Der traurigste Eisbär der Welt Das Leid von Arturo bricht den Zoobesuchern das Herz

Apathisch liegt er auf dem Betonboden, streckt alle Viere von sich. Das Leben von Eisbär Arturo ist trist - keine Artgenossen, keinen Schatten und Beton, so weit das Auge reicht. Tag ein, Tag aus leidet Arturo vor sich hin und ist nur noch zu einer Tätigkeit fähig: den Kopf hängen lassen.

Depressiv starrt er an die Wand, liegt bewegungslos im Wasser oder auf dem heissen Betonboden. Der Anblick von Polarbär Arturo bricht einem das Herz. Nur ein kleines Becken steht dem Eisbär zur Verfügung. Abkühlen kann er sich bei den 40 Grad, die derzeit in Argentinien herrschen, kaum.

Seit über 20 Jahren lebt Arturo im Zoo von Mendoza, wie «Daily Mail» berichtet. Vor zwei Jahren starb sein Freund Pelusa, seither vegetiert das Tier im Zoo von Mendoza alleine vor sich hin. Arturo wird von Tag zu Tag depressiver, wie Professorin Maria Fernanda Arentsen gegenüber der Zeitung «Winnipeg Free Press» sagt. «Man kann sehen, wie Arturo langsam verrückt wird. Die Tiere bewegen sich auf diese Art, wenn sie unter grossem Stress stehen», so die Tierschützerin. Es sei beinahe unerträglich, das Tier so leiden zu sehen.

Und weil viele Zoobesucher und Tierfreunde Arturos Leid nicht mehr mitansehen wollen, hat Greenpeace Unterschriften gesammelt, um das 400-Kilo-Männchen in einem Zoo in Kanada unterzubringen. 168'796 Menschen haben bisher unterzeichnet. Genützt hats trotzdem nichts, der 28-jährige Bär muss in Mendoza bleiben. Er würde den Zwei-Tages-Trip in den Assiniboine-Park-Zoo in Winnipeg nicht überleben, begründete der argentinische Zoo-Direktor Gustavo Pronotto den Entscheid gegenüber «Sunday People».

So einfach lassen sich die Tierschützer aber nicht abwimmeln. Sofort starteten sie mehrere neue Petitionen, die Arturos Fans unterschreiben können. Auf Chance.org beispielsweise haben bisher 114'398 Menschen ihren Namen hinterlassen (Stand: 16. Juli, 13.30 Uhr), 35'602 weitere Unterschriften fehlen noch, damit Laura Morales, die das Gesuch ins Leben gerufen hat, die Petition an die argentinische Präsidentin weiterreichen kann. Auf Twitter setzen sich User ebenfalls für Arturo ein. Unter #FreeArturo posten sie Bilder und fordern dazu auf, den Bären zu retten. Sogar Stars wie Cher, 68, machen mit. Auf dem sozialen Netzwerk beschuldigt die Sängerin die argentinische Präsidentin Cristina Elisabet Fernández de Kirchner, 61, Arturo einfach sterben zu lassen.

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