video die Vorfreude auf Vergeltung. «Nächtelang werde ich an meiner Rache arbeiten. Ich werde dein Boss sein, du mein Sklave», singt der eine. «Ich werde meine gesamte Macht missbrauchen. Ich werde CEO und du mein Schuhputzer», der nächste. «Tag und Nacht werde ich dich anrufen, auch am Wochenende. Und ich sorge dafür, dass du nie eine Pause hast», droht der dritte. Das Mädchen mit den brennenden Locken kündigt ebenfalls ihren Rachefeldzug an: «Nicht eine einzige Gehaltserhöhung kriegst du bis ans Ende deiner unglücklichen Tage!» 

Denn: Genau so wenig, wie Gloria Gaynor in ihrem Hit von 1978 dem miesen Kerl verzeiht, werden die ausgegrenzten Schüler später ebenfalls Nachsicht mit ihren Peinigern haben. Daher sollen Kinder Gemeinheiten gegen ihresgleichen doch lieber gleich sein lassen. Das sei nämlich zu beider Vorteil, wie der Einblender am Ende der Kampagne klarmachen möchte. Nerds von heute könnten nämlich durchaus die Chefs von morgen sein. Also: «Schluss mit Mobbing!»

Auch interessant