Schönheit Bleiweiss und Bienenstiche: Bizarre Beauty-Tricks von früher

Zusätzliche Wimpern ans Augenlid nähen? Klingt wie aus einem Horror-Film. Doch das haben unsere Vorfahren tatsächlich gemacht. Und zur Schmerzlinderung gabs Kokain. Diese und viele weitere skurille Schönheits-Anwendungen waren früher normal. Autorin Caroline Rance hat in ihrem Buch «The Quack Doctor» die irrsten Methoden zusammengefasst. SI online zeigt einige Beispiele.
Verrückte Beauty-Behandlungen
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Wie heisst es? Wer schön sein will, muss leiden? Die Regel haben unsere Vorfahren sehr wörtlich genommen.

1. Grosse Pupillen gelten als erotisch. Deswegen haben sich die Damen früher schwarze Tollkirsche in die Augen träufeln lassen. Das hochgiftige Extrakt erweitert die Pupille nämlich. Nebenwirkungen unbekannt!

Beautybehandlungen früher: Mit Tollkirsche grosse Pupillen
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2. Haarentfernung mit dem Röntgengerät?  Glaubt man den Ausführungen von Caroline Rance in ihrem Buch «The Quack Doctor», setzten sich die Menschen früher gut und gerne 20 Stunden lang Röntgenstrahlen aus, um den Haarwuchs zu stoppen. Heute ist die Haarentfernung durch Wachs oder Epiliergeräte zwar vielleicht schmerzhafter, dafür weit weniger schädlich.

Beautybehandlungen früher: Mit Röntgen-Strahlen Haarentfernung
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3. Dichte Augenwimpern sind doch sexy! Deswegen haben die Damen früher einen einfachen Trick angewendet. Sie haben sich ein Haar schlaufenförmig ans Lid genäht. Ja, Sie haben richtig gelesen: genäht! Die Schmerzen waren aber auszuhalten, weil sie Kokain als Betäubungsmittel eingesetzt haben. Na, dann gehts ja noch!

Beautybehandlungen früher: Haar ans Lid nähen
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4. Lästige Falten im Gesicht? Unsere Vorfahren hatten dieses Problem im Griff. Sie schmierten sich einfach Radium auf die Haut. Auch Carbondioxid war beliebt. Dafür wurden die Augen abgedeckt und es musste durch einen Schlauch geatmet werden. Die Faltenbehandlung ist auch heute noch kein Zuckerschlecken, schliesslich wird Botox per Spritze injiziert.

Beautybehandlungen früher: Botox statt Radium
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5. Blasse Haut war zu Regierungszeiten der Königin von England, Elisabeth I (1558 bis 1603), das Nonplusultra. Auch die Monarchin war dem Trend verfallen - was ihr den Beinamen «Elfenbein-Regentin» eingebracht hatte. Ihren hellen Teint hatte sie der grosszügigen Verwendung von Bleiweiss zu verdanken. Das hochgiftige, basische Bleicarbonat wurde damals mit Essig und Eiweiss zu Puder oder Pasten verarbeitet und aufs Gesicht aufgetragen. Dass das alles andere als gesund ist, war damals bereits bekannt. Doch was tut Frau nicht alles für die Schönheit. Angeblich habe die Anwendung hässliche Spuren auf dem Gesicht der Königin hinterlassen - sodass sie alle Spiegel im Palast entfernen liess.

Beautybehandlungen früher: Blasse Haut wie Elisabeth I (Blei)
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6. Bienenstiche tun weh! Das ändert aber nichts daran, dass es bereits im alten Griechenland, Ägypten und China üblich war, sich freiwillig stechen zu lassen. Bienengift soll gegen Arthritis und sonstige Gelenkschmerzen wirken! Bienen halten also fit und jung? Sogar Schauspielerin Gwyneth Paltrow schwört verschiedenen Medienberichten zufolge darauf. Na, dann...

Beautybehandlungen früher: Gesunde Bienenstiche
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