#antidietproject Bloggerin boykottiert selbst auferlegten Diätwahn

Mit elf Jahren macht Kelsey Miller ihre erste Hardcore-Diät, doch gut in Form war sie nie - und wird sie auch nie sein. Deshalb hat sich die Bloggerin mit ihrem Körper angefreundet und sämtlichen Abmagerungskuren mit ihrem Anti-Diät-Projekt den Kampf angesagt.

Es scheint, als würde Kelsey Miller vielen Frauen mit ihrem Gedankengut aus der Seele sprechen. Denn das Gewicht der Amerikanerin war schon immer ein Problem. Diäten schlugen zwar an, jedoch nicht mit dem langfristigen Erfolg, den sie sich gewünscht hätte. Auf ihrem Blog und unter dem Hashtag «#antidietproject» beschreibt sie, wie Schlankheitskuren ihr bisheriges Leben bestimmt und sie verbogen haben. Zu einer Frau, die sie gar nicht sein konnte. «Ich bin kein Spartanischer Krieger. Ich war noch nie jemand, den man gut in Form nennt», schreibt Kelsey und schildert, wie eines morgens ein köperliches Training ihr letztes wurde: «Noch vier Minuten», hetzt sie der Trainer. «Keine Minute mehr!», kontert sie ausser Atem. Und kündigt ihren selbst auferlegten Diätwahn.

Das heisst jedoch nicht, dass Miller fortan alles wahllos in sich reinstopft, was sie gerade findet. Nein, sie braucht einen Neuanfang. Ausgewogenes Essen, einen sinnvollen - auf sie angepassten - Trainingplan und hin und wieder einen Bagel. «Ich werde mit Ernährungspezialisten und Bewegungsprofis arbeiten und lernen, wie ich mein diätgesteuertes Gehirn deprogrammieren kann.» Und genau davon will sie anderen Betroffenen berichten: detailliert und über die Herausforderungen, die ihr begegnen: «Diät-Ablauf, Ernährungsmythen, Fitness-Phobien und die herrlichen Eindrücke, die ich dabei aufsaugen werde.» 

«Ich bin so froh, diesen Blog zu sehen», kommentiert eine Gleichgesinnte den Beitrag von Miller. Und eine andere schreibt: «Du hast keine Ahnung, wie sehr du mir damit hilfst. Ich schlage mich mit denselben Problemen herum.» Auf Twitter findet ebenfalls reger ein Austausch über das Anti-Diät-Programm statt. Denn das gesunde Mittelmass zu finden (und eben nicht zugunsten einer Kleidergrösse weniger bei einer Party auf die Torte zu verzichten), ist auch dort ein grosses Thema.

Kelsey Miller schreibt regelmässig über ihre Erfahrungen - nächstes Jahr soll ihr erstes Buch erscheinen. Der Name: «Big Girl».

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